Hallo Sam,
erstmal mein Mitgefühl wegen der Diagnose.
Ich kann die Achterbahnen im Kopf gut nachvollziehen.
Als der Arzt mir nach der Diagnosestellung sagte, sie würden Chemotherapie empfehlen hatte ich Bilder im Kopf von schrecklich ausgemerkelten, blassen, kahlköpfigen Frauen. Ich habe zwei Runden starker Chemotherapien gemacht und ich sah nie so aus, wie mein Schreckensbild.
Was ich damit eigentlich sagen möchte ist, dass es heute so gute Prämedikationen vor der eigentlichen Chemoinfusion gibt, dass man es ganz gut überstehen kann. Ich habe z.B. nie erbrochen, bei andren ist das anders. Bei der ersten Chemobehandlung 2006 sind mir die Haare nach der zweiten Infusion bereits ausgefallen. Um dem Haarausfall zuvorzukommen habe ich mir bereits bei den ersten Anzeichen eine Glatze rasieren lassen. Bei der zweiten Behandlungsrunde 2009 sind die Haare gar nicht ausgefallen, nur dünner geworden. Es ist je nach Medikament und Frau unterschiedlich.
Was mir geholfen hat war das Buch "Überlebensbuch Brustkrebs" (sehr!!!! empfehlenswert) und dass ich die Chemo als meinen Freund und Helfer betrachten konnte. Mittlerweile weiß man, dass die Haltung gegenüber der Therapie sich auf die Verträglichkeit auswirkt. Natürlich ist die Therapie ein heftiger Eingriff und Du wirst auch Nebenwirkungen haben möglicherweise, wahrscheinlich sogar. Aber auch denen ist ganz gut zu begegnen.
Mensch, ich kann gut nachvollziehen, wie Du Dich jetzt fühlst. Lass nicht zu, dass die Angst Deine Seele vergiftet, informiere Dich, vor allem auch hier und realisiere, dass diese Erkrankung kein Todesurteil mehr ist.
Gute Ratschläge, ich weiß.... hey, frag hier einfach alles, was Dich interessiert und auch den Ärzten Löcher in den Kittel.
Von mir mal ein gaaanz dickes
und ein kleines wildes mutiges Tier in Deinem Kopf, das die Angst in Schach hält.
Lieben Gruß
Sousha