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Alt 30.07.2009, 01:15
dorchen83 dorchen83 ist offline
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Standard AW: Angst um meine Mutter

Hallo liebe Nicky,

ich kann mir den Anblick deines Freundes lebhaft vorstellen - es muss wirklich ein Schock für dich gewesen sein - es ist schlimm wie sehr der Krebs eine Person verändern kann... aber wie du sagst: es ist wichtig, dass du da warst. Für ihn und für dich... so konntest du noch einmal bei ihm sein, ihm nah sein und Abschied nehmen. Und er weiß, dass liebe Menschen an ihn denken und auch dann für ihn da sind, wenn es darauf ankommt... er weiß, dass er Spuren im Leben und Herzen seiner Freunde hinterlassen wird...

Mein Paps hatte auch Tage bzw. Momente, wo er nicht trinken und nicht essen wollte. Wir haben ihm zuletzt immer das gegeben was er mochte, auch wenn Tee vielleicht besser gegen den Schleim gewesen wäre. Er hat Saft sehr gemocht (Multi und Orangensaft). Manchmal hat er aber mal den Mund ganz fest zusammengepresst. Dann habe ich ihn immer "probieren" lassen - also den Strohhalm in den Saft getunkt und ihm dann auf die Zunge geträufelt (manchmal auch durch den zugepressten Mund). Meist hat er kurz danach begonnen zu trinken. Trinkt deine Ma auch mit dem Strohhalm? Das klappt bei fast jedem und bedeutet ein stück Selbsständigkeit in dem sonst fremdbestimmten Leben... eine Pflegekraft hat uns den Tipp gegeben und bei meinem Paps hats sehr gut geklappt... nur als er ganz schwach war, habe ich ihm den Saft dann mit dem Löffel eingeflößt...
Also bei meinem Pa waren das Phasen, in denen er nichts zu sich nehmen wollte... aber es ist dann oft nochmal wieder besser geworden... nimmt deine Ma denn gar nichts mehr zu sich?

Schön, dass du erstmal genug Kraft gesammelt hast. Man kann es auch nicht anders bewältigen: Problem für Problem, "Runde für Runde", Tag für Tag, Woche für Woche... dann geht es. Eins nach dem Anderen. Und du und deine Mam ihr werdet das gemeinsam schaffen und durchstehen!

ich drück dich mal ganz lieb!

dorchen
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