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#1
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Morgen werden es fünf Wochen, dass mein über alles geliebter Papa verstorben ist. Täglich wird es schlimmer, den Gedanken zu ertragen, dass er nicht mehr bei uns ist. In mein Elternhaus zu gehen, kostet mich jedes Mal sehr viel Überwindung, einfach aus Angst, dass mein Papa eben nicht mehr da ist.
Meine Mama zu sehen, wie sehr sie unter diesem schweren Verlust, ihren Lebenspartner verloren zu haben, leidet und von meinem Sohn zu erfahren, dass er merkt wie traurig Oma ist, tut mir im Herzen weh. Nächste Woche hätten sie ihren 36. Hochzeitstag gehabt. Wenn ich vor seinem Grab stehe und seinen Namen lese, dann kommt mir alles so unwirklich vor. Gestern Nacht war es besonders schlimm. Ich bin schweißgebadet mitten in der Nacht aufgewacht, weil ich geträumt habe, dass alle meine Verwandten und Bekannten an Krebs erkrankt sind. Den ganzen Tag stand ich neben mir, weil ich immer nur diesen blöden Traum in meinem Kopf hatte. Ich muss immer wieder daran denken, wo mein Papa jetzt wohl sein wird. Mein Opa ist vor 6 Jahren verstorben, meine Oma vor 5 Jahren. Auch wenn es jetzt vielleicht für manche dumm klingt - mein Hund (der damals der Kinderersatz meines Mannes und mir war) ist vor 3 Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen. Mein Papa hat unseren Hund total gern gehabt. Ist immer mit ihm spazieren gegangen, hat sich immer um ihn gekümmert, wenn wir arbeiten waren. Ich stelle mir vor, dass mein Papa jetzt meine Großeltern wiedergesehen hat, dass er sich jetzt wieder um unseren Hund kümmert und dass es allen einfach gut geht und keiner von ihnen je mehr Schmerz und Leid ertragen muss. Dass mein Papa jetzt endlich seine Mama hat kennenlernen dürfen (sie ist auch schon sehr sehr früh verstorben, er hat sie nicht wirklich gekannt). Wie wird das Leben nach dem Tod wohl sein? Wie geht es euch mit dem Gedanken? Welche Vorstellungen habt ihr? Liebe Grüße blue_eyes
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Papa, du fehlst mir so sehr!! 06.09.1948-06.10.2013 Es ist ein Abschied für länger, aber nicht für immer - irgendwann sehen wir uns wieder! |
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#2
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liebe blue-eyes..
für deine fragen empfehle ich dir das buch: 90 minuten im himmel von don piper. ich habe es im hospiz gelesen und ich war danach so erfüllt und hab auch meiner mami vorgelesen, was sie erwartet, wenn sie geht. sie lag zwar schon im leberkoma, aber ich bin mir ganz sicher, daß sie es gehört hat. darin wird auf eine so wunderschöne art beschrieben, wie es im regenbogenland aussieht. seither hab ich selber keine angst mehr vorm sterben. so leg ich dir nahe, dieses buch zu lesen. wünsch dir weiterhin viel kraft. liebe grüße von tine
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MISS YOU MAMA 24.02.1944-15.10.2012 |
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#3
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Liebe Tine!
Ich danke dir für den Hinweis auf das Buch. Ich werde mir das besorgen, vielleicht finde ich so ein paar Antworten auf meine Fragen auf das Leben nach dem Tod. Vielen Dank, lg blue_eyes
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Papa, du fehlst mir so sehr!! 06.09.1948-06.10.2013 Es ist ein Abschied für länger, aber nicht für immer - irgendwann sehen wir uns wieder! |
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#4
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Mein lieber Paps!
Du fehlst uns an allen Ecken! Wir vermissen dich sehr und es ist sehr schwer für uns alle, ohne dich hier zu sein. Heute hatten Mama und du euren 36.Hochzeitstag! Ich kann es noch immer nicht glauben, dass du nicht mehr da bist. Jeden Tag, jede Minute denke ich an dich. Heute haben Mama, dein Enkelsohn und ich Fotos von früher, als Mama und du euch kennengelernt habt und als ich noch ein Baby war, angesehen. Ich hab dich lieb, Papa, du fehlst uns sehr!
