AW: Schmerzen beim Husten, Schleim, Schmerzmittel...
hallo booki,
mein papa ist betroffen seit 2007 (erstdiagnose 7/2007). er wurde dann im august 2007 operiert (komplette linke lungenhälfte weg), danach chemo, reha und laut ärzten keine metastasen. es ging ihm dann gut bis zum sommer 2008, da hatte er fürchterliche rückenschmerzen.laut orthopäde war es der ischias, zum glück haben wir nicht lockergelassen und es wurde ein ct gemacht...metastasen im rücken, ein knochen war sogar schon gebrochen. dann folgten bestrahlung und knochenaufbauende infusionen alle 4 wochen. es ging ihm dann nochmal etwas besser, bis er im frühjahr auf einmal fürchterlich abnahm. als er dann im juli bei 50 kg angekommen war und nicht mal mehr die astronautenkost runterbekam bestanden wir auf weitere untersuchungen, er wurde ins kh eingewiesen und dabei kam raus, dass er einen pilz in der speiseröhre hatte. der wurde behandelt und siehe da, er konnte wieder normal essen...anscheinend kommt das öfters vor, aber warum ist kein arzt von alleine darauf gekommen???
dann durfte er für einen tag nach hause, weil unser jüngster eingeschult wurde. dieser tag war die hölle- für ihn und für uns auch. es begann auf einmal einfach das wasser aus seinen beinen zu laufen. wie verrückt, es bildete sich eine richtige pfütze wo er sass oder lag. und auf einmal konnte er auch nicht mehr richtig laufen, vor der einweisung ins kh war er noch alleine einkaufen...wir brachten ihn abends zurück und baten um ein klärendes gespräch mit der ärztin. das fand im krankenhausflur statt(!). als mein papa dazukam, fragte die ärztin ob er sich nicht mal ein hospiz anschauen möchte...bumm, das saß!! nach und nach erfuhrne wir dann, dass er weitere metastasen auf der lunge hat und dass er im endstadium angekommen sei.
wir entschieden uns dann meinen papa nach hause zu holen (wir wohnen auf einem grundstück mit meinen eltern) und uns gemeinsam um ihn kümmern. ein hospiz kam nicht in frage! tja, jetzt ist er seit august zu hause und es wird von tag zu tag schlechter. er liegt nur noch im bett, kann nichtmal mehr sitzen. er hat eine morphiumpumpe, einen katheter und muss gewickelt werden. seit letzter woche ist er extrem wirr im kopf, das kommt anscheinend vom morphium, aber dafür ist er zur zeit schmerzfrei. mein papa ist 57 und wäre dieses jahr in vorruhestand gegangen. er hat sein leben lang geschuftet und nun wo er sein leben geniessen könnte hat er den kampf fast verloren. ich wünsche ihm nur, dass es bald vorbei ist und er erlöst wird, denn das hat er nicht verdient!
ich wünsche dir, booki, viel kraft für diesen harten kampf! lass dich bitte nicht entmutigen, das habe ich auch nie geschehen lassen. geniesst einfach die gemeinsame zeit. glg nicole
|