![]() |
|
|
|
|
#1
|
|||
|
|||
|
Liebe Michaela,
das Gedicht ist wirklich schön. Aber schreib in Deiner Signatur lieber noch den Auto mit rein, damit es keinen Ärger wegen Copyriht gibt ;-) Deine Gefühle und Stimmungsschwankungen kenne ich nur zu gut. Einen Moment funktioniere ich gut, die nächste Sekunde kommt alles wieder hoch und die Tränen laufen nur so. Zu Hause habe ich zu nichts Lust, da bleibt fast alles liegen. Nur die Tiere (Pferde und Katzen) werden immer versorgt. Muss auch sein, sonst ziehen meine Katzen noch aus und das will ich ja auch nicht. Denen ist es sowieso egal, ob ich gerade mal wieder im Tal der Tränen bin. Dass nun auch noch der Hund weg ist, ist schon richtig Mist. Meine Mutti mußte den Hund leider auch 5 Wochen vor dem Tod meines Vati einschläfern lassen. Da lag Papa gerade in der Klinik zur Aufbaukur. Nur der Hund konnte wirklich nicht mehr, für ihn war es auch eine Erlösung. Meine Eltern wollten dann keinen neuen Hund mehr, sondern lieber eine ältere Katze. Die hat meine Mutti nun auch. Wenigstens ein lebendiges Wesen in der sonst leeren Wohnung, dass Aufmerksamkeit will und dafür auch Zuneigung zeigt. Liebe Michaela, ich umarme Dich und denke ganz lieb an Dich. Carla
__________________
Mein lieber Vati ist am 17.7.2011 um 16.30 Uhr in meinen Armen friedlich eingeschlafen. Hand in Hand - gemeinsam sind wir stark |
|
#2
|
|||
|
|||
|
Eigentlich müsste ich in diesem Moment die Hütte auf Hochglanz bringen, aber irgendwie krieg ich mich einfach nicht motiviert!
Stattdessen habe ich mich dazu durchgerungen, meine derzeitige Lieblingsmucke zu hören. Das Problem an dieser Mucke ist allerdings, dass ich diese Songs während der letzten Wochen immer gehört habe, als meine Mama noch da war! Ich möchte diese Musik irgendwie nicht mit dem Tod meiner Mama in Verbindung bringen, und mache jetzt sozusagen Konfrontationstherapie! Höre nun schon seit Stunden Muse und klebe am Rechner fest! Mag mich manchmal selbst nichtmehr, weil ich das Gefühl habe, nicht ausreichend zu trauern, aber es geht meistens einfach nicht! Ich fühle den Schmerz in meiner Brust, der da ist, aber irgendwas hindert mich.... , das alles raus zu lassen. Bin wie leer und kann nicht weinen! Außer eben, wie erwähnt, wenn meine Nerven mit mir durchgehen! Bei meinem Papa damals war es ganz anders, ich bin wochenlang aus dem Heulen nicht mehr raus gekommen. Kann sein, dass das daran liegt, dass ich ja auch älter und "weiser" geworden bin. Oder ich eher froh bin, dass sich meine Mama nicht weiter so schlimm quälen musste... Vielleicht schützt sich mein Körper aber auch vor diesem Schmerz,... ich weiß es nicht. Jetzt habe ich das Problem, dass meine guten Freunde mich eingeladen haben, am Samstag zur Grillparty zu kommen. Irgendwie würde ich gerne hingehen, aber ich will meinen Leuten die Party auch nicht versauen und weiß nicht, wie ich selbst auf eine Partysituation klar komme.... Ich kann doch nicht feiern, wenn meine Mama nicht mehr da ist. Was soll sie nur von mir denken? Ach, das ist doch alles zum Verzweilfeln, alles ging so schnell, dass ich mit meinen Gefühlen kaum nachkomme und immer noch irgendwie in Schockstarre bin! Habe gestern von meinem Stiefpapa einen Teddy mitgenomen, den meine Mama erst vor Kurzem für ihre Enkel gekauft hat. "Paule bewacht nun die Fotos von Mama und Papa!". Hinzu kommt die Angst, dass der Krebs bei meinem Lebensgefährten zurück kommt, in 2 Wochen ist die erste Nachuntersuchung.... So, jetzt werde ich mal anfangen zu putzen, bis später Ihr Lieben!
__________________
Meine geliebte Mama![]() kleinzelliges Bronchialkarzinom mit Lebermetas 27.11.1945 - 23.07.2011 "Wenn Engel einsam sind in ihren Kreisen, dann gehen sie von Zeit zu Zeit auf Reisen. Sie suchen auf der ganzen Welt nach ihresgleichen, nach Engeln, die in Menschengestalt durchs Leben streichen. Sie nehmen diese mit zu sich nach Haus - für uns sieht dies Verschwinden dann wie sterben aus." von Renate Eggert-Schwarten |
|
#3
|
|||
|
|||
|
Liebe Michaela,
deine Gefühle kann ich grad so gut nachvollziehen. Es ging mir genau so.....nach über 2 Jahren Kampf gegen diese elende Krankheit, durfte meine Mama am 15.01.11 gehen.....und ich konnte lange nicht richtig trauern, weil ich so eingespannt war wegen der Kommunion meiner Tochter, die meine Mama noch so gerne erlebt hätte. Am "Weißen Sonntag" konnte ich mich während der Feier in der Kirche ganz gut beherrschen bis.....tja...bis das letzte Lied gesungen wurde und die Messdiener mit den Schellen läuteten.......da hab ich so losgeheult.....und seitdem kann ich meine Gefühle wieder besser artikulieren und meine Trauer verarbeiten. Wenn du richtig liebe Freunde hast und gerne zur Grillparty willst, dann mach das. Sie werden sicher nicht von dir erwarten, dass du so kurz nach dem Tod deiner Mama in Feierstimmung bist.Aber das Grillfest wird dich wenigstens für ein paar Stunden ablenken.....und wenn du nicht mehr magst, verlässt du das Fest einfach.Gute Freunde verstehen das......und deine Mama wäre dir sicher nicht böse. Liebe Grüße Simone
__________________
In Liebe geboren. In Liebe gelebt. In Liebe gestorben. Meine geliebte Mama ![]() 14.10.1945 - 15.01.2011 |
![]() |
| Lesezeichen |
| Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1) | |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|