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#1
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Liebe Juli,
Das tut mir leid! Ich kann Deinen Wunsch nach ein bisschen Normalität gut verstehen. Versuche es einfach! Ich habe im Krankenhsus eine Psychoonkologin kennengelernt, die hat mir in Bezug auf Krebs und die nächsten Schritte sehr geholfen. Diese Betreuung steht Dir zu! Ich kann das nur empfehlen. Ich habe allerdings einen anderen Psychologen ausgewählt, den ich empfohlen bekam. Auch Psychopharmaka können helfen. Aber auch Bachblüten Notfalltropfen, Homöopathie mit Johanniskraut - je nach Vertrauen in Medikamente. Schön, dass Du Deinen Mann hast, mit dem Du lachen kannst! In der Chemo kann sich einiges zurückbilden. Im Krankenhaus traf ich eine Mitpatientin, die mehrere Tumoren hatte und erzählte, dass sich diese bis auf einen, der kleiner geworden war alle ohne Rückstände zurückgebildet haben. Sie hat sich die Brust trotzdem Abnehmen lassen und hatte ein Silikonimplantat. Mensch ich habe gut reden! Mir steht "nur" Chemo, Bestrahlung etc. bevor! Ich habe seit der Diagnose am 17.12. nicht einmal weinen können. Normalerweise habe ich recht nah am Wasser gebaut und als ich gerade Eure Berichte las musste ich schlucken. Ich war heute draußen mit dem Hund, zur Zeit der Sonnenfinsternis, könnte dann einen Salat essen, also es geht etwas bergauf! Tag 3 nach der Chemo. Ich habe es sogar geschafft die Küche auf- und die Spülmaschine einzuräumen, jetzt sitze ich wieder auf meinem derzeitigen Lieblingsplatz im Schaukelstuhl vor dem Ofen, die Sonne scheint herein und tut so als wäre nichts. Liebe Juli, Karin Sanftpfote, Lulu, Katja, Mickey, Eisblume, Molpha, Sinai, Davinci, wkzebra, Tinki, Susi, Sharks, Sonne, Gigi, ilonkad und alle die ich vergessen habe. Ich schick Euch ein paar sonnige Frühlingsstrahlen und hoffe, dass sie Euch Kraft geben! Ganz liebe Grüße Resi Es ist schön hier zu schreiben, ich hätte gar nicht gedacht, dass das so gut tun kann |
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#2
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Liebe Juli, gerade das mit den Kindern ist Fluch und Segen zugleich. Mei Kleiner war bei Diagnose knapp ein Jahr. Jetzt 1,5Jahre. Ich weine oft wenn es um ihn geht. Mal weil mir in der Chemo die Kraft fehlte mit ihm zu spielen und zu toben, mal weil ER weint da ich schon wieder im Krankenhaus bin.
Andererseits ist ER der beste Grund zu kämpfen! Ich schau ihn an und weiß warum ich mich durch die anstrengende Therapie kämpfe! Und das wirst du auch ![]() lg |
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#3
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Hallo Resi,
ein paar Psychologen habe ich jetzt mal angerufen. Die haben aber noch nicht zurück gerufen. Hier bei uns, ist es wohl etwas schwierig einen Therapieplatz zu bekommen. Mal schauen, ob ich einen bekommen werde. Manchmal kann man auch nicht weinen. Das kenn ich auch. Und dann irgendwann löst sich etwas. Schön, dass Du wieder etwas essen kannst! Und übrigens klingt das bei Dir an der Ostsee sehr idyllisch. In einem Deiner früheren Berichte hast Du geschrieben: Mit dem Hund draußen, Schafe und Katzen versorgen, Holzofen... Das ist bei mir hängen geblieben und es klingt so schön. Vielleicht komm ich Dich irgendwann mal dahin besuchen
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Liebe Grüsse! Juli |
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#4
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Liebe Eisblume,
ja, ganz genau. Und ich habe das Gefühl, ich könnte ihm nicht die Mutter sein, die ich gerne wäre oder die er verdient hätte, wenn ich nicht diese schreckliche Krankheit hätte. Ja, ER ist der beste Grund dafür! Danke für Dein Mutmachen.
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Liebe Grüsse! Juli |
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#5
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Dann man tau, Juli! Anschlussheilbehandlung auf Rügen oder Usedom oder Zingst...das wäre doch eine Überlegung wert! Gibt auch sehr schöne Mutter Kind Kliniken hier! Für den Fall, dass Bedarf besteht! Aber im Ernst, ich habe es wirklich gut hier. Sitze im Schaukelstuhl vor dem Ofen und lerne mich mal wieder zu langweilen. Es ist absolut ruhig, was mir sehr gut tut. Eine Nebenwirkung der Chemo ist eine besondere Empfindlichkeit der Sinne. Das schöne ist, dass ich einfach schnell mal raus kann, wenn ich das brauche. Ich hoffe dass ich bald wieder etwas fitter bin. Habe mir neue Walkingstöcke gekauft. Ich fang dann wieder mit dem "Omasport" an. Das habe ich früher mit Todesverachtung gestraft. Bis zum Joggen ist noch ein bisschen hin!
Mein Hund freut sich, dass ich zu Hause bin. Du bist zum Hundespaziergag herzlich eingeladen. Habe aus verschiedenen Nachrichten gelesen, dass es einige Leute mit Hunden gibt. Allen hier liebe Grüße Resi |
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#6
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Noch was, Juli: natürlich ist es blöd für Dein Kind wenn Du krank bist. Aber ich denke, dass auch schon ein kleiner Mensch ein Bewustsein dafür entwickeln kann. Wichtig ist die Qualität der Zeit, die Ihr miteinander verbringt, nicht die Quantität! Ich bin mir sicher, dass Du eine gute Mutter bist. Mach Dir keine Sorgen. Du wirst wieder gesund und es kommen andere Zeiten. Dabei wird es immer mal Zeiten geben, wo Du das Gefühl Haben wirst nicht zu genügen. Und Fehler wirst Du auch machen. Da kann ich ein langes Lied singen. Mein Töchterlein ist 21!
Alles liebe |
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