Einzelnen Beitrag anzeigen
  #101  
Alt 18.01.2009, 12:17
Mapa Mapa ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 29.01.2008
Beiträge: 1.084
Standard AW: An alle Hinterbliebene...

Hallo liebe Leser und Schreiber,
das Thema scheint doch mehr User zu schäftigen, als anfänglich beabsichtigt.
Bezüglich dieser psychologischen Schulungen möchte ich anmerken, dass mir aufgefallen ist, dass das wahrscheinlich gar nicht der ausschlaggebende Punkt ist, wie Pflegepersonal und auch Ärzte damit umgehen. Ich glaube, dass es am Menschen selber liegt, an seiner inneren Einstellung, seiner Empathiefähigkeit, Einfühlungsvermögen, usw. Wenn das jemandem fehlt, nützt ihm die ganze psychologische Schulung nichts. Wer sich selber für "den Nabel der Welt" hält, wird weder einem Sterbenden noch einem Angehörigen das nötige Feingefühl und die Hilfe geben können, die sie benötigen.
Das Sterben selber ist, wie alles im Leben, wahrscheinlich immer individuell, wenn auch in vielen Dingen (vor allem bei gleichem Krankheitsbild) ähnlich. Ich denke, wir sollten aber eines vor allem nicht vergessen: Ganz egal, wie wir Angehörige das Sterben erlebt haben, unabhängig davon, ob wir es als friedlich oder eher qualvoll empfunden haben, wir können nie nachvollziehen, wie es für den Sterbenden selber tatsächlich war, was er dabei empfunden oder evtl. gefühlt oder gesehen hat. Weil wir es nämlich nicht wissen, weil wir "nur" begleitet haben. Kein Lebender wird jemals genau sagen können, wie das Sterben war, weil es noch niemand erzählen konnte. Wir können nur sagen, wie wir es gesehen und erlebt haben aus unserer Sicht.
Liebe Grüße
Mapa
__________________
_____________________________________________
Mit Zitat antworten