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Hallo Bel, Renate und Birgit!
Oh weh, dass hört sich ja gruselig an! Ich weiß von früheren Arbeitsverhältnissen, wie einen Probleme mit Kollegen belasten können, da habe ich auch einiges erlebt! Im Moment sieht es bei mir aber alles so gut aus, ich kann´s gar nicht recht glauben und hatte es wirklich nicht erwartet! Meine Chefin hat in meiner Abwesenheit tatsächlich eine Verlängerung meines Zeitvertrags durchgesetzt, der Ende dieses Jahres ausläuft - trotz der desolaten Finanzlage im öffentlichen Dienst und obwohl ich von den zweieinhalb Jahren ja praktisch ein ganzes, dieses ganze Jahr ausfalle! Außerdem soll das die "Einfädelung" in eine feste Stelle werden, die in zwei Jahren frei wird! Meine Chefin hatte vor 5 Jahren selbst Leukämie (sie erzählt wahre Horrorstories von der Chemo, die sie damals durchmachen musste). Hinzu kommt, dass sie den Posten erst letztes Jahr kurzfristig übernommen hat, als die damalige Dezernentin plötzlich mit Brustkrebs ausfiel und sich dann frühpensionieren ließ, (sie war sowieso kurz vor der Pensionierung). Eine weitere Kollegin hatte ebenfalls letztes Jahr Brustkrebs. Insofern ist unser Laden krebserprobt, sozusagen. Nicht dass sich meine Chefin in übertriebenem Mitleid und Verständnis ergeht: Als ich ihr - natürlich noch ganz geschockt - von der Diagnose berichtete, meinte sie ganz trocken: Na, denn mal los. Kampfgeist haben Sie ja genug (kleine Anspielung auf meine Arbeit.....). Im Herbst sind Sie wieder dabei! Herbst wird es wohl nicht werden. Und ich muss auch ein bischen aufpassen, mich nicht unter Druck setzen zu lassen, so nach dem Motto: "Ich hab damals keine Reha gemacht und Frau .... (die Vorgängerin mit dem Brustkrebs) auch nicht..." Ich habe da aber durchaus die nötige Distanz, es ist schließlich mein Leben und meine Gesundheit. Da habe ich durch den Krebs, wie Birgit auch schreibt, wirklich was gelernt. Man setzt die Prioritäten anders. Ich habe durch unsere Umzieherei und durch Krankheit (bei mir war es ein schwerer Reizdarm, Bel, der mich mehrere Jahre arbeitsunfähig gemacht hat) schon so oft wieder bei Null anfangen müssen, und jetzt hatte ich endlich meinen Traumjob gefunden, es schien so gemein, dass der nun ohne mich stattfinden und enden sollte. Einen ähnlichen Job, noch dazu mit 45, zu finden, hier auf dem Land und ohne räumliche Flexibilität, wäre schon sehr unwahrscheinlich. Aber ich habe durch die ganze Chemo eigentlich erfolgreich versucht, das nicht so negativ zu sehen. Irgendwas würde schon passieren, something would come my way. Vielleicht würde ich halt was Ehrenamtliches machen oder mir einen Hund anschaffen (wir sind in der glücklichen Position zur Not auch ohne mein Gehalt auszukommen). Jetzt freue ich mich natürlich wahnsinnig am Ende dieses Krebs-Jahres auch beruflich wieder durchstarten zu dürfen!!! Liebe Grüße und noch einen schönen Abend! Susanne Geändert von susaloh (26.07.2006 um 22:42 Uhr) |
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