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#1
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Liebe Eva,
es tut mir sehr leid, daß der PET-Befund so schlecht ausgefallen ist. Sicherheitshalber solltet Ihr aber noch ein MRT vom Bauch machen lassen, das PET ist zwar sehr sensibel, aber zeigt auch an, wenn es keine Metas sind. Ich hab im Sommer ein PET gemacht, demzufolge hätte ich 4 befallene Lymphknoten unter dem rechten Schlüsselbein, zwei neue Lungen-Metas, eine Lebermeta und ein Meta im Steißbein, nichts davon hat sich bestätigt, hab das durch CT und MRT herausgefunden, hab mich nicht alleine auf das PET verlassen, und ich hatte damit Recht. Ein Rezidiv im Darm könnte operativ entfernt werden und wenn Lymphknoten befallen sind, könnten diese auch ausgeräumt werden, ich finde es nicht richtig, daß man Euch gleich mit einer solchen schweren Prognose belastet nach Hause gehen läßt. Wenn es nach meinen Ärzten gegangen wäre, wäre ich heute schon tot, und ich will im Februar wieder arbeiten gehen. Also, nicht gleich alles glauben und nicht aufgeben !!!! Bitte macht weitere Untersuchungen, um das Ergebnis, so schlimm es sich jetzt anhört, nochmals zu prüfen, bei mir hat sich die erneute Prüfung sehr gelohnt, vielleicht ist es bei Euch dann auch nicht mehr so schlimm.... Ich wünsche Euch alles Liebe und Gute, und nicht aufgeben ! Liebe Grüße und eine liebe Umarmung für Euch ! Jelly
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Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden. (Mark Twain) |
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#2
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Liebe Jelly,
am Montag wird erneut eine Darmspiegelung gemacht und anschliessend ein MRT und ein CT. Ich habe das PET Bild gesehen und der Arzt sagt selber, es sei sehr schwierig zu interpretieren d.h. auch wegen Metas in anderen Organen. Das Rezidiv und die Lymphknotenmetastasen sind aber gesichert, das konnte ich sogar auf dem Bild sehen. Man spricht auch von einer möglichen OP um den Darm zu erweitern. Zudem wird in Erwägung gezogen, erneut ein Stoma zur Entlastung zu setzen. Das genaue Vorgehen wird an einem Konzilium übernächste Woche festgelegt. Es ist schon beängstigend, auf dem CT, das im November gemacht wurde, konnte noch kein Rezidiv ausgemacht werden. Der Arzt sagte uns, dass das Wachstum sehr agressiv sei. Mein Freund ist im Moment ruhig und gefasst. Ich habe ihn darauf angesprochen, weitere Meinungen von Aerzten einzuholen, er ist aber nun nicht mehr einverstanden und sagt es sei so wie es ist und er müsse bald sterben Er hat keinen Lebenswillen mehr, eine Psychologische Betreuung lehnt er ab. Er will einfach nicht mehr!!!! Was soll ich bloss tun. Es ist so traurig Liebe Jelly, Du kämpfst, er nicht (mehr). Ich kann Dich nicht genug für Deinen Lebensmut bewundern. Herzliche Grüsse Eva
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Die Tränen rannen herab, ich liess sie fliessen wie sie wollten und machte aus ihnen ein Ruhekissen für mein Herz. Auf ihnen ruht es. (Augustinus) |
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#3
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Liebe Eva,
dieser Befund hat Deinem Freund sicher den Boden unter den Füßen weggezogen, das wäre mir sicher auch so gegangen, man hofft und hofft, hat Angst und dann kommt der Hammer, eine Hölle tut sich vor einem auf, ... das muß erstmal verkraftet werden. Ihr habt nun den morgigen Tag, vielleicht nutzt ihr ihn für einen Spaziergang für Ruhe und Zweisamkeit, mal garnicht so sehr über Krankheit und Tod reden, damit er DICH spüren kann, Deine Zuversicht und Deine Hoffnung, so gibst Du ihm wieder Halt, danach wird er seine Kraft, weiterzukämpfen, auch wiederfinden, laß ihm Zeit, nicht drängeln.. Dir wünsche ich viel Kraft und viel Zuversicht, die Du im Moment für Euch beide haben mußt. Ich drück Dich mal ganz fest ! Liebe Grüße Jelly
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#4
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Vielen Dank liebe Jelly!
