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Alt 14.06.2010, 16:42
Siegi Siegi ist offline
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Standard AW: Beamte - Dienstunfähigkeit - wie lange?

Hallo Scharon,
ich bin auch Beamtin und Lehrerin und im Oktober 08 an BK erkrankt. Ich hatte keine Chemo, nur die AHT und war - auf Anraten meiner super verständnisvollen Chefin - das ganze restliche Schuljahr krank geschrieben. Das ging völlig problemlos und ich war seeeehr froh, in dieser Situation verbeamtet zu sein. Dieses knappe Jahr zu Hause habe ich genutzt um mir eine neues "Gesundheitskonzept" für mein Leben zurechtzulegen, mit dem ich mich nun so sicher fühle, dass ich wieder guten Mutes arbeiten kann.
Ich würde deiner Frau ganz dringend raten, sich einfach die Zeit zu nehmen, die sie wirklich braucht, bis sie sich fit genug fühlt, wieder vor eine Klasse zu treten. Stress ist ja nun das, was man in der BK-Therapie überhaupt nicht brauchen kann. In dieser Situation kann man den Beamtenstatus wirklich ausnahmsweise mal "genießen", finde ich, wenn man eh schon mit so einer Sch.... krankheit konfrontiert ist.
Ich glaub nicht, dass es da irgendwelche Fristen gibt. Und sollte der Onkologe oder Gynäkologe nicht mehr krankschreiben wollen, dann reicht bestimmt auch der Psychologe, der bestätigt, dass deine Frau der Situation in der Schule noch nicht gewachsen ist.
Übrigens bekommt sie in der Schule ja auch eine Stundenermäßigung aufgrund ihrer Schwerbehinderung und hat auch sonst noch einige Vergünstigungen.
Vielleicht kann sie ja auch mit reduzierter Stundenzahl wieder einsteigen. Aber ein ganzes Jahr Auszeit bei all den Therapien ist ja wohl Minimum.

Alles Gute für deine Frau und sie soll sich ja nicht drängen lassen!
LG, Siegi
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