warum nur?
Ja- warum nur- das wissen wir wohl alle nicht!
Liebe TerrorZicke!
(Eigentlich finde ich dieses Pseudonym nicht so schön!!!!!)
Daß Du an Selbstmord gedacht hast, ist mir durch Deinen ersten Text nicht verborgen geblieben! Aber es ist gut, daß Du es nochmal direkt schreibst. Mitteilen ist nämlich wichtig, allerdings ist es genauso wichtig, verstanden zu werden, und das scheint bei Dir im Moment nicht wirklich der Fall zu sein. Und wer so was sagt oder schreibt, meints auch nicht "im Spaß", wie viele annehmen.
Deshalb hab ich Dir ja auch meine, wirklich sehr ernst gemeinten Zeilen, geschrieben. Ich habe auch schon immer wieder nachgeschaut, ob Du geschrieben hast
Bin grad nach Hause gekommen und hab als erstes den PC wieder angeworfen und hier nachgesehen!!!
So- nochmal von vorne: Du schreibst: "Die wollen, daß ich zum Psychiater gehe." Wer ist die? Und warum nicht? Deswegen habe ich geschrieben: Zum Psychologen oder psychotherapeutisch tätigen Psychiater.
Ich nehme mal an, daß Du Dich mit den Berufsbildern nicht so auskennst. Gilt für viele; viele kennen nicht den Unterschied, macht aber nix. Also, ich erläutere Dir das mal kurz:
Der Psychologe hat Dipl.-Psychologie studiert. Diejenigen, die eine eigene Praxis haben, haben eine Zusatzausbildung, was verschiedene Therapien betreffen kann. Es gibt im allgemeinen, ich will jetzt hier gar nicht zu sehr ins Detail gehen, Therapiemethoden im Bereich der Verhaltenstherapie, der Gesprächstherapie, der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie und noch vieles mehr.
Der Psychiater hingegen ist ausgebildeter Mediziner mit einem zusätzlichem Examen im Facharzt, hier eben das der Nervenheilkunde, sprich Facharzt für Neurologie und Psychiatrie. Das beudeutet aber noch nicht, daß er in seiner Praxis auch psychotherapeutisch tätig ist. Auch hier gehört wieder eine zusätzliche psychotherapeutische Ausbildung dazu, mit eben den verschiedenen Ansätzen.
Zusatzbemerkung: Da es eine sehr große Anzahl von Therapien gibt, hat sich jeder, sowohl Psychologe als auch Mediziner, auf nur einzelne Therapien beschränkt, meist "nur" eins.
So, das soll als theoretischer Hintergrund reichen.
Ne, doch nicht. Wichtig ist noch, daß der Psychiater, weil er ja auch Mediziner ist, Medikamente verschreibt bzw. verschreiben darf!!! Und das kann in manchen Fällen echt mal, wenigstens nur für kurze Zeit, sinnvoll sein.
Das war der theoretische Teil 1 und der zweite folgt sogleich:
Zur Trauerreaktion im allgemeinen läßt sich folgendes sagen:
Wenn ein Mensch einen schweren Verlust erleidet, folgt ein schmerzhafter seelischer Vorgang der Ablösung. Gleichzeitig gibts körperliche Reaktionen wie Kraftlosigkeit, Erschöpfung, auch Magen-Darm Störungen. Im seelischen Bereich zeigen sich abweisende Kühle und Gereiztheit. Alles bis hierhin normal und echt nicht außergewöhnlich und in Ordnung und wichtig.
Als eine krankhafte Trauerreaktion gilt, ne- laß ich jetzt, ist jetzt eigentlich recht egal. Ich sehe ja, daß Du dringend Hilfe braucht, also reicht die Theorie. Das soll Dir der Fachmann an Ort und STelle sagen....
