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#1
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Hallo, ich brauche Trost und Rat, denn ich fühle mich allein und hilflos.
Mein kleiner Sonnenschein. Annelie 5 Jahre, lebt nicht mehr. Sie musste gehen völlig sinnlos und überflüssig. Zurück bleibt nur die Angst vor dem Wie geht es weiter. Vor 1 1/2 Jahren erkrankte sie an einem Hirntumor. Menschen , die Krebs haben , wissen was man da durchmachen muss. Operation,Chemo mit allen Nebenwirkungen. Trotzdem war sie so ein fröhliches Kind und so stark. Nach meiner Verzweifelung über die Krankheit, habe ich mir gesagt, wir kämpfen dagegen und wedrden siegen. Dann im Frühjahr der Rückfall . ein neuer Tumor. Wieder OP, dann noch eine Not-OP ( Shunt). Die Schmerzen und des Leid des Kindes zu sehen zerriss mir das Herz. Dann Metastasen an der Wirbelsäule.Doch wir geben nicht auf. Dann Strahlentherapie und endlich haben wir eine Zukunft. Der Krebs ist weg!!!! Ich habe mein Kind genommen und bin in eine ganzheitliche Krebsklinik und habe mein Kind versucht wieder aufzubauen, körperlich und geistig. Wir haben eine Immuntherapie und vieles mehr gemacht. Das war die beste Entscheidung. Leider zahlen die Krabkenkassen ja nicht. Dann zurück im Krankenhaus. Alle waren erstaunt, wie gut es ihr ging, tolle Blutwerte,und kein !!!! Anzeichen auf Tumorwachstum. Totaler Glückszustand. Die Ärzte meinten ,um den Zustand auszunutzen, wollten sie eine Chemo- Erhaltungstherapie machen. Ich war skeptisch, da ja Chemo, bei ihr nicht gewirkt hat. Aber wenn die Ärzte es sagen.... Nach der 2.ambulanten Vincristin - Spritze, kam die Katastrophe. Darmversagen, Infektion, Einblutungen, OP, Nierenversagen. 14 Tage später war mein kleines Mädchen tot. Ich konnte nichts tun. Es war nicht aufzuhalten. Sie hat sich so gequält. ich konnte nur Lieder singen und Geschichten vorlesen und sie in meinem Arm sterben sehen. Ich werde die Bilder nicht los. So sinnlos. Sie wollte eine Zukunft. Einen Ranzen mit Katzen und mit den Flugzeug ans Meer fliegen. Nichts kann ich erfüllen. Es ist so hart ,ich lebe nur noch, weil ich einen 9-jährigen Sohn habe, der seine Schwester vermisst und seine Mami jetzt braucht. Ich möchte gern in eine Reha mit meinem Mann und meinem Sohn, wo man uns hilft weiterzuleben. Wer kennt eine gute Adresse, mein Hausarzt konnte mir keine empfehlen. Bitte gebt mir Nachricht.Danke! |
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#2
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Wir wohnen in Braunschweig. Für Infos bin ich dankbar.
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#3
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Hallo Nicole, danke für die Info. Eine ortliche Gesprächsgruppe habe ich schon gefunden. Aber ich suche eine stationäre Rehaklinik, die Familien in solchen Krisensituationen betreut. Ich denke Kurkliniken gibt es viele, die richtige zu finden ist schwierig. Meine Gedanken waren, vieleicht war schon jemand in so einer Kureinrichtung und kann sagen, ob dort die Betreuung gut ist. Ich will hier weg, weg von den konkreten Erinnerungen, erst einmal ein bisschen Ruhe, Nachdenken in einer anderen Umgebung. Wenn jemand etwas weis, bitte meldet euch. Danke.
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#4
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Ich weiss von der Nachsorgeklinik in Tannheim,dass sie seit Neuestem Rehas für verwaiste Familien anbieten..Nov 2001 März 2002 Wir waren dort im Frühjahr zur Reha es war toll und hat uns gut getan ....allerdings kämpften wir zu der Zeit mit der Krankheit und noch nicht mit dem Verlust eines Kindes....
