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  #1  
Alt 31.08.2013, 13:04
monika100 monika100 ist offline
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Standard AW: Unsere Zukunft löst sich gerade auf

Hallo Nicole.

mein Mann hatte die Diagnose SPRK im März 2009.
Gott sei Dank hatte er nirgendwo Metastasen.
Er ist dann bis September mit Chemos behandelt worden, teilweise stationär und teilweise nahm er diese 24-Stunden-Pumpe mit nach Hause.
Dann folgten etliche Bestrahlungen, das hat er alles einigermaßen weggesteckt.
Dann gab es noch 1 Zyklus Chemo und Bestrahlungen zusammen - da habe ich ihn ins Kh bringen müssen, weil nichts mehr ging...
Aber - der Tumor war geschrumpft und damit op-fähig geworden.

Nach einer Erholungsphase erfolgte dann am 30.09.2009 die 10-stündige OP, Speiseröhrenentfernung und ein Stück Magen und dann Magenhochzug.
Als er nach 14 Tagen ziemlich überstürzt nach Hause kam - er konnte es im Krankenhaus einfach nicht mehr ertragen - war das mit der Ernährung soo schwierig, dass ich manchmal nicht weiterwusste.

Aber ganz ganz langsam wurde es immer besser, er wollte auch nicht in Reha, er sagte "Meine Reha ist hier zuhause" - war für mich manchmal ganz schön schwierig...
Mein Mann war insgesamt 1 Jahr krank geschrieben.
Da die EU-Rente - er war damals 48 - so wenig gewesen wäre, dass wir kaum die Miete mit NK hätten zahlen können und ich wegen der Familie sowieso nur einen 400-Eu-Job hatte, hatte er keine andere Möglichkeit als zu versuchen wieder arbeiten zu gehen. Mit Wiedereingliederung angefangen und langsam aufgebaut.
Naja,toll läuft es nicht, aber es geht.

Dumping-Syndrom bedeutet:
Da durch den Wegfall des Stücks Magens auch ein Stück Verdauungsorgan fehlt, fällt zuviel Nahrung einfach unverdaut in den Darm. Und das bringt heftige Beschwerden mit sich wie Übelkeit, starke Bauchschmerzen, Durchfälle, Zittrigkeit und manchmal sogar Kreislaufabfall.
Das ist schon sehr einschränkend, aber - Er LEBT.

LG Monika
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  #2  
Alt 31.08.2013, 13:42
Benutzerbild von Nicole13
Nicole13 Nicole13 ist offline
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Standard AW: Unsere Zukunft löst sich gerade auf

Hallo Monika!

Man, man, da habt ihr aber auch einen ganzen Faden mitgemacht.
Und Du bist doch auch noch krank. Ist echt schlimm. Manche haben wirklich
die A...karte im Leben gebunkert.
Bei meinem ist der Tumor inoperabel. Er hat auch Metas. Und halt dieses Wasser. Ist aber schon echt weniger geworden, muß ich ja sagen. Ist ein
kleiner Erfolg. Nach dem ersten Zyklus wurde beim CT erkannt, dass der Tumor zwar nicht größer geworden ist, aber die Metas sind unverändert. Daher gab es dann die neue "Sorte". Hoffe, diese springt etwas an. Sonst heißt es wahrscheinlich demnächst mal, das wars. Davor graut mir auch schon irgendwann.
Hab ihn eben abgeholt. Ist erstmal baden. Dieses Mal war die Zeit im KH auch sehr anstrengend für ihn. Nicht wegen der Chemo. Er hatte einen alten Opi mit auf dem Zimmer. Lag nur rum und hat vor sich hin geröchelt. Tag und Nacht. Da war nicht viel mit schlafen trotz Tablette und Ohrenstöpsel.
Kann er jetzt hier erstmal nachholen.
Naja, wir haben halt alle unser Päckchen zu tragen.

Liebe Grüße
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  #3  
Alt 31.08.2013, 23:47
Judi Judi ist offline
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Standard AW: Unsere Zukunft löst sich gerade auf

@Nicole
Hoffe deinem Mann gehts wieder besser. dasMit dem Eis essen ist bei uns genauso. Der scheiss Krebs drückt halt auf die Speiseröhre, da geht nicht viel mehr rein.
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  #4  
Alt 01.09.2013, 02:49
Norma Norma ist offline
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Standard AW: Unsere Zukunft löst sich gerade auf

Zitat:
Zitat von monika100 Beitrag anzeigen
Da die EU-Rente - er war damals 48 - so wenig gewesen wäre, dass wir kaum die Miete mit NK hätten zahlen können und ich wegen der Familie sowieso nur einen 400-Eu-Job hatte, hatte er keine andere Möglichkeit als zu versuchen wieder arbeiten zu gehen. Mit Wiedereingliederung angefangen und langsam aufgebaut.
Naja,toll läuft es nicht, aber es geht.

