Mein Papa hat trotz aller körperlicher Schwäche seinem Arzt gestern erzählt, dass er die OP will, weil er will, dass sie diesen ganzen Scheiß-Krebs rausschneiden. Schließlich hätte er ja genug Darm... Und der Arzt hat es wirklich in Erwägung gezogen und mir erklärt, dass die Maxime die Entscheidung des Patienten ist. Draußen habe ich ihm dann gesagt, dass mein Papa nicht wahrhaben will, wie schlimm das alles ist und er hat fast geweint. Nun bekommen wir eine Sozialberatung und ich kümmere mich, dass hier eine Palliativpflege herkommt, weil wir ihn alleine nicht handeln können. Bisher hat er sich über seinen Port komplett selbst versorgt, aber das kann er nun nicht mehr.
Letztens lag er im Bett (weil er auch nicht mehr aufstehen kann und auch nicht mehr die Kraft hat im Rollstuhl zu sitzen) und da fragte die Ärztin, warum er keinen Pflegedienst kommen lässt und er starrt sie an und sagt: weil ich dann zeitlich so gebunden bin - mein Papa

Sie hat wie ein Schwein ins Uhrwerk geschaut.
Er will noch nicht von dieser Welt gehen und das soll er auch noch nicht. Am Samstag kommt eine Freundin, die sich mit Informationsmedizin beschäftigt und die einfach mal schauen soll, warum alles so ist, wie es jetzt ist. Sie hat einen besonderen Draht zu ihm...