![]() |
|
|
|
|
#1
|
|||
|
|||
|
Hallo alle zusammen!
Gut das es so ein Forum gibt. Danke schon mal im Voraus für eure Hilfe! ![]() Meine Freundin ist an malignem Melanom erkrankt. Dazu habe ich ein paar Fragen. Ich mache mir große Sorgen! Hier erstmal die Situation: (da ich nur die Freundin bin habe ich keinen Zugang zu histologischen oder pathologischen Daten) Meiner Freundin ist hellhäutig, rothaarig, hat viele Sommersprossen und Muttermale und neigt zu Sonnenbränden. Deshalb hat sie sich auch immer regelmäßig vom Hautarzt untersuchen lassen. Bislang ohne Befunde. Im September letzten Jahres ist Sie schwanger geworden und bei einer gynäkologischen Routineuntersuchung in diesem Jahr ist Ihrem Arzt ein verdächtiger Fleck in der Leiste aufgefallen. Ende April wurde dieser dann operativ entfernt. Bei der Untersuchung des Gewebes hat sich dann herausgestellt, dass es ein malignes Melanom ist. Diese Diagnose erhielt sie ca. eine Woche vor der Geburt ihres Kindes. Mittlerweile ist ihr süßes Baby gesund zur Welt gekommen. Ich weiß nicht wie dick bzw. tief das entfernte Melanom war, aber die Ärzte in der Klinik Hornheide hielten es für nötig nach der Geburt und entsprechender Erholungszeit die Lymphknoten in dem Bereich zu entfernen und zu untersuchen. Ich glaube es wurden 5 Lymphknoten entfernt wobei in einem Metastasen nachgewiesen werden konnten. Die anderen waren "sauber". Das war natürlich erstmal ein Schock! Es wurden wohl entsprechende Untersuchungen veranlasst, und wie es aussieht sind sonst keine Metastasen im Körper zu sehen. Anfang der Woche wurden meiner Freundin aber (vorsorglich?) weitere Lymphknoten entfernt und zwar sehr radikal. Die Befunde aus diesen liegen noch nicht vor. Bald soll dann auch mit einer 15 - 18 monatigen Behandlung mit Interferon begonnen werden. Soweit mein Wissensstand. Nun zu meinen Fragen: Meine Freundin sagte mir die Ärzte hätten ihr gute Hoffnungen gemacht. Sie wäre noch jung (29 J.) und körperlich sehr fit. Zudem würde sich ihre positive Einstellung (sie ist wirklich sehr tapfer) und die Tatsache das sie mehr als genug Gründe hat (gerade erst ist ihre kleine Familie entstanden) gesund zu werden positiv auf die Prognose auswirken. Sie meinten sie hätte gute Chancen wieder ganz gesund zu werden. Nach allem was ich im Internet und speziell hier im Forum gelesen habe kann ich aber nicht so recht daran glauben. Bzw. ich glaube schon, dass sie wieder gesund werden kann aber ich denke sie wird auch sehr, sehr viel Glück dazu brauchen. Wie realistisch ist meine Einschätzung? Ich habe auch Angst, dass sich in ein paar Jahren noch Metastasen im Körper bilden, selbst wenn sie nach der Behandlung mit Interferon als gesund gilt? Ist das sehr wahrscheinlich? Gibt es hier überhaut jemandem bei dem der Krebs bis in die Lymphknoten gestreut hat, der aber nach der Entfernung und der Therapie geheilt war und bei dem es nicht im Nachhinein noch zu Metastasenbildung im Körper kam? Bitte helft mir. Ich mache mir sehr große Sorgen um meine Freundin. Sie ist doch gerade erst Mutter geworden! Ich befürchte sie stellt Ihre Situation besser da als sie ist um uns nicht zu beunruhigen. Ich möchte wissen worauf ich mich ggf. einstellen muss. Vielen Dank schon mal. LG Chaosbeute |
|
#2
|
|||
|
|||
|
Hallo Chaosbeute,