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#5
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Danke Lucia, ich habe im Internet über Tannheim gelesen. Die Nachsorgeklinik behandelt ja zum größten Teil Krebskinder. Wir hatten so einen Rehatermin ja schon mit unserer Tochter in Schönwald. Leider kam es für mein Kind ja zu spät. Ich glaube ich könnte es nicht ertragen, die vielen kranken KInder zu sehen und an das eigene Leid und vor allem an die Qual meiner Tochter erinnert zu werden. Auch wenn es dann Eltern gibt , die ebenfalls ihr Kind verloren haben und man Gesprächspartner findet, gibt es doch mehr Eltern, die Hoffen und Kämpfen um das Leben ihrer Lieben.Dann spürt man um so mehr, dass für uns keine Hoffnung mehr ist.
Trotzdem danke für deine Info. Ich wünsche euch allles alles Gute und aus meiner Erfahrung heraus, kann ich euch nur sagen, bekämpft nicht nur mit der Schulmedizin, sonderen stärkt das Immunsystem, es gibt so viel was man tun kann. Die Gefahr der Folgen der Chemo wird unterschätzt und nur ein starker Körper kann sich erholen. Grüße von Anna |
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#6
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Vielen Dank für deine Mühe. Die Zeit geht schnell, aber heilt nicht. Ein Jahr war um und ich vermisse mein Kind so sehr. ES hilft mir, wenn ich mich zwinge nicht!!! daran zu denken,dann gelingt mir der Tag ganz gut. Ich habe noch einen großen Sohn (10) . Ich möchte das wenigsten ewr etwas glücklich ist, dafür versuchen wir ein " normales " Leben. Ich habe mich hier einen Trauergruppe angeschlossen, ganz in unserer Nähe. Das hat sehr geholfen, gerade in der ersten Schockzeit. Zur REha waren wir im FRühjahr. Leider hatten wir das Pech in eine normale Mutter- Kind - Einrichtung geschickt zu werden ( BfA hat das festgelegt). Es war eine ERholung aber somst auch nichts. Die Ärzte voll dfür geeignet! Ha Ha!! Der behandelnde Arzt wusste nicht mal warum wir da sind und fragte als erstes meinen Sohn. ob er noch Geschwister hätte. Mein Sohnwar total durcheinander und konnte sich nicht beruhigen. Bis ich den Arzt aufgeklärt habe, warum wir da sind. Dann kam nur ein Oh Entschuldigung und das war es . Er konnte nicht mal mit meinen Sohn darüber reden. TRaurig aber wahr.
Aber eigentlich ist das auch egal. Was sollich mich aufregen, ist doch nebensächlich. Am schlimmsten ist es, wenn mich die Leute fragen, wie es mir geht, Dann möchte ich sie anschreien: Wie wohl? Mein KInd ist schließlich immer noch tot!!! Dieser Schmerz sitzt so tief, die wirkliche echte Freude ist fort und man weiß genau nie nie wieder wir d es anders . Der Tag geht , aber die Nacht. Die Ungewissheit , ob es ihr jetzt wirklich gut geht. Ich bin doch die Mutter , ich muss sie doch halten und beschützen. Und gott? Ich will ihn nicht diesen Gott! |
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#7
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Liebe Anna,
nein, die Zeit heilt nicht, sie heilt nie. Nur der Schmerz verändert sich, dieser bohrende, alles zerreißende Schmerz, der wird etwas weniger. Doch Anna, deiner Annelie geht es gut. Sie friert nicht, sie hat keinen Hunger, sie braucht nichts zu trinken. Du glaubst es nicht? Wo ist das Problem? Frage sie doch! Stelle alle deine Fragen, die du hast, an sie selbst. Bitte um Antworten; egal in welcher Form, einfach nur um Antworten bitten. Du wirst sie bekommen! Achte auf die Zeichen, die Annelie dir schickt. Nein, ich bin weder esotherisch veranlagt noch hab