AW: meine mama hat den kleinzelligen lungenkrebs
hallo bianca
danke für deine lieben worte!
ja stimmt, auf die Ärzte verlass ich mich wohl besser nicht mehr, dann wir waren schon 3 mal an dem punkt an dem es hieß, dass es nicht mehr lange dauern wird bis sie ...
und jedesmal waren die Ärzte entsetzt mit welcher willenskraft sie das alles meistert!
meiner mama gegenüber sprechen wir nicht groß von der krankheit an sich. warum auch? wir sprechen über alles und versuchen so viel gute momente damit ein stück weit festzu halten. das gelingt mir auch ganz gut wenn ich bei ihr bin, sobald ich auf dem weg nach hause bin überkommts mich dann. ich denke das ist die bessere Variante als vor ihr zu weinen und sie evtl das gefühl bekäme wir hätten sie schon aufgegeben! das wäre für sie glaub ich das schlimmste!
welche medikamente sie bekommt kann ich dir erst sagen wenn ich nochmal da war und mir von meinem vater alles zeigen lassen kann bzw erklären lassen kann. dann schreib ich mir alles ab und poste es dann hier.
sie bekommt auf jedenfall so spritzen in den bauch damit sie besser luft bekommt, ansonsten hat sie so ein sauerstoffgerät für zuhause und so ein komisches rüttelgerät womit man ihr über den rücken gehen kann und vibriert damit sich das festgesetzte in der Lunge etwas löst. das hat mein vater ihr gekauft auf eigene kosten.
sie hat mehrere medikamenten schachteln zuhause stehen, die muss erst mal alle abschreiben aber antibiotika bekommt sie gerade im kh mal wieder per infusion das hab ich sonntag mitbekommen als ich bei ihr war.
so habe meinen vater endlich mal erreicht.
nächsten mittwoch beginnen sie wohl erst mit der bestrahlung, sie wird dann 5 oder 10 durchgänge gleich hintereinander täglich bekommen, wieviel entscheidet sich, wenn der arzt alles bei ihr vermessen hat usw.
sonst bekommt sie noch hustenmittel cc 600er 2 mal am tag, weil der permanente husten einfach nicht weg geht und magnesium bkeommt sie noch. dann jetzt wohl Morphium in tablettenform, aber nicht wg den schmerzen sondern wohl eher, damit sie besser luft bekommt, die dosis hält sich daher noch schwach. sie ist jetzt wieder zuhause und mein vater meint wohl, solangsam würde ihr wohl bewusst werden, wie es um sie steht und ihr hausarzt ist der Meinung, dass man wohl langsam mal konkret mit ihr drüber sprechen sollte. Denn bisher wurde ihr glaub ich nie so direkt gesagt, wie schlimm der krebs schon voran geschritten ist damit sie die hoffnung nicht verliert.
Auch sollen wir langsam mit ihr besprechen, wie sie sich denn ihre beerdigung vorstellt. das geht doch nicht! dann verliert sie doch all ihr hoffnung und die perspektive für die Zukunft! also ich kann das nicht, mein vater überlegt wie er es machen wird, denn bisher widerstrebt es ihm nämlich auch sie so damit zu konfrontieren.
naja, heiligabend is geplant das sie und mein vater dann zu uns kommen, damit sie auch mal raus kommt. unser sohn ( 3 jahre) wird sich sicherlich auch riesig freuen seine oma endlich mal wieder zu sehen, wir möchten ihn aber aus der kranhausatmosphäre raus halten, er muss nicht mit ansehen, wei schlecht es seiner geliebten oma geht. so eine kleine kinderseele, wird das sicherlich nicht gut aufnehmen!
bin gerade etwas verwirrt, melde mich später nochmal ...
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