schön, dass du dich so nett um deine Freundin kümmerst. Tatsächlich kommt es im Laufe einer Schwangerschaft zu einer Hormonumstellung und es kommt häufig zu Melanomen. Bei mir war es 1988 auch so, allerdings war das MM noch sehr klein. War gerade zu diesem Zeitpunkt 27 Jahre. Erst 2003 habe ich meine MM-Karriere richtig gestartet mit einem weiteren MM, mit befallenen Wächterlymphknoten und einer anschließenden kompletten Lymphknotendissektion. So wie es bei deiner Freundin jetzt ansteht. Danach machte auch ich eine Interferon-Therapie. Ich weiß nicht ob ich an Altersschwäche sterben werden, jedoch ist meine Lymphknotendissektion schon 10 Jahre her. Man sollte immer eine positive Lebenseinstellung haben, es ist gut für die Immunabwehr. Interferon Erfolge sind viel häufiger- als 6 Richtige im Lotto zu haben. Jetzt sollte sich deine Freundin erst einmal richtig auf das Baby freuen. Wünsche deiner Freundin nur das Beste! LG -babs_Tirol-
__________________
"Die Hoffnung aufgeben bedeutet, nach der Gegenwart auch die Zukunft preisgeben" Pearl S. Buck, 1892-1973, Literatur-Nobelpreisträgerin 1938 -Meine im Krebskompass verfassten Beiträge dürfen in anderen Foren, oder HP’s nicht ohne meine persönliche Zustimmung kopiert oder veröffentlicht werden- |
|
#3
|
|||
|
|||
|
Hallo an alle,
bin selbst Mitglied im Lymphiforum, leider ist nun bei meinem Mann ein noduläres MM diagnostiziert worden. Die Histo sagt: pT3b Clark- Level III, Tumordicke 2,5mm. Nun hat er die ersten Untersuchungen hinter sich (Sono und Pet sind ok, MRT steht noch aus) und es ist nachgeschnitten sowie der Wächterlymphknoten entnommen worden. Die Hautärztin sprach sofort von Interferon Therapie. Könnt ihr dazu etwas sagen? Ist das auch ohne die Ergebnisse vom Wächter zu kennen schon klar? Durch die Leitlinie ist es mir nicht ganz klar geworden. Wie sind eure Erfahrungen? Wie lange dauert es, bis man da Klarheit hat? Bin etwas verunsichert und ängstlich liebe Grüße Cordula
__________________
Diagnose 05/2009: follikuläres Lymphom Grad 1-2, Stadium 1; Behandlung Rituximab + Bestrahlung bis Ende 10/2009 - seither kein Rezidiv Nun leider auch mein Mann: noduläres ulzeriertes Melanom TD 2,5mm; pT3bN0M0 |
|
#4
|
|||
|
|||
|
Hallo babs_tirol,
vielen Dank für deine Antwort! Das macht wirklich Mut! Ich freue mich sehr für dich, dass du seit 10 Jahren gesund bist und hoffe, dass du es auch lange bleibst! Kennst du noch mehrere "glückliche" aus diesem Forum bei denen es so günstig verlaufen ist? Und kann mir jemand Tipps geben wie ich meine liebe Freundin am besten unterstützen kann? LG Chaosbeute |
|
#5
|
|||
|
|||
|
Zitat:
in den Leitlinien steht Zitat:
Da Du pT3b geschrieben hast, hat das Melanom eine Größe zwischen 2,01 und 4,00mm (genau geschrieben: 2,5mm) mit Ulzeration. Und Stadium IIB stellt eine Tumordicke über 2mm mit Ulzeration dar. Die weitere Einstufung läuft ja noch (Wächterlymphknotenaufarbeitung). Deswegen konnte die Dermatologin auch direkt von dem Angebot der Interferon-Therapie sprechen. Um es gleich vorweg zu nehmen: Interferon gehört zu den Immuntherapien der Chemotherapien. Wir sprechen hier also nicht von einer mal so nebenbei genommenen Medikation. Auch die Niedrigdosis von 3 x 3 MioE / wöchentlich hat es in sich (da gibt es aber einen ganzen Thread voller Informationen von gaannzz vielen Usern und deren Erfahrung damit). Was die Dauer bis zur Klarheit anbelangt, gehe ich davon aus, dass Du die histologische Befundung des Sentinel meinst. Nun, das kann von paar Tagen bis eine kleine Ewigkeit dauern. Das kommt darauf an, wie gut sich der Tumor (und damit auch die Metastasen) zeigen lassen möchte. Die Histologie ist ja mittlerweile so ausgereift, dass man sogar schon Einzeller identifizieren kann. Ich hoffe, damit etwas Licht in die Sache gebracht zu haben.