ich eine Meise. Aber ich glaube fest an Zeichen von Verstorbenen. Wir übersehen sie nur immer wieder. Also, liebe Anna, geh mit offenen Augen durch den Tag und du wirst Antworten erhalten. Hast du vielleicht einen lieben Verstorbenen, an dem du sehr gehangen hast? Bitte diese Person, auf dein Kind acht zu geben, auf ihm aufzupassen und dir über sein Befinden Auskunft zu geben. Anna, werde sensibel für Nachrichten! Dass die Kur ein Reinfall war, ist natürlich schlimm. Da hätte ich dir wirklich etwas Besseres gewünscht. Ja ja, die Leute, die immer so viele dumme Fragen auf Lager haben. Klar geht es dir nicht gut, klar ist dein Kind immer noch tot. Aber Menschen sind leider so. Sie meinen es ja nicht böse, sie sind mit der Situation einfach überfordert. Versuche nachsichtig zu sein; antworte knapp, aber ehrlich. Leider werden dich einige dann gar nicht mehr ansprechen, aber vielleicht willst du ja gerade jetzt keinen Kontakt. Liebe Anne, du willst ihn nicht, diesen Gott. Kann ich verstehen, schließlich glaubst du ja, er wäre Schuld an Annelies Tod. Glaub mir Anne, Gott weint über jedes Kind, dass so früh die Erde verlassen musste. Gott breitet aber auch seine Arme aus und nimmt jedes Kind sofort in den Himmel auf. Das Schicksal hat grausam bei dir zugeschlagen, schlage nicht auch noch die Tür zum Herrgott zu. Er ist es nämlich, der dir Trost bringen wird. Warte nur ab! Alles Liebe und Gute, ich werde für dich beten! |
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#8
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Danke für diese Worte, sie tun so gut. ES ist schön, wenn jemand so einen Halt haben kann. Weißt du , ichwar mein ganzes Leben unsicher , ob es nun diesen Gott gibt oder nicht. Dann ist man mit dem Alltag beschäftigt und ich habe gesagt, ich glaube an das Leben und das die Wege , die es mich leitet. Aber dann war wieder die Frage nach Gott da und insgeheim , habe ich gedacht , dass er mich doch begleitet. mein großer Sohn hat auch eine schwere Krankheit. Ich habe nie gejammert , mich nicht beklagt über das Schicksal des Kindes. Ich habe gedacht mit Mut und Kraft und Zuversicht wird alles gut. Dann wurde Annelie krank und die Welt brach ein. Dann habe ich wieder gedacht mit Mut und Kraft und Zuversicht. Er wird schon helfen. In der Krankheit ging es auf und ab. DAnn war sie totkrank. DAnn wirkte die Strahlung und der Krebs war fort. Ich war dankbar. DAnn der Einbruch. Die letzte Chemogabe hat ihren Körper zerstört. Es war ein Moment an dem wir nicht damit gerechnet haben. Sie lag im KOma und ich habe Gott angefleht, ich habe ihn nicht um Gesundheit angefleht, nur um ein Zeichen. Bitte zeige mir den Weg. Plötzlich ging es ihr besser, sie schien sich zu erholen. Ich hatte Kraft und habe geweint, ich habe GOtt gedankt und habe endlich geglaubt Es gibt ih n doch, er ist bei mir, DA waren wieder MUt und Hoffnung. Dann zwei Tage später ein schwerer Rückfall, sie ist mir an meinem Herzen gestorben. Das Sterben dauerte 1 Woche. Nie weider werde ich das los. und auch nicht denn Gott , der hoffen lässt und dann so grausam richtet.
Ich suche immer Zeichen von ihr, ich finde sie nicht. Voll Neid habe ich andere gehört , die ihre Kinder spüren , die träumen....Sie ist so fern. Nur meine Liebe , die geht über Zeit und Raum und ich hoffe sie spürt sie und es geht ihr gut. Ich wünsche allen Gesundheit und schöne Weihnachten |
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#9
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Liebe Anna!
