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  #1  
Alt 09.10.2009, 18:52
Benutzerbild von anja1966
anja1966 anja1966 ist offline
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Beiträge: 88
Unglücklich Rezidiv nach 2 Jahren

Hallo Ihr Lieben!

Im Juni 2007 wurde bei mir ein lobuläres Mamma Ca diagnostiziert - pT2 pN1a (2/12) L0 M0 R0 G2 - es folgten nach der notwendigen Quadrantenresektion, Chemo 6X PACS-01 Schema, 33 Bestrahlungen.
Nun wurde bei der Kontrolle ein auffälliger Lymphknoten in der Axilla entdeckt - heute erhielt ich das Ergebnis der Stanze.. leider eine Metastase:

"Partiell unscharf berandeter ecchoarmer Herdbefund mit einem Durchmesser von 1 x 0,7 x 1 cm mit angrenzender unregelmäßig begrenzter echoarmer Struktur.
Histologie:Anteile eines tumorfreien Lymphknotens sowie axillären Fettgewebes mit Infiltration durch ein Mammakarzinom vom lobulären Typ vereinbar mit einer Metastase des laut klinischen Angaben bekannten Mammakarzinoms. B-Klassifikation B5"


Tja.. nun ist Wochenende und ich bekomme natürlich keinen Arzt mehr ans Telefon.... Die Angst macht mich fast irre!!
Ich kann immer nur daran denken, dass meine Tochter doch erst 7 ist und nun diesen ganzen Mist wieder mitansehen muss...

Hat jemand von Euch ebenfalls ein Rezidiv im Fettgewebe gehabt ? Ist ja irgendwie kein Lymphknotenrezidiv, oder doch? Wie stehen die Chancen auf Heilung wenn keine Fernmetastasen gefunden werden? Muss ich immer wieder mit Rezidiven rechnen??
Hat bei mir denn die ganze Behandlung versagt (Chemo FEC und Paclitaxel, TAM und ZOOOLADEX)?

Bitte macht mir Mut, kann im Moment überhaupt nicht klar denken....

Traurige Grüße

Anja
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  #2  
Alt 09.10.2009, 19:29
lindali lindali ist offline
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Standard AW: Rezidiv nach 2 Jahren

liebe anja
ich les grad deine nachricht und bin sehr traurig
ich möchte dich gern trösten und in den arm nehmen
ich denke mal, du wurdest engmaschig untersucht und es bleibt bei dieser
einzelnen metastase, und die wird nun bekämpft
ich selbst habe auch einen invasiv lobulären bk
mir wurde daraufhin im märz eine ablatio links gemacht....
am montag hab ich mich dann auch freiwillig von der rechten brust getrennt, die auch im märz von 2verdächtigen tumoren befreit wurde
nun
bin ich brustlos und dennoch nicht beruhigt
trotzdem sollten wir uns nicht runterziehen lassen, auch du nicht, obwohl du nun ein rezidiv hast
ich hoffe du hast jemanden um dich, der dich jetzt auffängt
alles liebe
lynn
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  #3  
Alt 09.10.2009, 20:21
Benutzerbild von Annedore
Annedore Annedore ist offline
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Standard AW: Rezidiv nach 2 Jahren

Liebe Anja,

das ist natürlich für Dich eine niederschmetternde Diagnose und ich kann gut nachfühlen, dass Dir alle möglichen Gedanken durch den Kopf schießen und Du momentan vor Angst völlig blockiert bist.

Zu Deinen Fragen: ich hatte ein Rezidiv in der Achselhöhle, das im Fettgewebe gewachsen ist. Das war bei mir durchaus logisch, da der Lymphknotenbefall über die Kapsel hinausging und dort einfach Krebszellen zurückgeblieben sind. Ich habe es entfernen lassen (2004) und seitdem kein neues Rezidiv entwickelt.

Ich hoffe, ich kann Dich damit ein wenig aufrichten.

