AW: Meine Mutter 62Jahre, und der Krebs wächst weiter,
Lieber Mark,
es tut mir sehr leid, dass Deine Mama so krank ist. Es ist furchtbar, wenn man mit ansehen muß, wie es dem Partner oder einem Elternteil so schlecht geht und man einfach machtlos ist ....
Eines muss ich allerdings noch loswerden (ich hoffe, dass ich nicht gesteinigt werde) ....
Mir ist aufgefallen, dass Du immer schreibst, dass ihr nach 15-20 Min wieder gefahren seid, weil der Besuch für Eure Mama so anstrengend war.
Für meinen Papa war auch sehr vieles sehr oft super anstrengend, aber mir wäre es echt nicht eingefallen, so schnell wieder abzudüsen. Ich bin dann oft gesessen, hab ne halbe Stunde Zeitung gelesen, hab mir nen Kaffee geholt usw., während er wieder ne Zeit lang vor sich hingedöst hat. Dann haben wir uns wieder unterhalten, oder ich hab ihm was erzählt. Mein Papa hat ab und zu gefragt, ob ich nicht zu den Kindern müsse, und wenn ich ihm dann gesagt habe, dass ich noch bei ihm bleiben kann, habe ich gespürt, wie froh er darüber war, nicht alleine zu sein. Für ihn war Krankenhaus auch ganz furchtbar.
Meine Mama, mein Bruder und ich, also einer von uns dreien, war eigentlich immer bei ihm. Auch zum Schluß, als er eigentlich nicht mehr viel mitbekommen hat. Klar, ist oft schwierig zu organisieren, ich hab z.B. auch 2 Kinder, von denen eines behindert ist, ich weiß wovon ich spreche. Aber ich hab immer versucht es hinzukriegen, weil es mir einfach so wichtig war, ihn nicht allein zu lassen. Bei Arztgesprächen sowieso. Ihr seid doch eine große Familie, könnt Ihr da nicht organisieren, dass Eure Mama immer jemand Vertrauten um sich hat?
Tut mir leid, wahrscheinlich gehts mich ja auch gar nichts an, aber das ist etwas, was aus Deinen Postings bei mir so angekommen ist und was mir unwahrscheinlich ans Herz geht. Sicher auch, weil für meinen Papa die KH-Situation immer ganz furchtbar war.
Ich wünsche Euch alles Gute, und dass Ihr die ganze Situation so bewältigt, wie es für Euch richtig ist.
Liebe Grüße
mifa
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