Du sagst, deine Liebe geht über Zeit und Raum! Sei gewiss, dein Kind wird sie spüren. Und auch Du kannst die Antworten und die Zeichen sehen. Wie mein Vorgänger, Gast, schon schrieb. Sie begleiten uns weiter, unsere Lieben. Auch ich war nie esotherisch veranlagt. Trotzdem glaube ich nun fest an das Universum ( Gott, Göttin oder wie auch immer man das nennt) seine Engel und heiligen Geister. Nach dem Tod meines Mannes habe ich diesen Kontakt erfahren dürfen. Ich denke, ich kann deine Trauer ein wenig nachvollziehen. Meine Nachbarin, eine alte Dame von 84, sagte mir mal: Der Verlust eines Mannes kommt vom Herzen, der Verlust eines Kindes aus dem Herzen. ( Sie hat beide Kinder verloren, eins als Kleinkind, einen im Erwachsenenalter. Ihr Mann starb vor drei Jahren ) Ich denke mir, das trifft es. Ich habe nach dem Tod meines Mannes einen Text geschenkt bekommen. Ich möchte ihn hier nicht in aller Länge abschreiben. Nur zwei Textpassagen sind es, die ich Dir schreiben möchte: ******************* Ich denke manchmal: warum Du und nicht ich? Wirst Du vielleicht dort, wo Du jetzt bist, für eine wichtige Aufgabe gebraucht? Ich mag nicht glauben, daß die Reihenfolge, in der wir die Welt verlassen, willkürlich gestaltet ist. *************** Ist es nicht ein schöner Gedanke, daß unsere Lieben vielleicht wirklich dort ganz drimgend gebraucht werden? ********************* Ich weiß nicht recht, was ich von dem Wort Wiedergeburt halten soll, bin aber sicher, daß wir uns eines Tages wiedersehen. Wenn das mit Wiedergeburt gemeint ist, glaub ich an sie. Bis dahin wünsche ich Dir eine schöne Zeit, Wo immer Du auch bist. ********************** Sei gewiss!!! Wir werden sie wiedersehen. Wir müssen an diesen Schicksalsschlägen wachsen, damit wir unsere Aufgaben hier auf Erden erfüllen können. Und im Universum ist ein Erdenjahr nur ein Wimpernschlag. Deine Kleine wird also gar nicht so lange warten müssen. Denke immer daran: Sie begleiten uns wirklich! Und Sie wird sich über jeden Sonnenstrahl in deinem Herzen freuen!!! Ich umärmel Dich ganz fest in Gedanken und werde deine Engel bitten, Dir zu helfen. Bitte auch Du darum. Sie sind dafür da, uns zu begleiten und möchten nur gebeten sein! Auch Dir eine schöne Weihnacht soweit Du es kannst. Auch für deinen Sohn und deinen Mann alles Liebe. Auch für diese beiden ist es keine leichte Zeit. Ina |
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#10
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Liebe Ina,
ich kenne den Spruch, den Du aufgeschrieben hast, anders. "Ein Mann stirbt von der Seite, ein Kind aus dem Herzen". Ein Kind zu verlieren, ist das Schlimmste, was einem Menschen in seinem Leben passieren kann. Als Betroffene weiß ich, wovon ich rede. |
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#11
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Hallo Karin!
Im Grunde besagt der Spruch beide Male das Selbe. Und ich kann mir denken, daß es schlimm sein muß, ein Kind zu verlieren. Ich möchte keines meiner Kinder missen. Und trotzdem ist es so, unsere Lieben begleiten uns. Darum ging es mir eigentlich. Zu wissen, dass sie da sind und wir uns wiedersehen. Ich jedenfalls ziehe aus diesem Wissen viel Kraft. Auch wenn er mir gerade in dieser Weihnachtszeit sehr fehlt und meine Sehnsucht nach ihm sehr stark ist. Liebe Grüße Ina |
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#12
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Liebe Anna
Ach, ich umarme dich. Ich habe selbst meine Tochter verloren und kenne diesen Schmerz und diese Verzweiflung, die du erlebst. Ich habe damals Gott gebeten: Nimm mich und lass sie leben! Nun bin ich selbst an Krebs erkrankt. Es ist im März "schon" 8 Jahre her, dass sie gestorben ist, aber der Schmerz und die Sehnsucht sind geblieben. Auch ich habe lange nicht geträumt von ihr und wünschte es mir doch so sehr. erst als der Schmerz etwas leiser geworden ist hatte ich einen Traum, in dem sie vorkam. Habe Geduld mit dir. Wir tragen unsere Kinder für immer im Herzen. Es ist nicht fair, dass sie vor uns gehen mussten. Frage nicht "Warum?", sondern frage "Wozu?" Dieser Schmerz wird dich wachsen lassen und du wirst für andere kranke und verzweifelte Menschen eine Stütze sein können. Dieses Geschenk haben uns unsere verstorbenen Kinder da gelassen, ausser den vielen Erinnerungen. Ich fühle mit dir, liebe Anna! Ganz liebe Grüsse Hedi |
