Liebe Tine
Dir muß wirklich nichts leid tun, ich hoffe doch auch das sie wieder gesund wird, obwohl die Ärzte immer was anderes sagen.
Deine Mama hat auch die OP nach Whipple bekommen, eine andere Methode gibt es ja nicht.
Bei Deiner Mama und meiner Frau sind anscheinend kleine Krebszellen nach der OP übrig geblieben, die sich dann wieder in dieser Gegend fesgekrallt haben.
Von einer anschließenden Chemotherapie damals nach der OP wurde abgeraten, wo nichts mehr ist, kann nichts therapiert werden.
So hieß es damals.
Als dann der Tumor fast ein Jahr später erneut auftauchte, ging es natürlich mit der Chemo.
Ich frage mich oft, ob eine vorbeugende Chemotherapie damals doch die restlichen Krebszellen zerstört hätte.
Aber Ärzte wissen schließlich alles besser wie wir Laien.
Du fragst ob ich Leere im Kopf verspüre?
Ich bin überall nur noch ausgebrannt und leer, ich komme mir immer vor wie auf der Flucht, ständig Angstgefühle und es schnürt mir die Luft ab.
Ich bin unkonzentriert und zeige kaum noch Intersse an schönen Dingen,
es geht nur noch um diese Krankheit, das zerstört mich auch.
Ich bin fahrig in meinen Bewegungen und lasse öfters mal was fallen.
Da ich schon über 7 Wochen ganz alleine bin, lasse ich so manches schleifen,
es wird nur das nötigste gemacht, Staubwischen gehört da bestimmt nicht mit zu.
Wenn ich mir vorstelle das es so den Rest meines Lebens weitergehen soll.....
Wer es nur von außen betrachtet, kann sich diese Qualen bestimmt nur sehr schlecht vorstellen.
Wir müssen damit zurecht kommen.
Mit einer Psychiaterin im Krankenhaus habe ich auch schon gesprochen, aber das mache ich nicht nochmal.
Das ist fürchterlich gewesen, sie wollte immer wissen wie es nach dem Tod meiner Frau weiter gehen soll und ob ich mir das schon vorstellen könnte.
Da quassel ich lieber leise alleine vor mich hin und weine wenn ich es nicht mehr aushalte.
Ich wünsche Dir und Deiner Mutter alles Gute und Dir viel Kraft das alles durchzustehen.