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#1
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Liebe Marie
Ich bin relativ neu in diesem Forum und ich musste Deine Geschichte zuerst etwas setzen lassen....puh ist grad etwas heftig! Ich habe meine Diagnose vor einem Jahr bekommen . Ich bin damals mit einem geblähten Bauch zum Arzt gegangen. Eigentlich hatte ich gar keine Zeit für solche Dinge, war voll im Arbeitsstress. Nach einem kurzen Ultraschall meinte die Ärztin, "ich melde sie jetzt gleich im KH an, das gefällt mir überhaupt nicht". Ich konnte aus ihrem Benehmen rauslesen, dass es in meinem Bauch alles andere wie gut aussah. Ich musste also sofort ins KH und dann gingen all die Untersuchungen los und das WARTEN! Ich mag mich heute noch erinnern, wie elend mir zu Mute war und man liess mich einfach stundenlang ALLEINE in den Gängen rumstehen (resp. liegen) bis die nächste Untersuchung war. Das war echt der schlimmste Teil der ganzen Geschichte. Als ich dann endlich nach fast 1 Woche wusste, dass da in meinem Innern ein Tumor sich breit gemacht hatte, war ich fast erleichtert. Endlich ging es vorwärts, endlich wurde ein OP-Termin organisiert. Ich habe die grosse OP im grossen und ganzen gut verdaut. Nur die nachträglichen Patho-Ergebnisse waren sehr ernüchternd. Ich habe/hatte Figo IV. Hatte 5 Zyklen Chemo, einen künstlichen Darmausgang. Aber wie Du siehst, ich bin noch da und es geht mir trotz eines 1. Rezidivs gut. Dafür bin ich unendlich dankbar! Mein Darm ist mittlerweile sogar rückverlegt worden.Lass Dich nicht unterkriegen ! Den ersten Schock der Diagnose zu verarbeiten dauert ein wenig. Aber dann solltest Du wie wir hier alle die "Ritterrüstung" anziehen und kämpfen. Auch wenn Deine Welt jetzt etwas trüb aussieht, es lohnt sich nach vorne zu schauen. Liebe Grüsse Swabs |
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#2
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Guten Morgen liebe Marie!
Auch von mir ein herzliches Willkommen in deiner wirklich schwierigen Situation. Deine Geschichte hat mich tief gerührt, da denkt man wirklich, wieviel kann ein Mensch noch verkraften. ABER, ich weiß von meiner Arbeit auf Intensivstation über 16 Jahre, dass ein Mensch mit viel Willen und Kraft wirklich sehr viel übersteht. Ich möchte dir in deiner jetzigen Situation viel Mut zusprechen und mich unserer Tündel anschließen. Schau bitte, ob du in einem Kompetenzzentrum bist. Gerade auch mit deiner MS muss ja dann wirklich alles sehr gut durchdacht und geplant sein. Die OP ist gut zu schaffen, schau wir haben sie alle hinter uns gebracht(aber ohne MSich weiß). Du bist jung(wir sind übrigens gleich alt und sieh, was DU alles schon geschafft hast, das ist wirklich bemerkenswert. Deine Àrzte werden alles für dich tun, es ist nur wichtig, dass du Ärzte hast bei denen du dich wohl fühlst und zu denen du auch vollstes Vertrauen hast.Ich hatte vollstes Vertrauen (meine Kollegin hat aber auch meine Anästhesie gemacht ) und ich muss sagen, Angst vor der OP hatte ich wirklich gar nicht. Ich hatte so mit der Diagnose zu kämpfen, dass ich ohne jegliche Bedenken da durch bin. Die Zeit danach war auch zu überstehen, mein Krankenhauskeim hat mich leider in die Isolation damals geschickt, das war für mich sehr schwierig. Mein Tipp für dich, mache alles Schritt für Schritt. Ich grüß dich lieb und alle Mitbetroffenen auch. Eure schneckili. |
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#3
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Guten Morgen Ihr Lieben,
vielen Dank für Eure lieben Antworten und auch Tündel vielen Dank für die Informationen! Ich bin jetzt hier in Stuttgart in einem Gynäkologischen zertifizierten Krebszentrum. Und ich werde nachher operiert. Als ich gestern schon alles für den Reißverschlusskomplettschnitt vom Brustbein bis zum Schambein alles unterschrieben hatte kam die leitende Oberärztin und hat zum Glück Entwarnung gegeben. Sie hatten die histologischen Proben nach Graz geschickt um sich eine Zweitmeinung einzuholen, ob mein Borderline Tumor nicht schon in ein echtes Ovarialkarzinom übergegangen ist. Es folgten drei Wochen, die nervlich kaum aushaltbar