AW: Glioblastom Grad 4
Hallo Nicky,
auch bei uns ist es so, das einem so manch ein Erlebnis zu denken gibt. Die Betroffenen selbst empfinden ja diese Hilflosigkeit als schrecklich. Meine Mutter hat sich in den letzten Jahren zuerst beruflich, später aus Spaß um ältere Menschen gekümmert, mit ihnen gebastelt, Geburtstage gefeiert usw. - ihnen einfach ein paar schöne Stunden bereitet. Viele von ihnen brauchten auch Hilfe. Trotzdem ist es für sie jetzt alles nicht leicht.
Also ich finde es nicht herzlos, dem Betroffenen das zu sagen. Viel schlimmer ist es, wenn jemand nicht gehen will, weil er einen anderen nicht allein lassen möchte - derjenige muss so viel Leid ertragen und man selber auch. Ich habe es bei meiner Nachbarin erlebt - deren Lebensgefährte konnte sich wegen mehrerer Schlaganfälle nicht mehr äußern oder bewegen - er hat sich ganze 5 Jahre gequält. Außerdem gibst du deiner Mama die Möglichkeit, in Ruhe zu gehen.
So lange es eine reale Chance gibt, etwas gegen den Tumor zu tun, wird deine Mama weiterbehandelt. Erst, wenn sie es abbrechen oder dir sagen, sie wäre austherapiert und man könne nur noch gegen die Schmerzen etwas tun, ist es sicher, dass es dem Ende entgegengeht. Ihr habt sicher noch einige Zeit, die ihr auch nutzen könnt.
Liebe Grüße
Sterni3
Geändert von Sterni3 (01.05.2009 um 23:38 Uhr)
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