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  #1  
Alt 15.09.2011, 21:50
sunce sunce ist offline
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Registriert seit: 23.06.2011
Beiträge: 19
Standard AW: Es geht dem Ende zu

Hallo zusammen,

erstmal vielen, vielen Dank für Eure Anteilnahme Tut sehr gut, zu wissen das man nicht alleine da steht.
Mein Vater konnte gestern bei der Einschulung unserer Maus dabei sein, wir haben ihm 2x 50 mg Morphuimpflaster aufgeklebt und damit geht es jetzt recht gut. Er hatte gestern nur einmal kurz Schmerzen. Und heute geht es ihm auch Recht gut. Er hat mir sogar eine neue Lampe angebracht
Er bekommt jetzt zusätzlich noch ein Antidepressiva, es ist stimmungsaufhellend und gleichzeitig macht es die Schmerzen schwächer.

@Babsi... Ich wünsche Dir alle Kraft dieser Welt diese Sch... Krankheit zu überstehen... Nie die Hoffnung aufgeben!!

@Bärchen.... DANKE Ich habe meinen Vater vor einem halben Jahr zu mir geholt und versuche immer für ihn da zu sein... Auch wenn es für mich hart ist, ich werde ihm bis zum Schluss versuchen eine Stütze zu sein.
Er war sein Leben lang auch immer für mich da und somit ist das selbstverständlich für mich...

@a.72 Auch Euch alle Kraft dieser Welt und niemals aufgeben!!
Meiner Oma geht es seit 4 Jahren super... ganz ohne Probleme

@Laura... Mein herzliches Beileid... fühle Dich gedrückt.
Es ist wirklich die schlimmste Zeit meines Lebens... aber wem erzähle ich das Vielen Dank für den Tipp mit der Pumpe... werde ich beim nächsten Arzttermin ansprechen.

@Elisabethh...auch Dir herzlichen Dank , habe gleich mal geschaut und selbst bei uns auf dem Land haben wir ja Hospitzdienste, dessen war ich mir gar nicht wirklich bewusst. Vielen Dank!!

So nun schaue ich nochmal nach meinem Paps und werde dann mal versuchen die Augen zu zu machen...

Vielen Dank nochmal für Eure Unterstützung... es tut wirklich gut!!!
Fühlt Euch alle gedrückt!!

Liebe Grüße
Meli
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  #2  
Alt 15.09.2011, 22:00
a.72 a.72 ist offline
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Standard AW: Es geht dem Ende zu

hallo sunce,

find ich ganz , ganz toll...für euch alle, dass dein papa die einschulung "mitmachen" konnte...
mensch , und gleich noch ein arbeitseinsatz....vielleicht hat er jetzt einen ordentlichen schwung kraft bekommen,trotz der schmerzpflaster...
...und ihr bekommt noch mehr zeit....und es geht vielleicht doch wieder aufwärts???
...manchmal gibts ja auch wunder....und ich glaube daran...ganz fest...

genießt die zeit...

liebe grüße....
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  #3  
Alt 15.09.2011, 22:22
sunce sunce ist offline
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Registriert seit: 23.06.2011
Beiträge: 19
Standard AW: Es geht dem Ende zu

Hallo a.72,

ja es war auch ein ganz toller Tag gestern, für alle. Es war schön zu sehen das es ihm gut geht. Und es war der größte Wunsch unserer Maus das Opa dabei ist.

Und Schwung hat er immer wenn er schmerzfrei ist Die Schmerzpflaster verträgt er bis jetzt sehr gut... ausser das er abends recht früh müde ist hat er keine Nebenwirkungen.
Wir geben die Hoffnung nicht auf den Wunder gibt es immer wieder!!!