waren. Und dann gestern endlich die Erlösung. Seromuzinöser Borderline Tumor des Ovars in Assoziation mit einem muzinösem Zystadenom. Die leitende Oberärztin operiert mich nachher. Sie operiert mich wie vor drei Wochen auch wieder mit Laparaskopie. Bin echt froh! Denn nach einer Bauchspiegelung ist man ja auch schneller wieder fit. Gerade wegen meiner MS schonender, sagt sie. Chemotherapie bleibt mir so wie es aussieht erspart. Klar, wenn sie jetzt bei der OP noch viel entdeckt muss sie die OP auf Bauchschnitt erweitern. Und dann wird wieder alles eingeschickt und man muss abwarten was da dann alles rauskommt. Wieder Wartezeit... Und um einen Blasenkatheter komme ich dieses Mal auch nicht rum. Und Schläuche werde ich auch mehrere haben. Und Angst habe ich trotzdem. Aber ich hoffe ich kann Euch morgen oder so wieder schreiben. Drückt mir die Daumen, ja? Liebe Grüße, Marie |
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#4
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Liebe Marie,
leider kann ich dir nichts zu Borderline sagen, da ich mich damit nicht auskenne. Freue mich aber sehr, das Du noch "gimpflich" davon gekommen bist. Ich komme aus dem Rems-Murr-Kreis und wurde auch in Stuttgart von der hiesigen OÄ operiert. Ich war dort sehr zufrieden was die OP angeht. Ich wurde dort R0 operiert und hatte ständig das Gefühl, das ich sehr umsorgt und hervorragend behandelt werde. Ich bin den Ärzten in S zutiefst dankbar, da es in meinem Fall bei einem TM von fast 8000 vor OP grottenschlecht aussah. Ich hatte nie postoperative Schmerzen, meine Narbe ist sehr schön verheilt und auch von den anderen Damen, die ich bei der Chemo kennenlernen durfte, wurde nur positives berichtet. Ich wünsche Dir alles Gute für Deine bevorstehende OP und drücke Dir meine Daumen und meine Zehen. Liebe Grüße Jackie
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"Es gibt drei Arten von Lügen: Lügen, infame Lügen und Statistiken." (Benjamin Disraeli) |
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#5
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Liebe Jackie,
warst Du auch im MH? Ich bin da jetzt und wurde vorgestern operiert und natürlich geht es mir nach der zweiten Narkose und OP innerhalb von drei Wochen und mit meiner MS nicht so gut... Mein Kreislauf spielt völlig verrückt. Aber das war ja zu erwarten. Ich bin einfach froh, dass der Müll jetzt komplett raus ist und ich die 2. OP hinter mir habe. Jetzt kommt wieder das Warten auf die histologischen Ergebnisse. Ich hoffe so sehr, dass es bei Borderline bleibt und, dass mir so die Chemo erspart bleibt! Heute ist mir die Drainage gezogen worden. Gestern schon der Urinkatheter. Heute Nacht hatte ich schreckliche Hitzewallungen. Sind das jetzt die Wechseljahre? Kennt sich da jemand aus? Habe auch immer noch starke Schmerzen. Aber das ist ja auch eine riesengroße Wundfläche da im Bauch! Bis bald, liebe Grüße, Marie |
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#6
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Hallo,
ich gehöre in ein anderes Unterforum, wollte aber etwas zu Deinen Hitzewallungen sagen. Ich habe die jedes Mal nach einer Narkose. I. d. R. nicht so zeitnah, außer bei meinem Kaiserschnitt, da hatte ich sie direkt nach der OP, ansonsten habe ich sie eher in der Woche danach. Ich wünsche Dir alles Gute, vor allem, dass das Ergebnis so sein wird, wie Du es Dir vorstellst. Liebe Grüße Chrissie |
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#7
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Liebe Marie
Es freut mich, dass die OP gut gelaufen ist .Das mit den "Wallungen" kenne ich zur Genüge. Mir haben sie gesagt, dass sei von der Narkose und den Schmerzmitteln. Bei mir war es nach der 2. OP wirklich krass. Da mussten sie mir 2x die Nacht das Bett neu beziehen. Ich habe dann Salbeitropfen bekommen. Das hat mir etwas geholfen. Etwelche Wechseljahrbeschwerden kommen später, bei mir war es so 4 Monate nach der grossen OP. Ich drücke Dir weiterhin die Daumen, dass die Histo-Ergebnisse beim "Borderline" bleiben oder noch besser gar nix zeigen ![]() Liebe Grüsse Swabs
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