Hallöle,
schneie mal hier rein u. erzähle kurz wie bei mir der Gen-Test gelaufen ist:
Getestet wurden BRCA1 u. 2; zweimal negativ. O=Aussage der Humangenetikerin (ich zitiere):
"Eine negative Testung bedeutet nicht, dass keine genetische (bzw. vererbte) Veranlagung für BK vorliegt. Die Wissenschaft kennt von ca. 2.500 verdächtigen Genen lediglich 2 (jetzt 3), die derzeit für das Auftreten von BK verantwortlich gemacht werden können".
"Bei der Beurteilung des Erkrankungsrisikos ist unabhängig von BRCA1 u. 2
immer die familiäre Konstellation zu berücksichtigen. Maßgebend ist das Erkrankungsalter u. der Krankheitsverlauf der betroffenen Familienmitglieder". "Eine negative Testung auf BRCA 1 u. 2 heißt nicht, dass eine BK-Erkrankung ausgeschlossen ist".


Diese Mitteilung hat man mir im Übrigen auch schriftlich gemacht.
Auf meine Frage, warum ich den Test dann überhaupt gemacht habe, bzw. sich mir der Sinn dieses Testes nicht erschließt, sagte mir die Ärztin, dass bei einer Positiv-Testung von einer 70-80% Wahrscheinlichkeit einer BK-Erkrankung ausgegangen werden könne. Bei Frauen wie mir, in deren Familie 4 Frauen in gerader Verwandschaftslinie vor dem 50. Lebensjahr an BK erkrankt waren/sind und in allen Generationen auch andere Krebsarten aufgetreten sind, ist trotz negativer Testung von einer erblichen Belastung auszugehen.
Für alle anderen Frauen heißt eine Negativ-Testung, dass sie die "gleiche Wahrscheinlichkeit" haben an BK zu erkranken, wie der "normale" Teil der weiblichen Bevölkerung. Also dass das relative Erkrankungsrisiko bei ca. 25 % liegt.
Für mich konkret hat man aufgrund der familiären Situation trotz Negativ-Testung ein erneutes Auftreten des BK bei 67 % ausgerechnet und mich als High-Risk-Patientin eingestuft u. mich in ein entsprechendes Programm aufgenommen.
LG Chris