AW: Ich weigere mich, ohne Hoffnung zu sein.
ach ihr lieben,
mit sovielen lieben antworten haette ich nie im leben gerechnet..
ich danke euch dafuer. es tut gut, wenn man liebe worte gesagt bekommt, mut gemacht bekommt
und wenn die angst auf verstädnis trifft und nicht auf "das wird schon wieder..."
Wir alle hier haben unser Päckchen zu tragen (und einige ein so grosses das ich es so sehr zu schätzen weiss das ihr mir trotzdem beisteht und mut macht), und trotzdem steht ihr mir so bei,
trotz der ganzen Angst, Sehnsucht, Trauer und dem Schmerz den ihr in Euch tragt habt ihr noch so liebe Worte für mich übrig. Das berührt mich so tief in mir drinnen, löst ein Gefühl in mir aus,
von dem ich dachte es existiere gar nicht mehr.
Mama ist so verdammt tapfer.
Ich glaube sie will stark sein vor mir und ich will stark sein vor ihr.
Das ist der ewige Kreislauf, man versichert sich das man die Hoffnung nicht aufgibt, das man kämpfen wird
und insgeheim weiss man, dass man das nur sagt um dem anderen MUT zu machen.
Was ja auch gut ist, aber inzwischen bin ich so weit, dass ich auch realisieren kann was ungesagt ist.
Noch geht keiner (ausser ich?) von einem Rezidiv aus oder Metastasen aber ich habe durch meinen Beruf schon zuviel gesehen, zuviel erlebt als das ich nicht wüsste das die Alarmstufe rot ist.
Blutwerte schlecht , Tumormarker angestiegen, Mama müde, schlapp, hustend.
Ich meine, eigentlich wusste mein KOPF das es irgendwann so weit ist, dass wir damit rechnen muessen ,
denn die Ausgangsprognose damals war mehr als schlecht. Aber,
und das habe ich hier aus dem Forum mitgenommen, verlasse dich nie auf Prognosen..
Ich will jetzt noch nicht verzweifeln, weil noch nichts sicher ist, aber ich muss meine Aengste raus"schrei(b)en...
ich wuesste nicht, mit wem ich darüber reden sollte. Mitleidige Gesichter, das wird schon wieder und komm denk jetzt mal an etwas anderes...das kann ich momentan nicht gebrauchen.
Ich will die Pferde nicht scheu machen, aber ich habe einfach ANGST!
Nicht das dass etwas neues wäre, die Angst begleitet mich seit der Krankheit, aber sie war nie so stark wie im Moment.
Morgen hat meine Mama einen Termin,Röntgen, Mammografie, Sono nochmals Blutabnahme.
Wisst ihr, irgendwo hoffe ich aber ich will mir nichts vormachen.
Schlimm ist auch die Hilflosigkeit...was kann ich tun? wie kann ich helfen?
wie kann ich ihr die angst und den schmerz nehmen? wie ?? Und aus reiner Verzweiflung werde ich dann ungehalten und ungerecht und nur weil ICH mit all dem nicht umgehen kann und dann nicht weiss wie ich mit Mama umgehen soll, bin ich ungerecht. Zu ihr. Oh gott, wenn ihr wüsstet wie sehr ich mich dafür hasse...
Und wenn ich denke, guck nach vorne wird mir übel. denn was soll ich sehen??? was?
ich sehe eigentlich nur angst! angst und verzweiflung.
und dann wieder das Schuldgefühl...das ICH Schuld an alldem bin. ICH der Auslöser. Weil ICH nicht aufgepasst habe DAMALS nicht und JETZT auch nicht.
Danke Desi, Schnuppe, Annett, taffissima, MichaelaBs und lonelein für eure Worte und das ihr einfach "da" seid.
Ylva
Geändert von Ylva (26.01.2009 um 17:55 Uhr)
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