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#13
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Liebe Hedi,
ich habe vor 15 Monaten meine einzige Tochter an Krebs verloren. Sie war gerade 26 Jahre geworden. Meine Seele ist immer noch so von Schmerz und Tauer besetzt, dass kein Platz für Anderes ist. Es wäre mir unmöglich, eine Stütze für andere Menschen zu sein, weil ich selbst viel zu sehr leide. Auf die Frage "wozu" finde ich keine Antwort. Es gibt wohl auch keine. Ich wünsche Dir alles Gute Gisela |
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#14
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Liebe Gisela
15 Monate sind für die Trauer um deine Tochter noch viel zu kurz um an andere oder anderes zu denken. Da gebe ich dir wirklich recht.Ich brauchte fast vier Jahre bis der Schmerz etwas nachliess. Dann wurde das Leben erträglicher und das Lachen kam auch wieder. Totzdem verging kein Tag bisher, an dem ich nicht an meine Tochter gedacht habe. Aber nach einiger Zeit lernt man damit zu leben. Was bleibt uns Müttern auch anderes übrig, nicht wahr? Man könnte auch noch sterben, aber das tut man mit dem Tod eines Kindes ja sowieso zu einem guten Teil.Wenn unsere Kinder sterben, stirbt auch immer ein Stück unserer Zukunft. Ich wollte nicht besserwisserisch klingen, entschuldige bitte liebe Gisela! Mit der Frage "Wozu?" meinte ich: Irgendwann müssen wir uns wieder dem Leben zuwenden auch wenn es uns völlig sinnlos erscheint, dass unser Kind sterben musste. Ich habe mir dann die Frage gestellt, was hätte meine Tochter gewollt? Hätte sie gewollt, dass ich nachsterbe oder lebe? Ich denke, alle unsere Kinder hätten uns das Leben gewünscht und auch dass wir wieder lachen können. Ich weiss aber auch, dass sie es verstanden hätten, dass wir eine Zeit lang trauern, weinen und verzweifeln. Ich habe mit der Frage "Wozu?" versucht dem Tod meiner Tochter einen Sinn zu geben. Ihr Leben hatte doch auch einen Sinn! Ihr Tod sollte nicht ganz umsonst und sinnlos gewesen sein. Aber ich habe wie gesagt lange Zeit gebraucht für mich das so zu regeln. Ganz besonders hart trifft es dich, dass du dein einziges Kind verloren hast! Ich möchte dir auch keineswegs Ratschläge geben und ich weiss, dass es für dich auch keinen Trost gibt. Ich hoffe nur, dass du Menschen um dich hast, die dich begleiten in deiner Trauer und dein Leid aushalten können. Davon gibt es nämlich sehr wenige. Aber eines Tages wirst vielleicht gerade du so ein Mensch sein, der einem anderen Trauernden beisteht und ihn in seinem Leid beistehst. Und das, weil du es selbst empfunden hast, und weisst, was der andere braucht in dieser Situation. Aber noch ist dein Schmerz zu tief und zu präsent. Liebe Gisela, fühle dich ganz lieb gedrückt von mir Tut mir leid, wenn ich mich nicht richtig ausgedrückt habe und ich deine Gefühle verletzt habe. Ganz liebe Grüsse hedi |
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#15
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Liebe Hedi,
vielen Dank für Deine lieben Zeilen. Du gibst etwas von Deinen Erfahrungen im Umgang mit Deiner Trauer wieder und das macht mir Hoffnungen. Vielleicht kann ich auch irgend wann einmal wieder die schönen Dinge im Leben sehen. Im Momant kann ich aber noch keine anderen Gefühle als Trauer und diese unsagbare Sehnsucht nach meinem Kind zulassen. Ja, es ist schwer liebe Menschen in meiner Umgebung zu finden, die mit mir die Trauer aushalten. Ich lebe seit dem Tod meiner Tochter auch sehr zurückgezogen, weil ich mich oft nicht verstanden fühle. Nur meine berufliche Tätigkeit verschafft mit etwas Zerstreuung in meinem Schmerz. Wie alt war Deine Tochter, als sie Dich verlassen mußte? Wie gehst es Dir gesundheitlich? Alles Liebe und Gute für Dich Gisela |
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