AW: Bitte um Rat, meine Frau (38) hat Magenkrebs
Hallo Christian,
ich kann deine Situation sehr gut nachvollziehen und vielleicht macht es dir etwas Mut, was ich dir schreibe. Im August 2010 bekam mein Vater (71) die Diagnose Magenkrebs, Stadium III, Lymphknoten befallen. Er hatte 14 Kilo abgenommen und sah erbärmlich aus, er, der immer super sportliche, dynamische Mensch. Ich hatte keine Ahnung von Krebs und dachte sofort, das schafft er nicht. Der Krebs war schon zu groß und man konnte nicht operieren, also hat man sich für die Chemo entschieden. Erst 3 Zyklen, dann noch 2 hinterher. Ich hatte schon Panik, dass er sich nur übergibt, nur noch apathisch daliegt oder wie auch immer. Das Gegenteil war der Fall, er hat die Chemo super gut hingekriegt, war auch müde, aber ansonsten alles bestens. Nach 10 Wochen hat sich der Tumor sehr verkleinert und dann kam die OP. Nochmals zittern (es war die erste OP in seinem Leben). 4 Tage Intensiv und dann ging es jeden Tag aufwärts. Magen draussen und er kann sogar alles essen. Also entweder hatte er unendliches Glück oder wie auch immer! Fakt ist, dass er jetzt nach einem harten halben Jahr wieder gesund ist und sein Leben neu anpackt. Zunehmen wird er wohl nicht mehr, aber wir sind schon glücklich, dass er wieder essen kann und optimistisch in die Zukunft schaut. Er hat übrigens während der ganzen Zeit nur normale Vitamin-Zusatzpräparate erhalten, keine Pilze oder irgendwelche Homöopathie.
Das wichtigste was du für deine Frau tun kannst, ist, ihr zu zeigen, wie wichtig sie dir ist, wie sehr du sie liebst und brauchst.
Das wichtigste bei einer Krebserkrankung ist definitiv die Liebe, die ein Patient spürt. Das gibt kraft und Hoffnung für das Weiterleben. Mein Vater hat das mehrmals zu mir gesagt, ohne mich hätte er das nicht geschafft. Meine Mutter war eher hilflos und apathisch in dieser Zeit.
Alles erdenklich Gute für deine Frau.
LeonaAnn
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