Liebe Grüße
Annedore
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  #4  
Alt 09.10.2009, 20:23
birgit 68 birgit 68 ist offline
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Beiträge: 77
Standard AW: Rezidiv nach 2 Jahren

Liebe Anja!

ich habe heute mehr oder weniger denselben befund bekommen, ebenfalls ein befallener lymphknoten in der achsel, das ebenfalls nach -sogar ablatio- vor 2 jahren, und ich kann deine gedanken gerade sooo gut nachvollziehen... hat die chemo versagt, was wird aus meinem 8jährigen sohn, ist das jetzt der anfang vom ende...und ich will noch nicht sterben!!!
ich hab genau wie du auch noch keine ahnung was das bedeutet, aber ich bin mir sicher dass jetzt alles draufgehauen wird was möglich ist, sprich op, chemo und bestrahlungen, um den ganzen vielleicht doch noch den garaus zu machen...
vorerst bleibt dir und mir leider erst einmal nichts anderes übrig als irgendwie übers wochenende zu kommen und den schwarzen gedanken nicht allzu viel raum zu geben...
ich wünsche dir sehr dass dir das gelingt (und mir auch...)

alles liebe,

birgit
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  #5  
Alt 09.10.2009, 21:34
Benutzerbild von anja1966
anja1966 anja1966 ist offline
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Beiträge: 88
Standard AW: Rezidiv nach 2 Jahren

Liebe Lynn,

danke für die lieben Worte!
Tja da sagen sie einem nun, der lobuläre wächst langsam.... bei der letzten Kontrolle war noch nichts zu sehen und nun dies
Ich hoffe wirklich von ganzem Herzen, dass es nur diese eine Metastase ist und bleibt. Auf jeden Fall werde ich mich von meinem Drüsengewebe verabschieden - Mastektomie entweder radikal oder subkutan - in der linken Brust habe ich zwar "nur" einen BIRADS 2, aber das beruhigt mich nun gerade gar nicht sehr.....
Mein Mann - übrigens der Beste, den es gibt - ist für mich da und versucht tapfer zu sein - mit mäßigem Erfolg. Meine kleine Maus weiss noch gar nichts und wird es auch erst erfahren, wenn wir genau wissen, welches Ausmaß die Katastrophe wirklich hat und ich zur OP muss.
Gott sei Dank habe ich zwar wenige, aber dafür sehr, sehr gute Freunde, die mich und vor allem meine Tochter auffangen!
Ich werde versuchen, Deinen Ratschlag zu befolgen und mich nicht unterkriegen lassen, versprochen!


Liebe Annedore,

und ob Du mich mit Deiner Nachricht aufrichten kannst!
Einer meiner beiden befallenen Sentinels war ebenfalls kapselüberschreitend.... es scheint wirklich logisch, dass sich dort ein paar Zellen eingenistet haben.
Hattest Du damals nur OP oder auch noch Bestrahlung?


Liebe Birgit,

fühl Dich einmal ganz doll in den Arm genommen! Es tut mir sehr leid, dass Du das ganze ebenfalls noch einmal durchmachen musst
Meine Gefühle schwanken im Moment zwischen Angst und Traurigkeit WEGEN meiner Tochter (ich möchte sie noch nicht verlassen!) und Hoffnung und Zuversicht auch WEGEN meiner Tochter (sie ist das Leben pur!)....
Ich hoffe für uns beide, dass wir für uns die bestmögliche Therapie bekommen, und noch sehr, sehr lange für unsere Kinder da sein können!



Danke für Eure Antworten und die aufmunternden Worte!
Alles Liebe für Euch!

