Hallo Benita,
es ist entsetzlich, dass Du und viele anderen von den Krankenhäusern bzw. Ärzten so alleingelassen werden. Es macht sich wirklich keiner Gedanken.
Die Ärzte schieben die Verantwortung immer von sich. Keiner hält es für Nötig sich um etwas zu kümmern. Ohne die immer wieder penetranten Nachfragerei kommt man in den KHs zu nichts. Es ist ein graus und macht mich ebenso wütend wie Dich. Es ist unfassbar, dass Dir kein Arzt hilft in dieser Situation. Ich kenne diese Situation auch von meinem Vater. 3 Tage vor der OP im Oktober lag er fast im Koma durch die Hirnschwellung. Er war nicht mehr ansprechbar. Aber das ein Arzt sich diesem Problem angenommen hätte - fehlanzeige. Keiner hatte Zeit - außer den Schwestern. Es ist ein beschissenes Gesundheitssystem...

Doch viel schlimmer ist es zu lesen wie schlecht es Dir geht. Deine Erschöpfung und Deine Sorgen machen mich traurig. Das Du Stark bist hast Du schon in der ganzen Zeit bewießen in der Du Dich um Deinen Mann kümmerst. Und ich glaube vor allem hier darfst Du Deine ganze Hilflosigkeit zurm Ausdruck bringen. Wie Dagmar auch schon schrieb hast Du ein Recht auf Sonderurlaub und wenn es länger dauert, vielleicht auch eine Möglichkeit dieses zu erweitern. So weit ich weiß, gibt es eine neue Regelung (alledings nur für Angestellte größerer Firmen) bis zu einem Jahr die Pflege zu übernehmen - ohne Kündigen zu müssen. Ich glaube aber, dass Du Deinen Beruf auch brauchst um das Leben zu spüren. Zumindest geht es mir so. Es lenkt ab und die Gedanken kreisen nicht immer um diese Krankheit. Kann Dir vielleicht einen Pflegekraft helfen? Vielleicht wäre das eine Entlastung für Dich und die Pfleger und Pflegerinnen sind sicherlich fürsorglicher als die Ärzte im Krankenhaus. Besteht vielleicht auch die Möglichkeit Deinen Job auf eine 50% Stelle zu reduzieren?
Ich würde Dir gerne etwas abnehmen von Deiner Last... Deine Sorgen und Deine Verzweiflung. Deshalb denke ich sehr an Dich und schicke Dir viele gute Gedanken und Wünsche. Es wird einen Weg geben und Du wirst ihn finden.
Alle hier Denken an Dich - ich hoffe, diese Kraft kommt bei Dir an. Du bist trotz allem nicht allein.
Liebe Grüße und eine herzliche Umarmung.
Stefan