AW: weiß jemand warum?
Hallo ihr alle hier!
Liebe Verena, du hast etwas angerissen, dass ganz viele bewegt.
Ich bin sehr froh, dass du das getan hast, denn auch wenn ich lieber hoffen und weiter nach Therapien und Möglichkeiten suchen möchte, so wird mir doch auch von Tag zu Tag schmerzhafter bewusst, dass ich mich auch damit auseinander setzen muss, dass alles Geld der Welt und kein Arzt der Welt irgendwann noch helfen kann.
Diese Vorstellung ist unsäglich schmerzhaft, doch ich will die Augen nicht verschließen, das ist noch schmerzhafter.
Ich lese, womit ihr euch alle auseinandersetzt, wie ihr die Krankheit erlebt und begleitet habt und mein Denken wird angestoßen. Ich bin sehr traurig, seit ich mich damit so auseinandersetze, es drückt richtig körperlich auf die Brust, doch ich will es tun, das spüre ich. Es hilft einfach, zu lesen, was andere denken und was sie daraus ziehen und es hilft, das hier aussprechen zu können, weil es sonst kaum einer versteht.
Mein Stiefvater wird auch immer schwächer, immer weniger. Ich bekomme nicht klar, dass das der Mann ist, der immer gewerkelt hat und in ganz Deutschland unterwegs war, warum er diese verfluchte Krankheit bekommen musste und verstehe nicht, dass das derselbe ist, dessen Kraft einfach nicht mehr reicht. Versteht ihr, was ich meine? Es ist so unvorstellbar, dass wir Menschen, die uns nahe sind, gehen lassen müssen, ich stehe daneben und begreife es nicht.
Ich wünsche euch allen sehr, dass sich ein Weg findet, wie auch immer eurer aussehen mag.
Liebe Grüße,
Martina
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An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser
-Charlie Chaplin-
Geändert von Tine70 (20.12.2008 um 16:27 Uhr)
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