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Alt 21.08.2010, 18:28
susaloh susaloh ist offline
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Standard AW: Tamoxifen - eingeschränkte Wirkung und unerwünschte Nebenwirkung

Hallo vido,
zum Thema "scheinbar keine Eierstockfunktion mehr" kann ich was beitragen, siehe diesen alten thread.

http://www.krebs-kompass.org/forum/s...ad.php?t=42516

Ist natürlich ein Extremfall und eine Verkettung unglücklicher Umstände, aber klar wird, dass man den Switch nur angehen darf, wenn 100% sicher ist, dass die Eierstöcke ihre Funktion wirklich eingestellt haben. Wenn bei dir der Östrogenspiegel angestiegen ist, ob nun aufgrund der ZYste oder nicht, ist dies wohl nicht der Fall, denn woher soll das Östrogen denn kommen!

Meine Frauenärztin ist das zu leichtfertig angegangen, mein Onkologe schüttelt noch immer jedesmal den Kopf, wenn er meine Akte liest. Sie hätte wohl noch längerfristiger und vielleicht häufiger den Hormonstatus überprüfen müssen.

Ich habe mehrfach gesagt, dass ich meine Eierstöcke rausnehmen lassen wollte, zum einen wegen der besseren Wirkung der Aromatasehemmern, dann auch wegen des bei mir vorhandenen familieären Risikos, Eierstockkrebs zu bekommen, und schließlich, weil ich gelesen hatte, dass bei meiner Brustkrebsart eine Metastasierung in den Eierstöcken möglich wäre. Jeder Arzt, den ich danach gefragt habe (mindestens 5), hat versucht mir das auszureden. Hier in Deutschland wollen sie einfach nicht gesunde Eierstöcke herausnehmen. Im Nachhinein ist nun ja klar, dass es bei mir eine superleichte OP (trotz Metastasen) war, von der ich mich blitzschnell erholt und null Nachwirkungen habe. Mir war nicht klar, wie hoch bei mir das Risiko eines Rückfalls war - jetzt sagen sie es alle - sonst hätte ich auf die OP bestanden. Bei dir ist dies vielleicht alles ganz anders, aber meine Geschichte zeigt, wie es laufen kann.

Grüße!
Susaloh

Geändert von susaloh (21.08.2010 um 18:31 Uhr)
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