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  #1  
Alt 29.03.2011, 10:08
edith57 edith57 ist offline
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Ort: Österreich
Beiträge: 654
Standard AW: Fühle mich so müde, hilflos und allein

Hallo Zetchen,

Es tut mir sehr leid, dass es deiner Mama immer schlechter geht .

Deine zwiespältigen Gefühle sind nur zu normal - es ist sehr schwer, sich ein Leben ohne die geliebte Mama vorzustellen. Euer Verhältnis ist ein sehr enges - deine Mama hat alles für dich getan, umso schwerer ist es für dich. Aber ich bin sicher, dass du dein Leben meistern kannst, auch wenn es eine sehr schwere Zeit für dich werden wird.

Liebes Zetchen, mach dir doch jetzt nicht auch noch Sorgen um deinen Papa. Auch wenn hier viele im Forum davon schreiben, dass beide Elternteile krank sind, so gibt es doch sehr viel mehr Menschen, die gesund sein dürfen. Das wünsche ich deinem Papa und dir von Herzen. Ihr könnt euch gegenseitig stützen und das wird auch so sein.

LG Edith
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  #2  
Alt 30.03.2011, 21:44
Zetchen Zetchen ist offline
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Registriert seit: 02.02.2011
Ort: Saarland
Beiträge: 65
Standard AW: Fühle mich so müde, hilflos und allein

@Edith:

Ja ich versuche mir weniger Sorgen um meinen Vater zu machen, aber der kommende Verlust trifft ihn doch sehr schwer, ich merke das immer wieder. Und gegen diese hässlichen Zwangsgedanken kann ich leider nichts machen. Ganz schlimm wird es in stillen Momenten, wo ich Zeit zum Denken habe.

Momentan habe ich jetzt erstmal Besuch, eine Freundin hat die Zeit gefunden vorbei zu kommen was mich auch ein wenig ablenkt. Gleichzeitig jedoch hat sie mir gestern auch die Augen für etwas geöffnet. Wenn diese Freundin zu Besuch war hat sie oft lange Gespräche mit meiner Mutter geführt - sie hat dein Eindruck, dass meine Mutter eigentlich, obwohl sie so stark nach außen hin war ein ganz sensibler Mensch ist, der es immer nur allen Recht machen will und wir beide kamen zu dem Schluss, dass auch meine Erziehung so war, wie sie war, weil meine Mutter wohl nicht will, dass ich genau die gleichen Probleme haben werde wie sie.
Ich frage mich nur, warum es mir all die Zeit nicht aufgefallen ist, warum ich nie mal darüber nachgedacht habe ob meine Mutter vielleicht gar nicht so stark ist wie sie immer tut. Vielleicht hätte es etwas geändert an der jetzigen Situation.

Aber wie es leider immer so ist, was wirklich wichtig ist, sieht man erst, wenn es zu spät ist... und alles was einem bleibt ist versuchen die gleichen Fehler nicht zu wiederholen...

Die Atmung meiner Mutter war heute ganz unregelmäßig, manchmal hatte sie Aussetzer von über 10 Sekunden... und jedesmal fragte ich mich "War das gerade der letzte Atemzug?" Ich denke es geht bald zu Ende. Als wir heute nach Hause zurück sind, habe ich mich nochmal bei ihr für alles bedankt.
__________________
liebe Grüße,

Zetchen

"Wir verstehen den Tod das erste Mal, wenn er seine Hand auf eine geliebte Person legt." - Madame de Stael

Ich hab dich lieb, Mama
*26.07.1961 - † 30.03.2011
So tapfer gekämpft... und doch verloren...
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