Ein nettes "Guten Abend" an alle,
heute endlich möchte ich mich auch mal wieder melden. Sind ja nun schon 7 Wochen her, dass ich hier geschrieben habe.
Wie im letzten Beitrag von mir erwähnt, musste wieder operiert werden. Am 05.07 war es soweit. Man sagte mir hinterher, dass Folgendes aufgrund des Neubefalls gemacht wurde:
- Resektion der kleinen Magenkurvatur
- Leberteilresektion der Segmente 5 und 6
- Entfernung von Lymphknoten, zwei davon waren befallen
- teilweise Entfernung von Metastasen aus dem Peritoneum
Es konnte aber nicht alles entfernt werden, so dass sowohl an der Leber als auch am Peritoneum noch Reste vorhanden sind.
Leider ging es mir nach der OP eine Woche lang gar nicht gut. Obwohl ich nichts zu essen bekam, musste ich mich oft übergeben. Getrunken hatte ich auch erst ab 3. Tag ab und an kleine Schlucke Wasser, was ich aber dann aufgrund des Erbrechens habe sein lassen. Nach einer Woche haben sie mir eröffnet, dass sie ein weiteres Mal operieren müssen, aber das war mir eigentlich schon egal. Hauptsache die K.... hat dann ein Ende. So wurde eine Gastroenterostomie nach Roux-Y durchgeführt.
Danach musste ich mich auch wirklich nicht mehr übergeben. Nach weiteren 1 1/2 Wochen habe ich gedrängt, entlassen zu werden, auch wenn ich noch nicht so bewegungsfähig war. Ich hielt es einfach nicht mehr aus da, denn ich hatte ich die heißeste Zeit des Jahres für meinen Krankenhausaufenthalt erwischt. Und das war sehr belastend, wenn man da an Schläuche angeschlossen ist und somit nicht das Bett verlassen kann, um sich vielleicht mal etwas frisch zu machen. Ich habe vielleicht geschwitzt die ganze Zeit. Nun, das ist Geschichte und wenn ich das hier so niederschreibe, sehe ich das alles auch schon wieder viel entspannter.
Die Ärzte haben dann empfohlen, dass sie mich nach Berlin ans Virchow- Klinikum(Prof. S.) vermitteln wollen, damit ich evtl. in eine Studie reinrutsche. Inzwischen hat es auch geklappt und ich war schon zwei Mal da. Am Mittwoch bekomme ich dort die erste Chemo (wieder Carboplatin/Taxol) und das neue Mittel in Tablettenform, welches ich dann täglich einnehmen muss.
Noch bin ich körperlich nicht ganz wieder hergestellt, aber ich hoffe, dass ich die Chemo wie beim letzten Mal relativ gut vertrage. Mir fehlt noch etwas Gewicht. Habe wieder 7 Kilo abgenommen und wiege so zwischen 52,5 bis max 53 kg bei 1,73m Größe. Aber aufgrund der zweiten OP kann ich nur noch ganz wenig essen und trinken. Ich müsste eigentlich mind. 5 kleine Mahlzeiten am Tag einnehmen, aber das schaffe ich nicht. Bin schon froh, dass ich drei einhalten kann und auch da passiert es mir, dass ich mal "einen Bissen" zuviel zu mir nehme und ich es dann leider wieder rückwärts essen muss. Hoffe nur, dass es mir während der Chemo nicht auch noch schlecht geht diesbezüglich, denn noch mehr kann und möchte ich nicht abnehmen. Ich gefalle mir ja selber schon nicht mehr, weil ich so dünn bin.
Hat vielleicht jemand von Euch auch schon eine Gastroenterostomie nach Roux-Y gehabt und kann mir berichten, ob sich das noch mal bessert mit dem Essen ?
Nun schaue ich optimistisch der Chemo entgegen, weil ich überzeugt bin, das sie wie beim ersten Mal gut wirkt.
So, das soll es gewesen sein.
Ich wünsche allen morgen einen guten Wochenstart in eine Woche mit stabilem gesundheitlichem Zustand oder denen, den es nicht so gut geht, mit kleinen Schritten der Besserung.
Nette Grüße....Gabi