AW: Kann es nochmal besser werden?
Liebe Birne, die Palliativeinheiten sind speziell darauf eingerichtet, Menschen zu betreuen, deren Krebserkrankungen auf anderen Stationen nicht genügend behandelt werden könnten. Hier steht nicht die Chemo bzw. Bestrahlung im Vordergrund, sondern das Lindern von belastenden Symptomen wie Atemnot oder starke Schmerzen.
Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Dein Mann nocheinmal nach Hause kann. Die Palliativmediziner haben heute eine ganze Menge Möglichkeiten, starke Schmerzen zu lindern. Man kann z.B. verschiedene Medikamente miteinander kombinieren, dazu gehören auch solche, die eigentlich gegen Depressionen eingesetzt werden.
Viele Palliativstationen arbeiten mit ambulanten Palliativdiensten zusammen, so dass die Patienten nach Hause verlegt werden können. Die Ärzte bzw. Schwestern der Station geben Dir sicher gern Auskunft, wie dies bei Euch organisiert ist.
Palliativstationen haben im Vergleich zu anderen Bereichen mehr Mitarbeiter, sie alle mussten Zusatzausbildungen absolvieren, um dort tätig zu sein.
Liebe Birne, ich möchte Dir einen herzlichen Gruss und ein großes Kraftpaket auf die Reise schicken. Es ist gut, dass Du heute nacht nicht allein bist und ich wünsche Dir, dass das Krankenhaus nicht anruft.
Tschüß!
Elisabethh.
P.S. Bisher bin ich in Eurem Faden eher ein stiller Mitleser gewesen.
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