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Alt 07.06.2011, 22:41
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Standard AW: Adenokarzinom inoperabel

Guten Abend ihr Lieben,

der so hilfreich gedachte Link zur Ernährung hat offensichtlich mehr Verwirrung gestiftet, als gedacht.

Ich habe das Ganze nochmal gründlich gegoogelt, mir auch den Beitrag nochmal angesehen und bin zu folgendem gekommen:

Das mit dem Zucker und den Krebszellen ist noch nicht ausreichend bewiesen. Es handelt sich um einen begründeten Verdacht. Selbst Tierversuche sind noch nicht ausreichend gemacht worden.

Dieser begründete Verdacht erinnert mich an die Zeiten, als man meinte, ein hoher Cholesterinspiegel käme vom Essen. Heute weiß man, dass das durchaus auch genetisch bedingt sein kann und man kann ruhig ein Ei oder Butter essen.

Auch dachte man mal, dass Magengeschwüre seelisch bedingt seien. Heute weiß man, dass sie zu 90% von Bakterien verursacht werden.

Was mir bei dem Beitrag auffiel, war, wie sehr der Arzt dafür kämpfte, dass Krebskranke kein Gewicht verlieren und möglichst auch keine Muskeln abbauen. Dieses ist am besten durch eine einweiß- und fettreiche Kost zu erreichen.

Recht hat der Mann!! 100% recht.

Der Arzt hatte auch recht, als er sagte, dass beides sei für eine gute Lebensqualität sehr wichtig!

Wir hatten hier eine sehr liebe Mitstreiterin. Sie starb, als sie nur noch 34 Kilo wog.
Er sagte ja auch, dass viele indirekt am Krebs sterben, weil sie so viel abnehmen, dass sie deswegen sterben.

Früher nannte man das Auszehrung.

Also bin ich zu der Meinung gekommen, dass es sinnvoll ist, fett- und eiweißreich zu essen.

Was nicht heißt, dass ich nicht zum Mittagessen Nudeln, Reis und Kartoffeln esse.
Was auch nicht heißt, dass Süßes gleich eine Sünde ist. Wenn es Genuss bereitet ist es gut. Denn gut und genussreich zu essen, ist auch Lebensqualität.

Ich weiß noch gut, dass Erika schrieb, dass alles wie Pappe schmeckt. Niemand isst Pappe mit großer Freude. Wenn sie dann etwas findet, was ihr schmeckt, rein damit! Und genießen. Das ist mit Sicherheit gesünder als sich Pappe reinzuquälen.

Onkoprof hält viel Süßes nicht für gut. Ist aber dafür, täglich 5 Portionen Obst oder Gemüse zu essen. Also kann man ruhig Obst essen.

Onkodok sagt zu dem Thema, dass man den Krebs mit keiner Diät aushungern kann, er wird sich immer holen, was er braucht und wenn der Mensch dabei verhungern sollte.

Im Prinzip finde ich meine alte Meinung, es ist wichtiger, ein Krebskranker isst überhaupt, als was er isst, bestätigt.

Möglichst nicht abnehmen, heißt die Devise. Bevor jemand viel Gewicht verliert, ist es besser, er haut sich dass rein, was ihm schmeckt und sei es noch so süß, als er nimmt immer weiter ab.

Rein theoretisch könnten wir ja ein Experiment machen. Mal von Ct zu Ct nur Fett und Eiweiß essen und dann sehen, ob das Ergebnis viel besser ist, als von der Chemo allein. Rein theoretisch!!!

Ansonsten, ihr Lieben, genießt, was das Leben noch zu bieten hat und seien es Süßigkeiten.

Dies alles, was ich hier geschrieben hat, ist natürlich nur meine Meinung, aber ich halte es für schlüssig.

Ganz liebe Grüße

Christel
 

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