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#30
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Hallo liebe Mitleser,
ich wünsche Euch allen eine gute Weihnachtszeit, viele schöne Stunden in denen uns allen hoffentlich gelingt, nette, aufbauende, freundliche und unbesorgte Augenblicke zu erleben und nicht an die Krankheit zu denken, mit der wir als Betroffene und Angehörige zu leben und zu leiden haben. Meine Mutter war inzwischen ja in Kurzzeitpflege in einem Pflegeheim, ist dort aber nur zwei Wochen geblieben und dann auf ihr hartnäckiges Drängen hin nach Hause entlassen worden. Das Wasser in den Beinen, was als Folge beginnenden Organgversagens gedeutet wurde, hat sich zurückgebildet, seit einigen Tagen ist zumindestens optisch nichts mehr zu sehen. Der Zustand schwankt erheblich. Letzten Montag/Dienstag habe ich schon die sprichwörtlichen kalten Füße bekommen, sie noch nicht motiviert haben zu können, ins Hospiz zu gehen. Jetzt dachte ich, die Zeit läuft uns davon... Sie war so schlapp, konnte sich kaum auf den Beinen halten und kaum noch sprechen, nichts essen, nichts trinken, war ganz grau und fühlte sich eiskalt an. Mittwoch war so leidlich und am Donnerstag... also ich weiß wirklich nicht, wie das überhaupt geht... war sie wieder ganz anders. Sie lief rum, sogar wieder Treppen. Am Donnerstag wollte sie selber in den Supermarkt und ja, es hat geklappt, sie hat es geschafft. Freitag dann wollte sie über den Weihnachtsmarkt gehen, anschließend waren wir noch in einem Café und den Rollator, nöö, den wollte sie erst gar nicht mitnehmen und sie lief tatsächlich ganz wacker ohne ihn. Es ist für mich gefühlsmäßig recht schwierig, da mitzuhalten. Auch wir Kinder müssen ja lernen und akzeptieren, sie loszulassen. Aber wie soll das gehen, wenn wir die Erfahrung gemacht haben, dass es auch vom allertiefsten Punkt aus immer wieder ein Bergauf gab? Jetzt freuen wir uns sehr, dass wir Weihnachten gemeinsam als Familie feiern können. Unser größtes Geschenk! Euch allen alles Liebe und Gute Triangel |
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