Liebe Grüße
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  #4  
Alt 16.09.2011, 10:22
Rüdi59 Rüdi59 ist offline
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Beiträge: 73
Standard AW: Es geht dem Ende zu

Liebe Sunce,
mein Mann hatte am Schluss 150mg Morphinpflaster. Angefangen haben wir mit einem 50er. Wenn also die derzeitige Dosis aufhört zu wirken, denn die Schmerzen müssen unerträglich sein, die eine Metastasierung im Bauchraum und ein evtl. Verschluss des Darmes mit sich bringt, dann scheut Euch nicht, die Dosis vom Arzt hochsetzen zu lassen. Die Angst vor einer Abhängigkeit von der Droge ist in diesem Stadium dann wirklich nebensächlich. Schau, ob es einen palliativdienst in Eurer Nähe gibt. Die machen auch ambulante Arbeit. Unser Dienst hier in Gießen waren meine Engel, die mich durch die schwere Zeit begleitet haben. Schmerzen muss Dein Vater wirklich nicht haben! Der Hausarzt allein ist oftmals eben nicht erfahren als Schmerztherapeut und mit der Situation überfordert.
Viel Kraft weiterhin und glaube mir, jeden Tag denkt man, man schafft es nicht mehr, man hat keine Kraft mehr, aber jeden Morgen stehst Du auf, siehst deinen lieben Menschen und dann ist die Kraft plötzlich für diesen einen Tag wieder da. Und am nächsten tag auch und an den daraiffolgenden Tagen eben auch, so lange es eben dauert. GLG Sylke
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  #5  
Alt 18.09.2011, 21:35
sponte_mea sponte_mea ist offline
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Registriert seit: 18.09.2011
Beiträge: 5
Standard AW: Es geht dem Ende zu

Hallo sunce und alle anderen, die hier miteinander schreiben.
Auch ich gehöre zu denen, die hier lange und viel stillschweigend mitgelesen haben. An manchen Tagen mit sehr viel Tränen in den Augen und an anderen Tagen einfach versucht, den Kopf und Verstand zusammenzuhalten. Jetzt aber wird es auch bei uns extrem, sodaß ich denke, bestimmt wird hier die ein oder andere Sache noch ans Licht kommen, an die meine liebe Schwester und ich im Moment nicht denken. Unser Papa hat auch BSDK seit September 2010. Natürlich ist auch er operiert und nachbehandelt worden. Er ist ein sehr pflichtbewußter und konservativer Mensch, sodaß er wirklich jegliche Untersuchung etc alles mitgemacht hat. Anfang August 2011 ging es ihm nicht gut, er hatte verstärkt Magenschmerzen und mochte auch nicht mehr essen. Da er meist seine Familie und Umwelt mehr liebt als sich selber, hat er nichts gesagt, aus Rücksicht auf seine frisch operierte Ehefrau. Letztlich ist er doch zum Arzt und von da aus gleich ins Krankenhaus. Das Ergebnis vor nun 3 Wochen war für uns, wie ihr Euch sicherlich vorstellen könnt, mehr als erschütternd. Dieser böse und unbesiegbare Krebs hat seinen ganzen Bauch mit Metastasen in Beschlag genommen. Nur ein künstlicher Darmausgang konnte noch geschaffen werden. Er war und ist stets ein sehr intelligenter Mann gewesen, der viele Dinge mit mehr Fassung ertragen hat, als ich es jemals könnte. Leider kam 4 Tage nach seiner OP auch seine Frau ins gleiche Krankenhaus mit Leber und Lungen CA - völlig überraschend für uns alle. Mein Vater ist zu Hause, wir versuchen alles für ihn zu tun, was geht und, daß für ihn nur die Sonne scheint. Probleme werden, wie es auch immer geht vermieden und alle administrativen Abläufe etc. versuchen meine Schwester und ich zu organisieren. Er ist zum Glück noch schmerzfrei und so vernünftig auch Dinge und Fragen zu beantworten, damit uns für jegliche Hilfe wie Pflegedienste kein Stein in den Weg gelegt werden kann. In Naher Zukunft nun wird auch seine Frau operiert werden müssen und mein Vater wird von meiner so lieben Schwester aufgenommen, da sie vom räumlichen her die einzige Möglichkeit hat. Bislang ist sie täglich fast 100 km zu ihm gefahren, um täglich zu helfen. Das schaffe ich leider nicht täglich, aber so oft wie möglich. Mein Weg ist nochmal 80 km weiter bis zu ihm, aber ich tu alles was geht. Es gibt Tage, da pfeifft er sich entstpannt 10 Pralinen rein und es gibt andere Tage, so wie heute, da kann er noch nicht einmal einen Telefonhörer halten. Morgen hat er Geburtstag... wir haben alles vorbereitet und hoffen, dass er Morgen einen "guten" Tag hat. Was uns immer sehr wundert ist, dass seine Stimme immer dann sehr schlecht wird, wenn wieder etwas "Schlechtes" ansteht. Meine Schwester hat große Angst davor, einfach mit allem, was kommt überfordert zu sein. Wir reden oft sehr lange am Telefon oder eben wenn wir zusammen im Auto sitzen und nach Hause fahren. Sie weint noch mehr als ich, schlafen können wir alle beide schon seit Wochen nicht mehr. Irgendetwas finde ich, in solchen Momenten, geht doch auf der Welt schief... wir fliegen zum Mond und wir können künstlich Kinder zeugen.... warum nicht eine so teuflische Krankheit besiegen. Auch, wenn ich weiß, dass wir auf solche Dinge nie eine Antwort bekommen werden, so stimmt ihr mir bestimmt zu, dass ähnliche Fragen auch in Euren Köpfen kreisen. Ich möchte an dieser Stelle noch abschliessend mitfühlende Grüße an alle senden.
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  #6  
Alt 19.09.2011, 16:42
a.72 a.72 ist offline
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Beiträge: 120
Standard AW: Es geht dem Ende zu

