AW: Beamte - Dienstunfähigkeit - wie lange?
Hallo Scharon,
bei mir war es so (auch Landesbeamtin und Lehrerin):
Bei der Ersterkrankung im Jahre 2000 (mit 50) hatte ich als Therapie "nur" OP und Bestrahlung und eine sehr gute Prognose, aber anschließend erhebliche Komplikationen verschiedener Art. In diesem wortwörtlich "besonderen Fall" wurde meine Krankschreibung von der Amtsärztin auf insgesamt 18 Monate ausgedehnt und dann stieg ich analog des Hamburger Modells wieder ein.
Im Jahre 2006 - nach einer Metastasierung - war ich 16 Monate "krank", um dann entgültig in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen. Auch diese 16 Monate kamen nur zustande, weil ich mindestens die Hälfte davon zwecks Diagnosestellung in Krankenhäusern war.
Mich hat aber keinesfalls der Schulleiter gefragt, wann ich wieder gesund wäre, sondern die Angelegenheit wurde allein vom zuständigen medizinischen Dienst bestimmt und bewertet. Für den Schulleiter kann das ja nur von Interesse sein, weil er den Stundenplan entsprechend gestalten möchte. Insofern würde ich mir an Stelle deiner Frau keine Angst einjagen lassen, so als würde der Schulleiter mit seiner Frage beabsichtigen: "Wann kommen Sie denn endlich wieder, langsam müssen Sie doch wieder gesund sein." Wenn sich deine Frau noch nicht dienstfähig fühlt und gerade von der AHB kommt, muss sie das auch äußern und ich glaube, dass das auch akzeptiert wird. Nicht nur eine Antihormontherapie kann schlauchen, sondern auch alleine die Krebsdiagnose ist sehr belastend. Als Lehrerin ist man zudem noch viel stärker gefordert als in einem Schreibtischberuf.
Karin
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