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Hallo Ihr Lieben,
vielleicht habt ihr meinen Bericht über meine prophylaktische Mastektomie verfolgt. Ich bin BRCA1 pos. und musste mich entscheiden, wie ich mit diesem Ergebnis weiter lebe. Meine Mutter ist mit 29, drei ihrer Schwestern mit ca. 40, ihre Mutter und ihre Oma alle an Brustkrebs erkrankt. Ich habe mich nach reichlicher Überlegung und Beratung zu einer proph. Mastektomie entschieden. Meine BW habe ich behalten. Sofortiger Wiederaufbau mit Silikonimplantaten. Ich hatte überhaupt keine Schmerzen. Der 1. Befund ergab chron. entzündete Milchgänge in der linken und eine "Verkapselung" in der rechten Brust. Also nicht wirklich weiter schlimm. Mir wurde ja das komplette Brustdrüsengewebe entfernt. Dann gestern der Schock. Eigentlich sollte ich nur zum "Verbandswechsel"... Dr. D. wollte noch einmal mit mir reden. Befund: Ein 0,7 cm großer Herd eines DCIS vom high grade Typ mit fokalem Übergang in ein mikroinvasives duktales Mammakarzinom. Die Breast-Care-Nurse hat mir dann, weil ich es einfach nicht verstanden habe, erklärt dass ich einen Brustkrebstumor, der die Milchgänge schon durchbrochen hat, habe. Er sitzt bzw. saß genau am Rande des Drüsengewebes zum Fettgewebe (auf dem Brustmuskel). Der Tumor wurde zwar mit dem Brustdrüsengewebe entfernt, aber man muss eine Abtragungslinie einhalten. Da aber ja niemand wusste, dass ich dieses "Ding" habe, wurde mir nur großzügig das Drüsengewebe entfernt. Jetzt muss ich am Donnerstag nochmal operiert werden. Narbe wieder öffnen... Implantat raus... noch ein Stückchen mehr Gewebe "ausschälen"... Implantat wieder rein... Dann werde ich noch unter der Achselhöhle operiert. Es soll geschaut werden, ob schon Lymphdrüsen befallen sind. Wir sind total geschockt, weil wir niemals damit gerechnet haben. Der Arzt ist entsetzt... Im Februar 2010 bei meiner letzten großen U war alles in Ordnung. MRT, Mammographie und Sono wiesen keine Veränderungen auf. Im Moment geht alles ziemlich schnell. Ich bin ja erst am Dienstag entlassen worden und hatte gerade meine Tasche wieder ausgepackt. Tja... jetzt alles wieder rein damit. Ich habe nicht wirklich viel Zeit mich zu informieren. Ich weis nicht wie ich es meiner kleinen Tochter sagen soll. Ich weis nicht genau, was noch auf mich zukommt. Ich war nicht mehr aufnahmefähig am Freitag. Am Mittwoch muss ich sowieso nochmal in eine "Konferenz" und dann kann ich alle meine Fragen stellen. Eine Wahl habe ich ja jetzt eh nicht mehr. Es muss gemacht werden. So schnell wie möglich, da die 1. OP ja erst gerade vor 1 1/2 Wochen war und die Implantate noch nicht "angewachsen" sind. Wie seid Ihr mit der Diagnose umgegangen? Wie habt Ihr es Eure Kindern erklärt? Julia ist gerade 5 Jahre alt geworden und hat schon viel in ihrem jungen Leben durchgemacht. Ich freue mich auf Eure Antworten.... Liebe Grüße und ein sonniges Wochenende Nicole |
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