LG Monika
Bin sofort wieder weg, aber so einen Fall habe ich aktuell im Freundeskreis.
Mann, 47 Jahre alt, Lungenkrebs; ein Lungenflügel musste entfernt werden.
Es geht ihm soweit gut... außer schneller Erschöpfung merkt man ihm nichts an.

Und auch hier drängt seine Frau auf Wiederaufnahme der Arbeit (Schichtbetrieb, stressiger Job), weil die Rente angeblich noch nicht einmal für Miete und Nebenkosten reichen würde. Sie hat wegen der Kinder nur einen Halbtags-Job.

Sorry, aber so eine Denkweise kann ich nicht nachvollziehen. Was ist nun wichtiger: Geld oder Gesundheit!?

Fakt ist: Wer mit 48 Jahren wegen Krankheit in Rente gehen muss, erhält volle 12 Jahre (bis zum 60. LJ) Zurechnungszeit. Es ist quasi egal, ob sich ein Schwerkranker durch den Arbeitstag quält oder gleich den Rentenantrag stellt. Finanziell macht das nicht viel aus; die Rente würde selbst bei voller Berufstätigkeit bis zum 65. Lebensjahr kaum viel höher ausfallen als jetzt mit der Zurechnungszeit.

Ich glaube, da ist mal eine professionelle Rentenberatung fällig und selbst wenn die Rente nicht besonders hoch ausfallen SOLLTE: Es gibt Wohngeld und es gibt die Möglichkeit, Grundsicherung zu beantragen.

Im Traum wäre mir nicht eingefallen, auf meinen Mann einzuwirken, zwingend wieder arbeiten zu müssen, nur des Geldes wegen.

Dazu liebe ich meinen Mann viel zu sehr und möchte ihn möglichst noch lange "behalten".

Nix für Ungut, das musste ich jetzt einfach los werden.

LG
Norma
Diagnose Brustkrebs Nov. 2001
Diagnose Darmkrebs Juni 2007 bei meinem Mann
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  #5  
Alt 01.09.2013, 06:55
Kolibri62 Kolibri62 ist offline
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Standard AW: Unsere Zukunft löst sich gerade auf

Hallo Nicole!!!
Ich druecke fest die Daumen, das er bald wieder essen kann!
Ja, Maenner, unterschreibe ich glatt!!!
Meinem geht es, toi, toi, toi hervoragend!!!
Ich sitze hier mitten in der Wildniss und die Taschenlampe gibt den Geist auf!!! Trotz neuer Batterien!!!
Hier ist es butzedunkel!!!!
Meine cabin hat auch kein Licht und ist 200m weit weg! Ich mache mich mal auf den Weg!!

Grisu bei Infektionen steigen die Thrombos! Frag die Aerzte sicherheitshalber!!!

Allen anderen viel Kraft!!!!
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  #6  
Alt 01.09.2013, 11:05
monika100 monika100 ist offline
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Standard AW: Unsere Zukunft löst sich gerade auf

Hallo Norma,

bei uns war das genau umgekehrt.
ICH wollte, dass mein Mann in Rente geht, um jeden Preis, aber ER wollte es nicht. Er wollte nicht die nächsten Jahre - wer weiss wie viele es noch werden würden ... - auch noch jeden cent dreimal umdrehen müssen. ER hat das entschieden.

Natürlich waren wir bei der Rentenberatung mit diesem aktuellen Rentenverlauf. Danach hätte er eine sehr kleine EU-Rente bekommen. Und der Rentenberater hat auch nichts von einer Zurechnungszeit gesagt.
Was genau ist das denn???

Monika
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  #7  
Alt 01.09.2013, 11:24
Benutzerbild von buffy197111
buffy197111 buffy197111 ist offline
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Standard AW: Unsere Zukunft löst sich gerade auf

Mein Mann geht auch immer wieder voll arbeiten, sobald es ihm einigermassen gut geht. Zum einen des Geldes wegen, aber das kommt von ihm aus, weil er sich auch noch so einiges leisten will und zum anderen, tut ihm die Arbeit auch gut. Er ist zwar abends kaputt wie Hund, aber das lenkt von der Krankheit ab. Das muss aber jeder Kranke für sich entscheiden. Und wenn ich ehrlich bin, bin ich auch froh, dass mein Mann arbeiten geht. Ich hätte ihn nicht gedrängt, aber ich unterstütze ihn in seiner Entscheidung. LG MEL
__________________
Tobias Müller 27.12.1982 - 29.09.2014
Engel leben ewig, Helden sterben jung!
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  #8  
Alt 01.09.2013, 12:33
The Witch The Witch ist offline
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Standard AW: Unsere Zukunft löst sich gerade auf

