Liebe Petra, beim Lesen Deiner Zeilen erinnerte mich vieles an das Schicksal meiner Schwester(64). Sie ging im Januar auch in ein Krankenhaus, zwar nicht sehr klein, aber für die Behandlung von BSDK nicht gerade ausgerüstet. Sie stellten die Krankheit bei ihr fest, sagten ihr aber, dass der Tumor eine grosse Hauptschlagader umwickelt hätte, also inoperabel.

Es geht nur noch Chemo. Sie holte eine zweite Meinung im Virchowkrankenhaus Berlin ein. Dort untersuchte man sie nochmals, dann teilte man ihr mit, dass eine OP möglich sei, die aber natürlich auch Risiken mit sich bringen könnte. Jedoch hätte sie ohne OP noch ca 1 Jahr zu leben, mit OP wären ihre Chancen bedeutend grösser. Man operierte sie am 27.2., also heute vor einem Monat. Sie hatte ihren Tumor auch am Schwanzende, ihr wurde die Milz entfernt, das Schwanzende der BSD. Auch der Teil, der sich um die Hauptschlagader gewickelt hatte, konnte entfernt werden. Keine Metastasen. Sie liegt zwar noch im Virchowklinikum, aber sie hat Appetit, nimmt wieder am öffentlichen Leben teil, freut sich auf ein schönes abendliches Fernsehprogramm und klingt sehr optimistisch. Einmal hatte sie einen sogenannten Krankenhauskoller, da teilte ihr der Oberarzt sehr einfühlsam mit, dass ihre OP sehr schwierig war, man wirklich zu tun hatte, um den Mistkerl von der Schlagader

wegzubekommen und dass man dann aber doch grossen Erfolg hatte. Sie sollte doch noch etwas Geduld haben. Seitdem liegt sie wieder ganz friedlich in ihrem Bett. Da alle Untersuchungen sehr zügig stattfanden, Schmerzen seit November, Entdeckumg des Tumors Ende Januar, OP 27.2.09, hat sie nicht sehr viel an Gewicht verloren. Sie hat Appetit, kann aber nur kleine Mengen essen, aber dafür mehrere am Tag. Eine Chemo wird vorbeugend stattfinden, dann fährt sie noch zur Reha. Ich habe mich gar nicht mehr getraut, dies alles hier zu schreiben, weil es einfach zu schön ist, um wahr zu sein. Ich habe soviel Mitgefühl mit allen hier im Forum. Nun nochmals zu Deinem Stiefvater, liebe Petra, es muss doch auch in Österreich Spezialisten für diese furchtbare Krankheiten geben. Erkundigt Euch bei Eurem Hausarzt, schaut im Internet nach. Es lohnt sich. Ich drücke

Dich und wünsche Dir viel Erfolg
Doro