__________________
Alle im Forum von mir verfassten Beiträge dürfen ohne meine Zustimmung nicht weiterverwendet werden. Geändert von J.F. (21.07.2013 um 13:44 Uhr) |
|
#6
|
|||
|
|||
|
Hallo JF,
vielen Dank für die Info - das gibt doch schon etwas mehr Klarheit. Leider müssen wir ja die Histo des Lymphknotens abwarten, dann sehen wir weiter. Vermutlich habe ich dann noch mehr Fragen an die erfahrenen Forumsmitglieder, aber erstmal lese ich im Interferonthread nach. Cordula
__________________
Diagnose 05/2009: follikuläres Lymphom Grad 1-2, Stadium 1; Behandlung Rituximab + Bestrahlung bis Ende 10/2009 - seither kein Rezidiv Nun leider auch mein Mann: noduläres ulzeriertes Melanom TD 2,5mm; pT3bN0M0 |
|
#7
|
|||
|
|||
|
Liebe Forumsgemeinde und liebe Mitbetroffenen,
bei mir wurde im Juni '13 ein SSM, CL IV, 1,1mm nach Breslow diagnostiziert. So wie wahrscheinlich die Hälfte aller Einwohner dieses Landes, habe ich mein größtes Organ bisher eher stiefmütterlich behandelt und Hautveränderungen oder sogar Hautkrebs waren kein Thema für mich. Am linken Oberarm hatte ich schon ewig ein Muttermal, in dem sich Anfang diesen Jahres ein schwarzes Feld bildete. Nach einem Termin beim Hautarzt stand dann fest, das Muttermal muss raus. Selbst das machte mir keine Bedenken. Nie im Leben hätte ich mit einem positiven Befund gerechnet. Der Ernst der Lage wurde mir jedoch schlagartig bewusst, als eine Woche nach dem kleinen Eingriff mein Hautarzt (höchstpersönlich) bei mir vor der Tür stand, um mir die Diagnose mitzuteilen. Meine Tel.Nr. war nicht im Computer zu finden und da ab dem Moment der Diagnose die Zeit gegen mich arbeiten würde, hätte die Befundbesprechung keine Zeit bis zum ziehen der Fäden gehabt. Da stand ich also, 34 Jahre, verheiratet, (bald) 4jähriger Sohn - konfrontiert mit der Diagnose Krebs. Und das Warten begann. Warten auf einen Termin zur OP-Besprechung im KH, Warten auf einen OP-Termin (Nachexzision + Entfernung der Wächterlymphknoten) und nun Warten auf den Befund der Lymphknoten. Morgen darf ich in der Klinik nachfragen... In den vergangenen 4 Wochen habe ich so viele psychische Zustände durchlebt wie nie zuvor in meinem Leben. Es gab Wut, Enttäuschung, Scham, Schuld, ANGST, Trauer aber auch Wertschätzung, Nähe, Liebe, sogar Freude. Eine Empfindung war (neben der Angst) vorherrschend - noch nie habe ich mich so allein gelassen gefühlt. Natürlich ist meine Familie für mich da und das meine ich auch nicht so unbedingt. Ich empfand und empfinde die Ärzte teilweise so abgebrüht und kalt, was der Angst nicht wirklich positiv entgegenwirkt, die man unwillkürlich mit sich herumschleppt. Ich verstehe, dass es "nur" ihr Job ist und dass sie nicht jedes Schicksal auf ihre Schultern bürden können - aber ich bin diejenige mit dem Krebs und würde mir hier und da etwas mehr Sensibilität wünschen. Ich bin kein Stück Fleisch... Fachlich habe ich mich bis jetzt dennoch gut aufgehoben gefühlt, vielleicht ist das auch wichtiger. Nachdem also der erste Schock verdaut war und ich mir wieder selbst erlaubte, mich auch im Internet über dieses Krebsform zu informieren, habe ich dieses Forum gefunden und stundenlang darin gelesen. Mich hat die Offenheit aller Mitglieder sehr berührt und ich wünsche mir, dass auch ich mich in naher Zukunft mit der Ruhe, Kraft aber auch der Entschlossenheit, die ich hier gelesen habe, meiner Erkrankung gegenüberstellen kann. Im Moment stehe ich noch auf eher wackligen Beinen ![]() Es tut gut, Eure Geschichten zu lesen und es nimmt mir das Gefühl des Alleinseins. Danke schön! |
|
#8
|
|||
|
|||
|
Update: Wächterlymphknoten sind nicht befallen
|
![]() |
| Lesezeichen |
| Stichworte |
| bedrohlich, ferien urlaub, hautkrebs, hautkrebs gefährdet, hautkrebs-zehennagel, hormonentzung, krebs, leberfleck, op-termin, pickel, verhütung |
| Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1) | |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|