hallo sponte mea.....


ach , mensch... du hast sooo recht...es ist sooo viel möglich heute....zum mond fliegen usw wie du schreibst...aber der krebs....

du, und deine schwester...mensch, was seit ihr hilfsbereit, und tapfer bei all dem was ihr macht...ich hoffe ihr habt immer ganz , ganz viel kraft für alles was ist , kommt....damit ihr es so gut wie möglich meistern könnt....

vielleicht können eure eltern aber sich auch gegenseitig hochreißen, kämpfen , aufbauen...einer für den anderen....weil jeder kann verstehen , wie es dem anderen geht, was er sich für gedanken macht....vielleicht habt ihr glück , und sie schaffen es.....ich wünsche euch das....das ihr für beide zeit bekommt...

seit weiter stark!!!

lg
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  #7  
Alt 19.09.2011, 16:48
hopefulll hopefulll ist offline
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Registriert seit: 15.09.2011
Beiträge: 2
Standard AW: Es geht dem Ende zu

du und deine schwester seid liebevolle tolle menschen, ihr seid engel für euren vater, er ist sicherlich sehr stolz auf euch beide!
ich finde es ganz toll, wie du zu deinem vater stehst und ihm hilfst obwohl du so weit weg wohnst, RESPEKT!

ich drücke euch die daumen und wünsch euch alles alles gute!
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  #8  
Alt 19.09.2011, 21:25
sponte_mea sponte_mea ist offline
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Registriert seit: 18.09.2011
Beiträge: 5
Standard AW: Es geht dem Ende zu

Lieben Dank für die Nachrichten. es tut ganz schön gut, ein wenig Anerkennung zu hören. Heute war also sein Geburtstag. Nachdem er gestern einen sehr schlechten Tag hatte, hat er heute die Zähne zusammengebissen. Was ich immer nicht verstehe und auch längst geändert hätte : nonstop klingelt das Telefon und das sehr laut, seine Frau sitzt ständig mit dem Telefon neben ihm und natürlich kommt der ein oder andere und möchte auch zum Geburtstag gratulieren. Selber fühle ich mich dann immer, als müsste ich abhauen, das ist mir einfach zu laut für einen so kranken Menschen. Meine Schwester war heute den ganzen Tag da. Meist fallen ihr schon die Augen zu, wenn ich dann endlich angekommen bin. Ich muss zugeben, dass ich wirklich nach 2 Stunden heute Reißaus genommen habe - ich konnte ihn einfach nicht so müde und erschöpft da liegen sehen und alle reden durcheinandere und drumherum. Einzig Gute war, dass seine Frau vom Arzt Stimmungsaufheller bekommen hat und endlich mal nicht nur rumgenörgelt und sich selber bemitleidet hat. So hart wie es klingen mag, aber immer der Reihenfolge nach, meinem Vater geht es unsagbar viel schlechter und erst ist er an der Reihe...Ja und jeden Abend denkt man - was kommt Morgen.
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