AW: Adenokarzinom inoperabel
Liebe Rena, liebe Conny, liebe Ariadne, liebe Mariesol, liebe alle Anderen,
heute war ein richtig schöner Tag! Es war gar nichts besonderes, aber die Sonne schien und es war "warm". Immerhin 15 Grad. Unser Platz ist noch geschlossen, einfach alles viel zu nass, aber die Übungsmöglichkeiten sind geöffnet. Klar, dass ich da war. Üben ist ja auch nötig.
Leute, es ist kaum zu glauben, wie sehr der Mut steigt, wenn die Sonne scheint. Heute habe ich die ersten Krokusse gesehen. Das ist für mich wie ein Sieg! Wieder ein Winter geschafft! Natürlich begleitet von der Angst, werde ich die Krokusse noch ein Mal sehen? Nun ist als nächstes die Kirschblüte dran und dann die Kirschen, diese tollen Kirschen, von denen man träumen kann. Die möchte ich so gerne erleben, die möchte ich pflücken.
Liebste aller Michaelas,
ja die Frohsüßchen. Natürlich erinnere ich mich. Besonders daran, dass Schnucki es war, die die Einzelnachricht gewonnen hatte, die ich so gerne bekommen hätte. Sie war einfach schneller. Wie auch heute wieder.
Richtig, liebe Astrid, es ist 3 Jahre her. Wenn ich dann daran denke, dass ich das Glück habe, nun schon mehr als 3 Jahre überlebt zu haben, denke ich, dass es doch schön gewesen wäre, wenn ich gewusst hätte, dass ich es so lange schaffe, die Angst wäre während der Zeit geringer gewesen. Man weiß eben nicht, wie viel Zeit bleibt.
Wir beide, liebe Michaela haben ja darüber gesprochen.
Lieber Tom,
aber keineswegs werden die Herren hier vergessen! Im Gegenteil, ich finde ihr könntet euch durchaus ein bißchen breiter machen.
Liebe Gitta,
nicht mehr alles lesen, ist richtig. Tue ich auch nicht. Ich kann ganz einfach nicht unendlich viele Schicksale ertragen. Du weißt ja, wie weh es tut, wenn wir einen von uns Betroffenen verlieren und es sind schon so viele, wenn dann auch noch die von den Angehörigen dazukommen, wird es noch härter. Ich denke da an so viele, mit denen ich mitgelitten habe. Tinchens Mann, Astrid Mutter, Lissis Peter, Gwendas Peter, Annikas Mama, Julianes Mama und viele, viele mehr. Dann bin ich eben arrogant, ich kann es nicht ändern, aber da muss ich mich selbst schützen. Mein Ende wird ähnlich aussehen wie bei all den anderen. Das muss ich mir nicht ständig reinziehen. Das kann ich nicht ertragen.
Ich hoffe sehr, liebe Gitta, dass es bei Dir bald besser wird und das wird es.
Euch allen hier, den Nesthocks und den Randgucks ( Regina Du fehlst so unendlich)
ganz liebe Grüße
Christel
Geändert von mouse (19.03.2010 um 00:04 Uhr)
|