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Alt 01.10.2008, 23:59
Äpfelchen Äpfelchen ist offline
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Registriert seit: 29.04.2007
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Standard AW: Morgen in die Röhre

Hallo liebe Mädels,

ich grüsse Euch macht Euch nicht so viele Gedanken, ich bin überhaupt nicht mutlos oder gebe klein bei oder habe meinen Kampfgeist verloren. Mitnichten!!
Ich (ver)zweifle nur am Weg, also am klassischen Chemoweg. Wie ihr wisst, habe ich immer am Wegesrand weitergesucht und komme auch immer wieder zu dem Schluss, dass es noch was anderes gegen muss.
Ich weiss, ich stehe hier im Forum ziemlich alleine mit diesen Gedanken, soweit ich weiss, stehen hier alle hinter den schulmedizinischen Therapien.
Ich habe in den letzten Monaten viel gelesen und bin u.a. darüber gestolpert, dass mal jemand sagte, es sei wichtig dass der Patient an seine Therapie glaubt - siehe Placeboeffekte - und das ist ja auch mein Problem, ich glaub nicht an Chemo. Das hab ich früher schon nicht, als ich noch gesund war und das tue ich auch heute nicht, wo es mich erwischt hat. Früher hab ich immer gesagt, sollte ich mal Krebs bekommen, eine Chemo käme nie in Frage NIE!, dann ist man plötzlich krank und hat einfach nur ne Scheissangst dass man sich zu schnell die Radieschen von unten angucken soll und dann macht man es doch.
Aber in mir sträubt sich absolut alles dagegen, als wenn man einen Igel gegen den Strich bürstet.

Zu Heute:
Ich war heute das erste Mal wieder in freier Wildbahn, seit der Khs.Entlassung am Freitag lag ich ja nur zu Hause rum.
Zuerst zur Blutbildktr., Werte erwartungsgemäss low. Dann zur Onkologin und ich zeigte ihr meine Neuentdeckung. Sie machte ein ratloses Gesicht "ei was machen sie nur immer wieder"... ist aber keine Einbildung, sondern ganz klar eine Schwellung die vorher nicht da war.
Dann Sono, wieder ratloses Gesicht, mhmhm keine klare Aussage. Ein Progress unter Chemo sei unwahrscheinlich (jaja, aber meiner Meinung nach eben nicht unmöglich), es könnte evtl. eine Thrombose sein oder irgendwas mit dem Port Quatsch, ich hab keine Thrombose, hab absolut keine Beschwerden, das Ding ist nur dick.
Sie wollte unbedingt eine angiologische Abklärung. Na gut, hab ihr den Gefallen getan, also in die angiol. Ambulanz, dort erstmal gewartet, dann Sono vom Gefässexperten: kein Befund, also keine Thrombose.
Ich fragte, ob er vergrösserte Lymphknoten erkennen könnte. Antwort: Also das sei nicht sein Fachgebiet und dazu brauche man eine besondere Ausbildung...aha
Nun denn, ich hatte erstmal die Nase voll, ich war fix und alle nach dem Marathon durch das Klinikum und bin nach Hause. Und auf direktem Wege aufs Sofa
Morgen werde ich die Onkologin anrufen, sie soll sich mal was anderes einfallen lassen.

Ich grüss euch alle ganz lieb
ich melde mich morgen wieder
Beate
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