Lungenkrebs - Ärztefehler bei sprunghaftem Anstieg des GRP kei Breitbandantibiotikum
Liebe Forum Leser,
habe zwei Fragenbereiche:
1. Bitte mir zu dem dargestellten Sachverhalt medizinisch Auskunft zu geben. Hätte meine Mutter den ersten Infekt überleben können, wenn direkt am Mittwoch, dem 31.03. ein gutes Breitbandantibiotikum gegeben worden wäre?
2.Kann man Krankenakten mit gesamten Verlauf in Kopie erhalten? Sind die Akten 2 Wochen nach dem Tod fingiert, wenn man einen Ärztefehler vermutet?
Sachverhalt:
Bei meiner Mutter war es nämlich so, dass sie aufrechten Ganges am 26.03ins Krankenhaus schritt. Die Ärzte erzählten bis Gründonnerstag 01.04., sie hätte einen Harnwegsinfekt und eine kl. Lungenentzündung allerdings nichts Lebensbedrohliches.
Am Di 30.03. bei der Chefvisite bei der ich anwesend war hieß es noch, sie solle sich keine sorgen machen und überhaupt, was sei das denn für eine Lebensqualität, wenn man täglich daran denkt, dass man sterben könnte. Die Erkrankung wäre ja seit Juni 2009 bekannt und es habe sich jetzt aktuell nichts ergeben aufgrund dessen, meine Mutter besorgt sein müsse.
Am Gründonnerstag. 01.04 wurde mir gesagt, dass das Antibiotikum umgestellt werden müsse, da es nicht so angeschlagen hat, wie es sollte. Ich bräuchte mir aber keine Sorgen machen, solle ruhig über Ostern nach Hause fahren. Ich wohne in Berlin meine Mutter in Nordrhein-Westfalen.
Am Karfreitag hatte meine Schwägerin Auffälligkeiten in der Krankenakte (im GRP) entdeckt, denen nicht hinreichend nachgegangen wurde. Der GRP ist ein Wert an dem Ärzte den Entzündungsstand im Körper messen. Dieser war explosionsartig hoch auf 36. Bei der Aufnahme lag er bei 7. Erst nachdem meine Schwägerin mit der beh.Ärztin gesprochen hatte und ich am Samstag zunächst telefonisch mit einem wieder anderen beh. Arzt sprach, wurde versucht herauszufinden, warum die Entzündungswerte so hoch waren. Ohne Erfolg.
Erst am Samstag, dem 03.04. stellte man sicherheitshalber auf ein recht gutes und teures Breitbandantibiotikum um, und gab meiner Mutter Nahrung, da sie seit Mittwoch davor an Durchfall litt und seit der Aufnahme im Krankenhaus nichts gegessen hatte. Sowohl Harn als auch Lunge waren seit der Aufnahme im Krankenhaus unverändert, was sich aus einem Röntgenbild und einem Harntest ergab. Warum also waren die Entzündungswerte so hoch? Trotz meiner Anwesenheit ab Samstag, dem 03.04. im Krankenhaus, konnte ich über die Osterfeiertage nichts ausrichten. Jeden Tag wechselnde Ärzte. Keiner der uns aufklärte oder das Gespräch suchte. Krankenschwestern, die sich kontrolliert vorkamen.
Es gab am Di, dem 06.04. vom Chefarzt den Hinweis, dass die Lunge bei meiner Mutter neben der Erkrankung 06/2010 bis April 2010 auch noch zusätzlich eine chronische Bronchitis aufweise und die Lungenentzündung die Ursache für ihren bevorstehenden Tod sein wird. Am Mi, 07.04. haben wir der Verlegung unserer Mutter auf die Palliativstation zugestimmt. Hier wurde sie gut palliativ versorgt, wir wurden gut seelsorgerisch vom Palliativmediziner begleitet. Sie ist am Do, dem 08.04. nach der Krankensalbung und in Anwesenheit ihrer drei Kinder friedlich verstorben.
Dennoch bleibt der Gedanke hätte sie den ersten Infekt überleben können, wenn direkt am Mittwoch, dem 31.03. ein gutes Breitbandantibiotikum gegeben worden wäre?
Floh
Geändert von floh2010 (23.04.2010 um 14:46 Uhr)
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