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Alt 14.11.2009, 17:01
Missi1104 Missi1104 ist offline
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Standard AW: Gutartiger Tumor an Bauchspeicheldrüse?

Also grundsätzlich würde ich eine Einschätzung aus Heidelberg ( ich nehme an du meinst das Pankreaszentrum dort) höher bewerten als die Meinung von Ärzten aus einem "Wald und Wiesen Krankenhaus" vor Ort. Das soll keine Kritik sein sondern ich spreche da durchaus aus Erfahrung. Meines Wissens kann man einen Befund nur aufgrund von einer bildgebenden Untersuchung und ohne eindeutigen Gewebebefund nicht sicher beurteilen. Auch bei mir lief es erst auf eine solche vorschnelle Entwarnung hinaus und mittlerweile bin ich froh dann doch für eine 2.Meinung in ein Pankreaszentrum gegangen zu sein.
Und mit sehr wenigen Ausnahmen (z.B. Zysten durch chronische Pankreatitis) sind gutartige Befunde als Ergebnis einer Raumforderung im Pankreas leider wirklich selten. Also falls es in eurem Fall keine Vorgeschichte mit einer entzündeten BSD gibt, wäre ich da sehr kritisch und würde dem Rat des Pankreaszentrums zur Op folgen. Alles ist besser als irgendwann zu hören:" Wäre man da früher drangegangen hätte man mehr machen können...." und auch die wenigen gutartigen Befunde neigen überwiegend nach und nach zur Entartung und werden dann erst recht gefährlich.
Und abschließend: Natürlich werden die Ärzte in der Op abwägen was wirklich entfernt werden muss um auf der sicheren Seite zu sein. Oftmals ergibt sich das genaue Ausmaß einfach erst während der Op. Daher auch die Ankündigung was u.U. alles raus muss.
Also ich würde mich definitiv vertrauensvoll in die Hände der Ärzte in Heidelberg oder einem anderen Pankreaszentrum geben, aber ganz sicher nicht irgendwo in einem "normalen" Krankenhaus vor Ort operieren lassen!

Ich wünsche euch jedenfalls alles Gute und viel Kraft auch für die Zeit danach wenn ihr endgültig wisst um was es geht.

Liebe Grüße
Maria
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