AW: Wie geht man damit um?
Liebe ammi,
es tut mir sehr leid für Deine Familie und für Dich und ich wünsche Euch viel Kraft auf Eurem Weg.
Letztlich ist es so, wie fraunachbarin schreibt, denn irgendwann kommt unweigerlich der Punkt, an dem die Betroffenen realisieren, wie ernsthaft ihre Erkrankung sein kann. Und selbst wenn man ihn in Gedanken zumindest teilweise auf die Krankheit reduziert, so finde ich ich, dass dies in jedem Fall menschlich ist. Denn natürlich kreisen die Gedanken irgendwie ständig um weitere Neuigkeiten, Therapiemöglichkeiten, Arztberichte, etc. Aber im Umgang miteinander ist es uns bei der Krankheit meiner Mami immer wieder gelungen, den Alltag im Auge zu behalten. Ihre Enkel haben sie gesprochen und gesehen, sie hat sich in Telefonaten selbst nach ihnen erkundigt, wir haben wie vorher auch regelmäßig über politische Themen gesprochen und auch gelästert und sogar einige Tage vor Ihrem Tod in den Urlaub gefahren, weil sie es genau so wollte. Aber wir sind auch bewusster miteinander umgegangen, haben uns deutlich gemacht, wie wichtig es ist, beisammen zu sein, auch wenn man nicht vor Ort ist.
Herzliche Grüße und das Bestmögliche für das neue Jahr
ulphin
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