Das waren allgemeine Informationen, die Du im Prinzip in der entsprechenden Literatur nachlesen kannst. Ich sags deswegen, weil ich Dir selber keinen inhaltlichen Rat in Sachen Therapie bei Dir speziell geben kann, darf und will. Das muß der Psychologe oder wer auch immer vor Ort tun. Ich kann Dir hier nur sagen, welche Möglichkeiten es gibt, und was ich an Deiner Stelle machen würde. Laß die anderen reden, wenn sie keine Erfahrung oder kein Wissen um die Sache haben. Für viele hört es sich erst komisch an, sagen zu müssen, ich gehen zum Psychiater: egal, das soll Dir sch....egal sein. Du mußt jetzt an DICH denken und an Deine GESUNDHEIT, ja ich meine wirklich GESUNDHEIT. Nicht nur eine kurzfristige Mißbefindlichkeit.
Insgesamtu mußt selber für Dich entscheiden, wie akut schlecht es Dir geht. Mir scheint, korrigier mich, es geht Dir verdammt übel, vorsichtig ausgedrückt. Hast Du einen guten Hausarzt, der auch sensibel ist für solche Probleme? Wenn Du zu ihm Vertrauen hast, geh zu ihm und er kann dann immer noch sehen, ob er Dich selbst weiterbehandelt, er Dich zum Facharzt schickt oder Dir einen Psychologen empfiehlt.
Du kannst aber sowohl direkt zum Facharzt gehen - dann brauchst Du aber am besten doch jetzt neuerdings eine Überweisung vom Hausarzt dank Ulla Schm. - als auch direkt einen Psychologen aufsuchen. Da nun aber, wie bereits beschrieben, die Psychologen verschiedene Therapien anbieten, mußt DU eigentlich vorher wissen, welcher Psychologe für DIch der richtige ist. Du kannst dann aber direkt bei der Sprechstunde auch fragen. Das Geld mußt Du auch nicht direkt selbst bezahlen, es sei denn Du bist Privatversichert, dann gelten wieder andere Regelungen. Ansonsten übernimmt das Deine Krankenkasse.
Es ist ja auch vielleicht gar keine" Therapie im eigentlichen Sinne" nötig. Aber Rat brauchst Du schon und wilst es ja auch.
Wenn ich nun Du wäre: Geh zum Arzt oder zum Psychologen. Das Problem beim Psychiater oder Psychologen ist das der Wartezeit. Also ruf an, bei wem auch immer, sag kurz von der Wichtigkeit, und frag, wie schnell Du einen Termin kriegst. Bei Notfälen sollte eigentlich jeder Zeit haben- eigentlich!
(Kann auch hilfreich sein: Jedes Psychiatrische Krankenhaus hat auch einen telefonischen Notdienst, bei dem Du Dich rund um die Uhr melden kannst. Die Tel.-Nr. müßte in der Tageszeitung stehen. Weiterhin gibt es auch Ambulanzen an den psychiatrischen Krankenhäusern, wo Du Dich melden kannst)
Egal was Du tust, tu was. Je länger Du wartest, es wird möglicherweise nicht von allein besser. Hilfe suchen und holen ist super, dafür gibt es diese Berufsbilder ja, nur viele trauen sich nicht aus falscher Scham. Wenn Du also meinst, das könnte DiIr helfen, laß Dir so helfen. Irgendwann braucht man halt professionelle Hilfe, wo normale Hilfe von außen einfach nicht ausreicht.
Denk drüber nach, ich will Dich ja nicht belabern oder Dich zu irgendwas überreden.
Noch mal zusammengefaßt: Wenn Du ganz schnell Hilfe brauchst, so geht auch das, wie ich Dir gerade beschrieben habe. Wenn Dir Dein Freund nicht helfen will oder kann (ich gehe davon aus, daß er einfach auch überfordert ist-wer ist das nicht), laß ihn.
Meld Dich bitte wieder, was Du dazu meinst und was Du vorhast. Aber das mit Deinem letzten Schritt- laß es!!! Es kann nur besser werden!
Ich bin bis Mitternacht heute bestimmt noch am PC, Du kannst Dich also gerne gleich noch melden oder wenn Du noch ne spezielle Frage hast....
Von mir aus können wir auch chatten, ich habe eine Kennung- allerdings noch keine praktische Erfahrung mit dem chatten. Also habe Nachsicht, wenn ich mich dumm damit anstelle.
Liebe Grüße, und meld Dich. Ich meins ernst!
Das Sandmännchen.
|