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#1
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hallo ihr zwei,
@ kleine fee: das ist wirklich eine traurige geschichte mit noch traurigerem ausgang... mein beileid. in dieser phase sind wir noch nicht. mein paps ist so gesehen sogar noch wohl auf. er hat nächste woche seine 2.chemo vor sich. die erste hat er wirklich gut überstanden, er hat kein gewicht verloren und die haare sind auch nicht ausgegangen. müde war er ja aber mehr hat er auch nicht gesagt, er versteckt gerne sachen, weil er stark sein möchte. ich habe die angst, dass es von nun an schnell bergab geht, ich habe es oft gelesen, dass viele nach der 2. chemo abbauen.... und da ist es wieder... das .... warten und nichts tun , einfach nur warten was da kommt, ich hasse es. @ sjarissa: erstmal ganz lieben dank für deine worte. und auch mein beileid für dich. es ist erschütternd, was ein mensch alles aushalten kann, psychisch wie körperlich. es ist sowohl für den erkrankten als auch für seine familie schwer, sich damit auseinandersetzen zu müssen, dass man irgendwann den kampf gegen diese krankheit verliert. mein dad ist ein südländer. er hat die angewonheit keine schwäche zu zeigen und alles wegzulachen und macht alles mit sich selbst aus. das habe ich von ihm. vor der familie die starke spielen und sobald ich aus der tür rausgehe, krieche ich quasi auf allen vieren zu meinem auto und weine, da verlässt mich meine "kraft" dann bin ich alleine und habe angst. angst vor dem was kommen wird. manchmal wünsche ich mir, dass mein familienverhälnis schlecht ist, dann würde das alles nicht so nah an mich rankommen, aber das ist so ein quatsch man muss doch froh und stolz sein, dass man so etwas besonderes hat. dann muss man aber auch die negativen aspekte annehmen, wie du geschrieben hast... man muss akzeptieren dass man nichts ändern kann, das habe ich oft gehört. aber ich kann es nicht ich kann nicht hinnehmen, dass mein dad irgendwann nicht mehr ist, wegen dieser mist krankheit. man muss doch was machen können? irgendwas??? und es ist garantiert nicht beten.
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#2
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HalloTorto,
ich wollt dir auch kurz ein paar Zeilen schreiben, erst einmal tut mir das mit deinem Vater leid und ich weiß nur zu gut wie du dich fühlst. Aber eines steht für mich heut fest, das Hoffen das ein Wunder geschieht und alles irgendwie gut wird hilft einem diese schreckliche Zeit durchzustehen. Ich hab so oft geweint und geflucht und gefragt warum aber nie eine Antwort erhalten.Mein Dad hatte kleinzelligen Lungenkrebs aber auch er hat nie die Zuversicht verloren wieder gesund zu werden und das hat ihm sehr viel Kraft gegeben. Wir als Kinder wussten das er nicht gesund werden würde aber es hat ihm geholfen und ihn aufrecht gehalten und das war das allerwichtigste.Wir haben das beste aus dieser sch....Situation gemacht und jeden Tag gekämpft und von Tag zu Tag gelebt.Aber man schafft es irgendwie.Frag mich bitte nicht wie.Ich war so oft ein Zombie, schlafen , arbeiten, Krankenhaus oder bei meinem Vater zuhause,schlafen und wieder alles von vorn.Mein Leben hat mit der Diagnose einfach aufgehört zu existieren ![]() Hier wirst du viel Unterstützung und Rat finden.Ich wünsch dir und deiner Familie ganz viel Kraft und lasst euch nicht unterkriegen...Kämpft bis zum letzten Tag LG Jana |
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#3
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hallo jana ja du sprichst mir aus der seele, genau das fühle ich auch. arbeiten, dinge erledigen zeit mit der familie verbringen... arzt 1 anrufen... mit arzt 2 besprechen, alle auf den neusten stand bringen, versuchen meinem dad alle fragen zu beantworten aus dem dämlichen ärztedeutsch zu übersetzen... es nimmt kein ende... wenn man doch wenigstens ein wenig zeit zum verschnaufen bekäme aber nee als ob diese sch... krankheit nicht schon genug menschen auf dem gewissen hätte. hass und gewalt...
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#4
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Ja es ist schlimm man merkt das man selbst keine Kraft mehr hat und funktioniert nur noch.Aber auch diese schwere Zeit wirst du meistern,auch wenn Du denkst es geht nicht mehr,Du kannst nicht mehr.Dennoch wirst Du immer und immer wieder die Kraft finden weil Du diesen Menschen liebstund es das einzigste ist was Du tun kannst.
Ich drück Dich ganz fest und ein goßes Kraftpaket ![]() ![]()
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#5
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"man hat gute tage man hat schlechte tage, heute ist für mich ein verdammt schlechter tag. die ...krankheit verändert die ganze familie."