Anja
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  #6  
Alt 10.10.2009, 12:12
birgit 68 birgit 68 ist offline
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Registriert seit: 11.08.2007
Ort: Eichgraben, Niederösterreich
Beiträge: 77
Standard AW: Rezidiv nach 2 Jahren

Liebe Anja!

scheinbar teilen wir uns gerade nicht nur das gleiche schicksal, sondern auch den besten mann und das tollste kind... so irgendwie halt...
es ist so verdammt viel wert wenn man in solchen zeiten von der familie und den freunden aufgefangen und gehalten wird... ich wurde diese woche so oft in den arm genommen, hab so oft gehört "ich bin für dich da", und mein kleiner kraftkeks ist ja sowieso 100%ig der meinung dass wir das schaffen!
im gegensatz zu deiner tochter weiß er immer gleich alles, ich könnte es gar nicht vor ihm verheimlichen, er hat da sehr gute antennen...
manchmal schäme ich mich ja fast dass ich mich von ihm aufrichten lasse, so sollte es doch nicht sein, aber dieser kleine zwerg ist so voll von optimismus und zuversicht, und vorallem für ihn -aber doch auch für mich, viel mehr als noch vor zwei jahren- werde ich da durchgehen... werden wir da durchgehen!!!
kopf hoch und blick nach vorne!

birgit
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  #7  
Alt 10.10.2009, 13:05
susaloh susaloh ist offline
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Beiträge: 930
Standard Rezidiv nach 2 Jahren

Hallo Anja,

dein Tumor hatte ja ähnliche Daten wie meiner. Ich werde alle halbe Jahre sehr intensiv per Ultraschall auf Rezidive in der Achselhöhle untersucht, da ich sie auf besonderen Wunsch nicht habe bestrahlen lassen. Allerdings war von Kapseldurchbruch in meinem Path.bericht nicht die Rede, sonst hätte ich wohl nicht die Wahl gehabt. Anfang November bin ich wieder dran. Im Moment bin ich sowieso etwas (übertrieben) panisch, weil meine Tumormarker eine Tendenz zum Ansteigen haben, aber egal, da muss man durch. Deine Geschichte bestätigt meine Sorge....

In Anbetracht der Tatsache, dass dein Rezidiv so schnell gekommen ist, trotz TAM und ZOLADEX, wollte ich dir Folgendes zu bedenken geben: Neuere Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Tamoxifen manchmal trotz seiner allgemein gegebenen hohen Hormonabhängigkeit gerade beim lobulären Krebs nicht wirkt. Dies wurde in dem amerikanischen Forum zum Lobulären BK vor einiger Zeit diskutiert, als diese Forschungsergebnisse rauskamen.

Scheinbar wird eben auch klinisch (also sozusagen in der Praxis) festgestellt, dass der lobuläre BK nicht so anspricht auf Tamoxifen, wie er eigentlich sollte. Die Forschungsergebnisse von irgendeiner renomierten Uni waren aber nicht an Personen gemacht worden sondern "in vitro", also sozusagen im Reagenzglas bzw. Labor. Meine FÄ meinte, auf solche Forschungsergebnisse würde sie daher nichts geben. Irgendwas hatte das zu tun mit Cholisterin in den Zellen und irgendwelche Gammarezeptoren, weiß nicht mehr.

Jedenfalls - vielleicht solltest du im Zuge der Behandlung, die du sicher jetzt bekommst, deine Ärzte mal darauf ansprechen, ob es in deinem Fall nicht sinnvoll wäre, schon jetzt auf einen Aromatasehemmer umzusteigen. Das wird ja manchmal auch bei prämenopausalen Frauen gemacht, entweder mit Zoladex oder nach Herausnahme der Eierstöcke.

Ich selber nehme seit 6 Wochen jetzt einen Aromatasehemmer (nach knapp drei Jahren umgestellt), da ich jetzt nachgewiesener Weise postmenopausal bin.


Alles Gute und viele Grüße

Susaloh

Hab die Quelle jetzt doch noch mal rausgesucht.

http://www.breastcancer.org/treatmen.../20081030b.jsp

Der Artikel ist sehr wissenschaftlich, aber in der Spalte rechts wird das Ganze nochmal für den Laien erklärt von Breastcancer.org (den Forumsbetreiberinnen).
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