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#1
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Hallo zusammen,
meine Mama ist am 09.02. gestorben. Ich hatte so gehofft. Sie war alles für mich. Ich bin alleinerziehend mit einer 6jährigen Tochter, und täglich bricht eine neue Katastrophe über mich herein. Ich weiss nicht, wie lange die Kraft noch reicht. Habe erst 2011 meinen Papa verloren. Ich habe nun ausser der Kleinen niemanden mehr. Das ist nicht auszuhalten.
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Mama 21.01.42 - 09.02.2013 (Akute myeloische Leukämie) Papa 16.07.37 - 18.08.2011 (Prostatakarzinom, Morbus Alzheimer, Gehirnblutung) Und immer sind da Spuren Eures Lebens, Gedanken, Bilder, Augenblicke und Gefühle, die an Euch erinnern und uns glauben lassen, dass Ihr bei uns seid. Wir lieben Euch so sehr!! |
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#2
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Hallo, ja es ist einfach zu viel, erst lebt man die Krankheit mit, dann erlebt man die Zeit nach dem Tod und stellt fest, dass man oft an Grenzen kommt, die oft unerträglich sind. Ich habe Tage, da könnte ich morgens schon wieder einfach alles hinschmeissen. Dann denke ich immer, der Mensch, den man verloren hat möchte das nicht. Georg will, egal wo er jetzt ist, dass ich mein Leben gut und zufrieden weiter lebe. Ich frag mich auch oft, ob ich die Kraft dazu habe. Aber es muss gehen. Ich plane auch, hab mir zum Beispiel einen Hund bei einem Züchter bestellt-einen schwarzen Dobermannrüden, war schon immer so ein Traum von mir. Dann bin ich nicht allein im Haus und hab einen Grund mal aktiv zu werden. Vielleicht sollte man sein Leben ohne den Lieben einfach in kleinen Schritten planen. Irgendwann stellt man dann fest, dass die Zeit vergangen ist und man doch wieder so etwas wie ein Leben hat, dass nicht nur traurig und einsam ist. So stelle ich mir das jedenfalls vor, hoff es wird auch so sein. Ich werde dieses Jahr 45 und das kanns ja auch nicht gewesen sein. Vor allem habe ich für mich festgestellt, dass schon die Erkrankung sehr viel Kraft von einem abverlangt, da hat man dann wenn der fiese Tod vor der Tür steht leider keine Reserven mehr. So gings mir jedenfalls nach 3 Jahren Krebs, Krankenhaus und allen möglichen durchlebten Kämpfen von ihm und mir. Das allein schon war rückblickend gesehen eine Zeit, die mich um Jahre altern lies. Weiss nicht, wie Euch da so gegangen ist, immer ein Leben zwischen Hoffnung, Rückschlägen bis zum Ende. Freu mich auf Eure Antworten und drück Euch mal ganz lieb! Sanna
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#3
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Hallo Sanna,
nein ich habe keine Kinder und auch keine Verwandten hier in der Gegend. Wir haben jedoch seit Jahren einen Hund, jetzt ist sie mir eine große Stütze. Sanna, hast du Erfahrung mit Hunden?? Ein Dobi ist ein toller Hund, sollte m.E. aber NIE in unerfahrene Hände. Du schreibst, dass du nächste Woche wieder anfängst zu arbeiten. Arbeitest du ganztags?? Wenn ja, bitte bitte überlege dir das nochmal mit Hund. Ich bin überigens 47, also deine "Altersklasse". Wenn du magst, ruf doch mal an, dann können wir ein bisschen quatschen. (schicke dir ne PN mit meiner Tel. Nummer) LG Carmen
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Mein Schatz: 10/2012 Diagnose Pankreaskarzinom mit Metastasen am 23.02.2013, in meinen Armen eingeschlafen ![]() ![]() Hier kann man unseren Weg nachlesen (Achtung, sehr lang) http://www.krebs-kompass.org/showthread.php?t=57813 |
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#4
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Hallo! Ja ich habe Erfahrung mit Hunden, bin mit Deutschen Schäferhunden aufgewachsen, zuletzt hatte ich einen Irish Setter, er wurde 14 Jahre alt. Da ich nur 8 Nächte im Monat arbeite sehe ich da kein Problem. Wenn der kleine Wauli kommt, nehm ich mir erst mal meinen Urlaub. So habe ich hier auch Freunde, die den Dobi gern mal nehmen. Es passt so, Georg möchte Hunde nicht, wir hatten immer eine Katze, Georgs Liebling. Aber der Kater kennt Hunde und stört sich nicht dran. Sanna
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#5
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Hallo Sanna,
ich finde das eine gute Entscheidung mit dem Hund. So ein Tier kann einem unheimlich viel geben und ist eine Perspektive für dich., Als meine Cousine nach 25 Jahren Ehe von ihrem Partner wegen einer Anderen verlassen wurde, hat ihr Hund sie mehr oder weniger "durchgebracht"... Wann kriegst du ihn denn? LG Monika |
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#6
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Guten Morgen, den Hund bekomm ich erst im Januar nächstes Jahr. Die Züchter sind sehr ausgebucht. Aber vielleicht ist das auch gut so, weil ich dieses Jahr dann noch richtig viel Urlaub machen kann. So lang muss ich eben jetzt allein durchhalten. Ich habe so das Gefühl, dass die Zeit seit Georgs Tod schneller vergeht, obwohl ich eigentlich nichts wirkliches mache. Ich hätte schon viel zu tun, aber oft keine Lust dazu. Da merke ich wieder, wie er hier einfach fehlt. Wir haben eben meist alles miteinander gemacht. Kann mir auch schlecht vorstellen den Garten jetzt dann mal fit zu machen, hab mich nie drum gekümmert. Wahrscheinlich braucht auch das seine Zeit. So, jetzt hoff ich, dass mir für Ostern noch was einfällt.
Euch allen schöne Feiertage! Sanna
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#7
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Liebe Sanna,
diese Antriebslosigkeit kenne ich ebenfalls. Auch wir haben immer alles gemeinsam gemacht. Auf den Garten freue ich mich. Die Blumen, Büsche, eigentlich alle Pflanzen, das hat er so gemocht. Ich hoffe nämlich, dass er mir bei der Gartenarbeit zuschaut und dann zufrieden auf mich und seinen Garten runterblickt. Schön dass du in ein paar Monaten (so lang is ja nemma hin) einen 4- beinigen Begleiter bekommst. Ostern macht mir z.B. gar nichts aus. Da ist nichts anders als an anderen Tagen. Ich denke das ist eine Kopfsache. Werde mir evtl. was besonders leckeres kochen (kann jedoch sein, dass ich das doch lasse... besondere Dinge haben wir immer gemeinsam gekocht und dann gemeinsam genossen... könnte sein, dass ich noch nicht zum richtigen essen /genießen bereit bin. Derzeit ist es eher immer noch Nahrunsaufnahme) LG und ein paar entspannte Tage Carmen
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Mein Schatz: 10/2012 Diagnose Pankreaskarzinom mit Metastasen am 23.02.2013, in meinen Armen eingeschlafen ![]() ![]() Hier kann man unseren Weg nachlesen (Achtung, sehr lang) http://www.krebs-kompass.org/showthread.php?t=57813 |
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