Zitat:
Zitat von monika100 Beitrag anzeigen
Natürlich waren wir bei der Rentenberatung mit diesem aktuellen Rentenverlauf. Danach hätte er eine sehr kleine EU-Rente bekommen. Und der Rentenberater hat auch nichts von einer Zurechnungszeit gesagt.
Was genau ist das denn???
Wenn ihr eine mögliche EU-Rente durch die Rentenberatung habt berechnen lassen, ist die Zurechnungszeit bereits berücksichtigt. (Die ist auch im jährlichen Rentenverlaufsbescheid bereits eingerechnet.) Die Zurechnungszeit ist die Zeit, die vom Beginn der EU-Rente bis zur Vollendung des 60. Lebensjahres noch vergehen wird. Sie wird so bewertet, als habe man in dieser Zeit den Durchschnittswert seiner bisherigen Beiträge weiter eingezahlt. Der Knackpunkt: Je jünger man bei Eintritt der EU-Rente ist, umso geringer ist in der Regel dieser Durchschnittswert, weil man ja in jüngeren Jahren eher weniger verdient. Das wiederum heißt, dass der Rentenwert eben nicht merklich dadurch steigt. (Achtung - bevor jemand verwirrt ist: Für EU-Renten, die vor 2004 begonnen haben, gelten noch andere Regelungen.)

(Und dass Wohngeld und Grundsicherung erst greifen, wenn man sich eh schon auf Hartz-IV-Niveau bewegt, dürfte eigentlich auch klar sein.)
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  #9  
Alt 01.09.2013, 13:33
monika100 monika100 ist offline
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Hallo Witch,

danke für die Info, dann haben wir in der Hinsicht ja keinen Fehler gemacht.

LG Monika
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  #10  
Alt 02.09.2013, 03:04
Kolibri62 Kolibri62 ist offline
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Hallo Grisu!
Wie geht es deinem Mann? Wie geht es dir?

Etwas zur Auflockerung: mein Mann, der Gruni, hat fuer heute ein Hotel gebucht!
Als ich an der Rezeption war, konnte die nette Dame nix finden!!! Gruni hat das Zimmer fuer den 1.12 gebucht! Heute ist aber der 1.9!!!!!!!
kann das an der Hirnbestrahlung liegen???
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  #11  
Alt 05.09.2013, 08:21
Norma Norma ist offline
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Zitat:
Zitat von The Witch Beitrag anzeigen
Wenn ihr eine mögliche EU-Rente durch die Rentenberatung habt berechnen lassen, ist die Zurechnungszeit bereits berücksichtigt. (Die ist auch im jährlichen Rentenverlaufsbescheid bereits eingerechnet.)
Keine Ahnung, wie du auf diese Aussagen kommst. Ich kann dir aber versichern, dass weder bei meinem Mann noch bei mir die Zurechnungszeiten angegeben waren; weder in Jahren noch in der Summe.

Wieviel die Zurechnungszeiten an Barem gebracht hat (viel mehr, als wir geglaubt hatten), haben wir BEIDE erst erfahren, als der endgültige Rentenbescheid eintraf.

MfG
Norma
Diagnose Brustkrebs Nov. 2001
Diagnose Darmkrebs Juni 2007 bei meinem Mann

Und nun wech. Gute Unterhaltung weiterhin!
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  #12  
Alt 09.09.2013, 09:44
Benutzerbild von Nicole13
Nicole13 Nicole13 ist offline
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hallo ihr lieben!

na, wie geht es euch? wochenende gut überstanden??


lg
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  #13  
Alt 10.09.2013, 00:44
The Witch The Witch ist offline
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Zitat:
Zitat von Norma Beitrag anzeigen
Keine Ahnung, wie du auf diese Aussagen kommst. Ich kann dir aber versichern, dass weder bei meinem Mann noch bei mir die Zurechnungszeiten angegeben waren; weder in Jahren noch in der Summe.

Wieviel die Zurechnungszeiten an Barem gebracht hat (viel mehr, als wir geglaubt hatten), haben wir BEIDE erst erfahren, als der endgültige Rentenbescheid eintraf.
In der (nach Vollendung des 27. Lebensjahres und Ablauf der Wartezeit) jährlich verschickten Renteninformation wird die aktuell bei voller Ewerbsminderung zu erwartende Rente aufgeführt. Der dort angegebene Wert ist inklusive der Zurechnungszeit berechnet. (Die Zeit selbst wird nicht eigens ausgewiesen, die kann man sich ja selbst ausrechnen.) Voraussetzung dafür, dass es sich dabei um den tatsächlichen auszahlbaren Wert handelt, ist natürlich, dass das Rentenkonto geklärt und auf dem aktuellen Stand ist ist.
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