Einzelnen Beitrag anzeigen
  #1090  
Alt 27.01.2009, 10:52
vont vont ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 01.05.2008
Ort: Hamburg
Beiträge: 101
Standard AW: Ich weigere mich, ohne Hoffnung zu sein.

Liebe ylva,
ich hab in der letzten zeit so viele schöne dinge von dir gelesen bei annett und auch bei verena.
und jetzt lese ich bei dir wie es dir wirklich geht. es tut mir so leid das von deiner mutter zu lesen.
ich kann so gut nachempfinden wie du dich jetzt fühlst. ich habe damals so viele patienten von mir sterben sehen, habe sie oft bis zum schluss zu hause begleitet. aber als mein papa krank wurde und dann gehen musste hat mir das ganze wissen sehr wenig geholfen. es ist doch ein riesiger unterschied als helfer an der seite zu stehen (auch wenn oft genug aus patienten über die zeit freunde geworden sind) oder so direkt betroffen zu sein. den menschen den man so sehr liebt zu begleiten, die stärke zu fühlen und doch zu wissen das die angst regiert. ich war so oft hilflos und am zweifeln ob ich alles richtig gemacht habe, aber dann hat papa mich angesehen und ich wusste das er glücklich war das ich da war.
du darft dich nun nicht in selbstvorwürfe verstricken, das du deiner mutter die arbeit besorgt hast, du schreibst selbst sie wollte es so gern und es hat demnach ihr leben bereichert. die entscheidung zu arbeiten hat sie für sich getroffen. diese blöde krankheit kommt unabhängig davon ob es sich um einen tollen menschen handelt, ob dieser mensch von seiner familie geliebt wird und nimmt uns angehörigen die liebsten menschen auf dieser erde. ich glaube nicht das du so eine macht hast krankheiten auszulösen, ebensowenig wie wir alles die macht hatten diesen mist zu heilen.
ich hoffe sehr das du mir nun nicht böse bist, das ich dir so schreibe.
ich drücke dich ganz fest
yvonne
__________________
Mein geliebter Papa
ist seit dem 02.08.2008 auf der anderen Seite des Weges
Mit Zitat antworten