Beidseitige prophylaktische Mastektomie wegen zu dichter Brust???
War lange nicht mehr hier, aber hätte hierzu gerne mal eure Meinung gehört.
Nach dem ich 1999 einen intermediären Phylloidestumor in der rechten Brust hatte und 2005 ein ebensolches Rezidiv, stand eine Mastektomie rechts zur Diskussion, da die Empfehlung dafür durch die Tumorkonferenz aber sehr wackelig und heiß diskutiert war, habe ich mit meinen Ärzten entschieden lieber alle Früherkennungsmöglichkeiten zu nutzen. Leider scheint sich meine sowieso schon dichte Brust trotz meiner mittlerweile 48 Jahre in den letzten beiden Jahren noch verdichtet zu haben, viele Zysten , Knoten über Knoten, so dass ich merkte, dass meine Ärztin (Prof. Nitz, Brustzentrum MG) beim Ultraschall eher nervöser als ruhiger wurde. Verschiedene Gewebeproben haben immer "nur" adenöse, also wenn ich das richtig verstehe, mastopathische Zellen gezeigt. Aber sie kann halt sehr schlecht sehen, ob sich da was anderes tut. Vorgestern war ich deswegen wieder zur MRT (RWTH Aachen). Danach das Gespräch mit Frau Prof. Kuhl hat mich jetzt doch etwas umgehauen: sie meint, dass bei mir weder durch Ultraschall, noch durch Mammographie, noch durch MRT eine Früherkennung möglich wäre - und zwar nicht nur auf den Phylloidestumor bezogen (da wusste ich ja, dass die sowieso schwer zu erkennen sind), sondern auch das "normale" Mammacarcinom wäre bei mir in bildgebenden Verfahren nicht erkennbar und daher würde sie mir zur beidseitigen Mastektomie raten. Zwar habe ich ein leicht erhöhtes Risiko wegen dem Phylloides und weil ich kinderlos bin, aber in meiner Familie gibt es bisher keinen Brustkrebs (allerdings einige andere Krebsarten). Das frau sich bei erblicher oder nachgewiesener genetischer Belastung zu sowas durchringt, kann ich mir vorstellen, aber in meinem Fall fällt mir das doch sehr, sehr schwer. Andererseits habe ich nach diesem Gespräch das Gefühl russisch Roulette zu spielen, wenn ich meine Brüste behalte...
Leider hatte ich einen ähnlichen Kommentar schon mal in einem anderen radiologischen Institut gehört (Kontrastmittel reichert überall an "Sternenhimmelbrustbild"), aber ich bezog das damals nur auf Phylloidestumoren. Also weitere Ärzte zu befragen nutzt mir nicht viel, ich bin ja schon nach den Rezidiven zu den Topärzten gewechelt. Natürlich werde ich das alles, wenn der Bericht gekommen ist, mit meinem Frauenarzt und Prof. Nitz besprechen, aber ich hätte gerne schon mal von euch gehört, ob vielleicht eine eine ähnliche schlecht bzw. offenbar gar nicht beurteilbare Brust hat und was ihr tun würdet...
Alles Gute wünscht euch,
morgen
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