AW: Leben mit nicht kleinzelligen Bronchialkrzinom
Guten Abend Christa,
dass Du Angst hast vor der Operation ist ganz normal, denke ich. Zuerst war ich auch nicht operabel. Erst nach 3 Chemos hat sich der Tumor soweit verringert, auch an einer Hauptschlagader liegend, dass die Op durchgeführt wurde. Machen wir uns nichts vor. Die ersten Tage waren schlimm, aber wenn Du die präoperativen Atemübungen machst, und zwar penibel, dann hast Du einen großen Schritt getan. Schmerzschonend abhusten zum Beispiel.
Ca. 6 bis 8 Wochen nach der Operation war ich noch auf Schmerzmittel angewiesen. Danach normalisierte alles Stück für Stück. Und der Anästhesist war ein richtiger Scherzkeks. Im Vor-Opbereich sagte er mir, jetzt hätte ich noch 3 Sekunden, um mir einen schönen Traum auszudenken. Und ich Idiot habe runtergezählt. Bei Null bin ich aber nicht angekommen.
Bei mir wurde der obere linke Lungenlappen entfernt. So ganz fit bin ich noch nicht. Es wird aber besser. Wenn ich so drei oder vier Treppen (Altberliner Räume mit einer Deckenhöhe von 4,5 m rauflaufe, mach ich einfach eine Pause nach zwei Etagen. Und dann geht es.
Die Schmerzmittel Tramadol und Novaminsulfon haben gut geholfen. An die Dosierung muss jeder für sich herausbekommen. Und, 10 Tage nach der Operation wurde ich entlassen. Was die ersten Tage so schwierig machte, war der Kanister für die Drainage, den ich 5 Tage mitschleppen musste. Als der abgenommen wwurde, war alles schlagartig besser. Nur Mut.
Michael
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