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#11
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Hallo zusammen,
auch ich möchte mich heute einmal zu Wort melden! Seit ein paar Wochen schon lese ich hier im Krebskompass und habe mich mit Euren Erzählungen beschäftigt. Schon oft haben mir Eure Berichte geholfen Situationen einschätzen zu können und ich fühle mich nicht mehr ganz so verlassen mit allen Problemen. Danke dafür an alle! Pippi Langstrumpf, für Dich mein herzliches Beileid, ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die kommende Zeit! Auch meine Mutter kämpft mit dieser bösen Krankheit. Bereits im Jahr 2002 wurde ihr ein Enddarmtumor entfernt und sie bekam einen künstlichen Darmausgang. Die 3 Operationen waren nicht einfach, nach Bestrahlung und Chemo war soweit alles geregelt und sie lernte mit allem umzugehen. Bis September 2005 war sie „krebsfrei“, dann kam die Diagnose dass ein neuer Tumor in der Leistengegend sitzt, er wurde wegoperiert, ein Bypass musste gesetzt werden. Seitdem ist sie Marcumar Patientin. Im Januar 2006 wurde ein neuer Tumor an der selben Stelle, noch größer entdeckt. An der Uniklinik in Heidelberg wurde sie im Mai operiert und an der offenen Wunde bestrahlt. Die Operation schwächte sie enorm. Ende Juni dann kam für uns nach ihrem immer schlechteren Zustand der Schock: Hirnmetastase und Lungenmetas. Im Juli bekam sie 10 Bestrahlungen. Danach wurde ihr Zustand immer besser. Vor einem Monat jedoch wieder enorm schlechter! Wie sich jetzt leider herausstellte ist die Hirnmeta gewachsen und mit dem Ödem ist fast die gesamte linke Gehirnhälfte betroffen. Lediglich das Kortison verbesserte Ihren Zustand. Der Onkologe hat meinem Vater und mir klar gesagt, dass wir mit dem schlimmsten rechnen müssten. Seit 4 Wochen ist meine Mutter zuhause, von Anfällen keine Spur. Wir konnten sie soweit gut versorgen und sie ist eine echte Kämpfernatur. Seit ein paar Tagen jedoch hat sie immer schlimmere Lähmungserscheinungen und Schwächeanfälle und uns ist es dadurch nicht mehr möglich sie zu pflegen. Ihre Beine halten sie nicht mehr, sie bricht zusammen. Ein Bett in einem Hospiz ist bereits angefragt. Das war auch der freie Wunsch meiner Mutter. Sie sieht selbst, dass es so Zuhause momentan nicht geht, das Krankenhaus nimmt sie nicht auf, die können nichts für sie tun. Sie möchte dorthin und sie sagt, obwohl sie weiß was ein Hospiz ist, dass sie ja wieder entlassen wird wenn es ihr besser geht. Was sehr schlimm ist, dass sie alles mitbekommt. Sie weiß genau was los ist und versteht nicht, warum ihr Körper nicht so will wie sie und ist sehr traurig über alles. Bei den letzten 2 Rückfällen ist sie jeweils so eingetrübt, dass sie von ihrem eigentlichen Zustand nichts mitbekommen hat. Wird das diesmal auch wieder der Fall sein? Wie wird es weitergehen? Wer kann mir sagen, was noch alles auf uns zukommen wird? Wird die Lähmung bald den ganzen Körper betreffen? Ich habe schreckliche Angst vor allem... Sorry für so viel Text und Fakten (wie schrecklich wir uns alle fühlen habe ich noch gar nicht geschrieben), aber es gibt so viel zu erzählen und ich denke ihr wisst wovon ich rede! |
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