Das kann ich nur so unterschreiben. So ist das .meine mum und ich hocken dauernd abends zusammen und reden über das ganze. Ich hab eh immer so viele Fragen zu allem -.- wo ich manchmal schon denke "ohje...du musst mal mit der ganzen Fragerei aufhören...." Aber reden is das einzige was mir irgendwie hilft. Und ja ich höre sowas auch nich gerne von wegen "denk doch positiv und bla" -.- Bei so nem Gerede könnt ich manchmal echt das Kotzen bekommen-.-. Man will sowas einfach nich hören. Man weiß wie scheiße das mit der Krankheit des Angehörigen ist und yoah. Aber die anderen meinen es halt "nur" gut, wie auch immer. Ich bin so ein Mensch, der sich hinsetzt und endlose Stunden überall herum liest. Was is das genau für ein Krebs, was macht er, woher kommt er und soooo vieles mehr. Bis hin zu "Wie ist es wohl zu sterben? Sich dem Tod zu nähern? Sterbephasen?" ach jede Menge. Heute habe ich so gedacht, was ein so kranker Mensch wohl denken udn träumen mag? Sein ganzes Leben nach und nach, das er vielleicht irgendwie reflektiert? Und nebenbei froh ist, wenn er von Angehörigen Besuch erhält? naja....... mag da gerad nich weiter drauf eingehen bzw. hab manchmal einfach zu viele Gedanken. Bin einfach so ein "Denker-Typ", was echt nich immer toll is-.- An manchen Tagen ist mir das viel zu viel. Da will ich absolut nix davon hören. An nem Tag so wie heute fange ich das lesen an bis ich irgendwann zu müde dazu bin. Denn es beruhigt, finde ich, zu einem gewissen Punkt, ein bissel zu wissen, auch wenn man trotzdem weiß, das das auch nich wirklich was bringen mag .hmm das "beste daraus machen"....ja das versucht man wohl immer dann. Ich bin zb so ein Mensch, der in vielen noch so kleinen Dingen versucht gutes/schönes/wertvolles/besonderes zu sehen. Denn schau mal, so wie du schreibst von wegen "mein dad und ich wir lachen dennoch viel sogar wenn wir bei den ärzten sitzen.." <--- genau DAS is es doch dann, das wertvolle. Mein Opa hatte schon immer nen eigenen tollen Humor. Wir haben oft über alles mögliche lachen können. Und in letzter Zeit sagte er mir das oft wie gut es doch sei, dass wir trotz seinen ganzen Schmerzen usw doch noch zusammen lachen können. Das waren sehr schöne Momente. An die ich immer versuche zu denken, wenns mir wie gerad "dreckig" geht und ich mich furchtbar traurig fühle .Teilweise bin ich an manchen Tagen auch wütend, so unfassbar wütend auf diesen scheiß Krebs, der so viel zerstört...ja ganze Leben. Wütend auf das Leben an sich und überhaupt. Das ist dann so ein Gefühl, dass einem vor Wut die Tränen kommen, man so nen Klos im Hals verspürt, manchmal denkt (oder es is auch so), dass man am Körper zittert. Es wird einem heiß und kalt. Man möchte schreien, weinen..... aber eigentlich möchte man nur dass alles wieder gut wird. Aber man weiß, dass es das nich wird. Das mit meinem Opa ist seit ein paar Wochen so und hat sich ja nun ziemlich schnell verschlimmert. Ich bewundere eh all die Kranken und Anghörigen hier, die seit Jahren kämpfen. Um ihr eigenes Leben kämpfen oder Menschen die zusehen, wie total wichtige/ihnen nahe stehende Personen kämpfen. Für mich sind diese letzten Wochen schon grausam, wenn ich da an Jahre denke oha . Du wirst das hier immer wieder hören, aber ich wünsch dir auch sehr sehr viel Kraft. Geht es dir auch so, dass du dich bei manchen Dingen/Situationen/Handlungen nich mehr wieder erkennst? Ich glaube nicht an Gott, habe ewig nich gebetet oder so. Aber seit ich das mit meinem Opa weiß, da hmm wie soll ich sagen..."bete" ich. Aber schwer zu beschreiben wohin. Ich hatte letztens nen Drang in die Kirche zu gehen, wo ich sonst nur zu besonderen Anlässen hingehe. Ich wollte mich einfach eine Weile dort hinsetzen, eine Kerze anzünden und dabei an meinen Opa denken. Ich hab es schon als recht komisch für mich empfunden, da ich kein Gläubiger Mensch bin. Aber ich zur Zeit das Bedürfnis habe "irgendwo hin" zu "beten"... herrje...viel geschrieben. Gute Nacht
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#6
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Ich hab immer nur gedacht: noch ein Tag , noch ein Tag und noch ein Tag...und dann dachte ich so noch die Chemo und jetzt noch die Bestrahlung und dann kam das und dies und dann plötzlich Ende....Es hört sich wahrscheinlih schlimm und egoistisch an aber als mein Dad dann plötzlich an einer Lungenembolie gestorben ist, hab ich da gesessen und gedacht : es ist vorbei, Ruhe,schlafen sich keine Sorgen machen wie es ihm geht, nicht mehr stark sein müssen.aber gleichzeitig hab ich gedacht, wie viel Schlimmes und wieviel Quälerei uns und ihm erspart geblieben ist. Die Leere war ganz fürchterlich, was sollte ich denn jetzt machen so ohne ihn...das was schlimm.
![]() LG |
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#7
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Bin gerad nur auf dem Sprung.
Aber heute habe ich auch so ein unglaubliches Gefühl von Wut in mir . Mit dem Gefühl, dass ich am liebsten alles kaputt hauen würde .Mein Opa ist nichmals transport fähig, es war ja angedacht ihn in unsere Nähe auf eine palliativ station zu bringen. Naja morgen besuchen wir ihn wieder. Geht es euch auchso, dass ihr euch vielleicht mal an Orte oder so zurückzieht, wo der kranke Angehörige sich gerne befunden hat bzw. gern befindet? Eben als es so über mich kam..bin ich in seine Wohnung und setzte mich auf seinen Lieblingsstuhl in der Hoffnung es würde mich irgendwie trösten. Nun ja vielleicht ein kleines bisschen............. Fertig mit den Nerven für heute.
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