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Alt 29.12.2010, 15:56
ammi ammi ist offline
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Registriert seit: 28.12.2010
Beiträge: 21
Standard AW: Wie geht man damit um?

liebes wölkchen!
das mit deinem papa tut mir unendlich leid. wenn die eigenen eltern betroffen sind, ist das alles ja irgendwie nochmals schlimmer (bei meinem papa wurde letztes jahr weit fortgeschrittener prostata-krebs diagnostiziert, wir mussten auch kurzzeitig dolle um ihn bangen, aber glücklicherweise geht es ihm inzwischen besser, weil es gerade noch rechtzeitig festgestellt wurde, auch wenn er immer noch nicht geheilt ist. deshalb kann ich mir annähernd vorstellen, wieviel intensiver sich das anfühlen muss, wenn die "ganz" eigene familie betroffen ist. es ist ja so schon kaum auszuhalten)
was du schreibst, dass man es kaum ertragen kann, die zuversicht des betroffenen und auch der familie aushalten zu müssen, kann ich gut nachvollziehen. deinem papa geht es ja sogar körperlich schon gar nicht mehr so gut und dennoch ist da der feste glaube, alles wird gut gehen. es ist schon erstaunlich, wie die psyche mit solchen "notsituationen" umgeht. aber vielleicht ist das ja auch gut so, vielleicht würden sie sonst nicht durchhalten können. vielleicht ist ja auch irgendwo tief drinnen doch die gewissheit, dass es nicht mehr lange gehen wird und sie wollen uns, also die familie, vor diesen negativen gedanken schützen. ich wünsche dir und deiner familie auch ganz viel kraft

liebe tischlerin,
du hast recht, man darf den kranken nicht auf seine krankehit reduzieren. vielleicht passiert mir/uns das manchmal, und wenn nur in gedanken. obwohl wir natürlich immer bedacht sind, alles so normal und alltäglich wie möglich zu gestalten. dass dein bruder verstorben ist, tut mir sehr leid. und was du schreibst, dass dieser glaube der betroffenen sie quasi noch am leben hält, ist sicher auch richtig. aber es ist einfach so schwer zu ertragen!! andereseits stimmt es natürlich, was soll man die ganz zeit an den tod denken und daran, dass man vielleicht bald sterben wird. das würde ja überhaupt auch niemanden weiter bringen. es ist schon eine scheiße, dieser blöde krebs..vielen dank übrigens für den link. hat mir einige gute, neue gedanken gebracht!

liebe fraunachbarin,
auch dir und deiner familie wünsche ich ganz viel kraft. es ist gut zu lesen, dass es auch anderen betroffenen ähnlich geht. und was du schreibst, dass die kranken das gemeine gesicht der krankheit noch früh genug kennen lernen ist wohl wahr. man sollte es ihnen solange wie möglich erparen...es ist nur schade, dass man selbst nicht davor verschont bleibt und ewig diese fürchterlichen gedanken mit sich rum trägt. ich wünschte, ich könnte das auch alles besser verdängen!

euch allen vielen dank für eure worte
liebe grüße, ammi
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