lieber nico,
ich hatte 2. rezidive mit eierstockkrebs. meine partnerin (frauenbez.) hat eine angehörigengruppe gegründet. gibts sowas bei euch auch? gibt es eine beratungsstelle, den sozialen dienst, den sozialdienst im krankenhaus bei euch? wo lebst du denn? dass das über deine kräfte geht, leuchtet ein. da gibts nix zu beschönigen. trotz und alledem, es kommen wieder andere zeiten. bist du wohl einzelkind (so daß du deine last nicht mal teilen kannst)? habe neulich mit unserem pfarrer an der schule gesprochen, der seinen vater mit geschwistern allerdings in den tod begleitet hat (wie wärs mit nem evang. pastor/In, wenn ich auch nicht gläubig in dem sinne bin). er sagte auch, nach einer weile kamen ihm sogar gedanken, warum der vater nicht endlich stirbt. es war soo anstrengend. nun hast du ja beide da liegen. also besorg dir dringend lebendigen beistand (in der palliativmedizin, dem hospiz). du musst darüber reden, sonst wirst du wahnsinnig.
fühl dich solidarisch umärmelt
möge jemand dir bald beistehen in dieser zeit
angelika alias frieda3