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Papa, du fehlst mir so sehr!! 06.09.1948-06.10.2013 Es ist ein Abschied für länger, aber nicht für immer - irgendwann sehen wir uns wieder! |
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#5
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Hallo Paps!
Gestern waren es 7 Wochen, seit du von uns gegangen bist. Wir vermissen dich alle so schrecklich! Ich fürchte mich echt schon vor meinem Geburtstag, vor Weihnachten und vor dem Geburtstag deines Enkelkindes. Alle 3 Anlässe ziemlich knapp hintereinander und alle das erste mal ohne dich. Ich hab dich soooo lieb und vermisse dich. Bitte hab ein Auge auf uns von oben. Ganz besonders auf Mama. Sie fühlt sich momentan sehr unsicher alleine zu Hause. Deine Tochter @ all: Jetzt ist es 7 Wochen her, dass mein Papa in ein hoffentlich schmerzloses "Leben" übergegangen ist. Es gibt Tage, an denen es mir etwas besser geht, und dann gibt es Tage, so wie gestern, da geht es mir total mies. Da würde ich mich am liebsten ins Bett einigeln und den ganzen Tag nicht rauskommen - was bei einem fast 7jährigen Sohn nicht geht (obwohl mein Sohn schon versteht, wenn es mir mal nicht gut geht und ich "ein bisschen Zeit für mich brauche"). Ich würde am liebsten nur weinen und muss ständig dran denken, was mein Paps doch noch alles erleben und machen wollte und was er jetzt nicht mehr machen kann. Ständig hab ich ihn dann vor Augen - egal wo ich hinsehe, überall kommen Erinnerungen, wo er nicht überall gestanden ist, was sein Lieblingsplatz war, wo er immer mit seinem Enkel gespielt hat, das Lachen der beiden, ich sehe, was er alles geschaffen hat - als er z.B. mit meiner Mama das Stelzenhaus für seinen Enkelsohn gebaut hat. Erinnerungen sind ja schön, aber ganz ehrlich zerreißt es mich momentan innerlich, wenn ich all diese Dinge vor mir habe. Ich kann sie einfach noch nicht als schöne Erinnerungen sehen, sondern als das, wo mein Papa jetzt überall fehlt, welch toller Paps er einfach war. Ich möchte diese Erinnerungen aber auch nicht verdrängen, weil ich Angst habe, dass sie irgendwann einmal verblassen und ich meinen Papa "nicht mehr klar" vor mir sehe. Diese Tage, an denen es mir schlecht geht, diese Tage treten momentan sehr sehr oft auf. Wie ergeht/erging es euch? lg blue_eyes
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Papa, du fehlst mir so sehr!! 06.09.1948-06.10.2013 Es ist ein Abschied für länger, aber nicht für immer - irgendwann sehen wir uns wieder! |
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#6
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liebe blue eyes...
das was du grad durchmachst, ist völlig normal. du befindest dich grad in der phase des realisierens. diese zeit dauerd eine weile und tut sehr weh. aber sie ist auch wichtig um irgendwann besser damit leben zu können. ich hatte auch diese phase, hab viel geweint und wollte es nicht wahr haben. auch heute noch kommen immer wieder so tage. ich nenn sie dann trauerwellen. ich nehm sie an und leb sie aus.danach gehts mir wieder besser. so muntere ich dich auf, deiner trauer raum zu geben und sie auszuleben. vielleicht kannst du dich abends mal zurück ziehen und dann an irgendeinen dir schönen platz fahren und dort deine trauer rausweinen oder gar rausschreien. ich wünsch dir viel kraft für diese schwere phase. drück dich mal, tine
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MISS YOU MAMA 24.02.1944-15.10.2012 |
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