Wir haben zusammen einen langen Spaziergang gemacht und wir haben es uns "verboten" in dieser Zeit über Krankheit und Tod zu sprechen. Wieder zu Hause haben wir mit unserem Kater gespielt und sogar lachen können .Ich glaube auch, er braucht Zeit diese Diagnose erst mal zu verdauen. Ich habe ihm gesagt, dass meine Liebe zu ihm über alle Grenzen hinweg bestehen bleibt, auch der Tod kann nichts daran ändern. Seine Augen fingen an zu glänzen und ich spührte eine tiefe Zuneigung, ich kann das gar nicht mit Worten beschreiben Im Moment sind unsere Streitigkeiten, die Wut, die Verzweiflung, die er an mir ausgelassen hat so weit weg, so als hätte es diese nie gegeben.Ich denke, es ist allein seine Entscheidung, wieviele Therapien er noch machen will, wieviele Meinungen er einholen will usw. Ich werde aber versuchen, ihn immer mal wieder, in passenden Situationen, auf Alternativen anzusprechen. Liebe Grüsse sunnypunkie-Eva
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#5
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Liebe Eva,
das hört sich sehr gut an, ich glaube Ihr seid auf einem guten Weg, mit der Bedrohung, mit der Angst und auch mit Entscheidungen zusammen umgehen zu können. Mein Mann hat mir auch gesagt, daß ich entscheide und er trägt meine Entscheidungen mit, damit hat er mir ein warmes Nest gebaut, in dem ich aufgehoben bin, egal ob ich verzweifelt oder fröhlich bin, ich weiß, er ist für mich da, in jeder Situation. Es gibt nichts wichtigeres und schöneres als einen geliebten Menschen, der mit kämpft. Ich nehm Dich fest in dem Arm und wünsche Dir noch einen schönen erholsamen Sonntag ! Liebe Grüße Jelly
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#6
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Hallo zusammen,
heute wurde meine Geduld und mein Einfühlungsvermögen wiederum auf eine harte Probe gestellt. Mein Freund muss sich heute auf die Darmspiegelung morgen vorbereiten. D.h. die vorbereitende Prozedur mit Colophos und sonstigen Abführmitteln ist durchzustehen. Er sitzt jetzt nur auf Toilette und hat irrsinnige Schmerzen, der Tumor drückt wohl und dazu dieser agressive Schleim. Es ist schwierig, ich weiss nicht wie ich mich verhalten soll und stehe hilflos daneben und kann nicht helfen. Kann ihm die Schmerzen nicht abnehmen und möchte mich am liebsten verkriechen um die Qual nicht mitansehen zu müssen. Habe ihm Tee gekocht, Ersatzwäsche und Einlagen bereitgelegt und halte ihn, wenn er vor Schmerzen heult. Werde mich gleich noch ein bisschen zu ihm setzen und vorlesen, das beruhigt ihn am meisten. Nebst den Sportsendungen im Fernsehen Ich versuche sein agressives und verletzendes Verhalten zu "übersetzen": eigentlich will er mir sagen, wie verzweifelt und hoffnungslos er ist, dass er mir etwas anderes bieten wollte, als jetzt seine Krankheit mitzutragen. Er drückt diese Gefühle mit motzen und um sich schlagen aus. Wie ein verletztes Tier in seiner Höhle, dem man nicht zu nahe kommen darf. Ich bin jetzt wütend . All die Strapazen mit Chemo, Bestrahlung, OP, Abszess, Stoma usw. usw. all die Schmerzen und den Stress. Was kann/darf einem Menschen zugemutet werden? Herzliche Grüsse Eva
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#7
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Liebe Eva,
mir ist es ganz heiß den Rücken runter gelaufen, als ich Deinen Beitrag gelesen habe, habe unendliche Bewunderung für unsere Angehörigen, die all ihre Kraft, Geduld und Liebe einbringen, um "Ihren" Betroffenen und lieben Menschen durch die Hölle zu begleiten, also, kann nur sagen: whow, hut ab, was Du für Deinen Freund leistest, super. Wenn die Kolo morgen vorbei ist und er sich davon erholt hat, dann wird er auch spüren, was Du heute für ihn getan hast und er wird Dir dafür danken. Da bin ich mir sicher. Ohne Euch Angehörigen würden weit mehr Menschen aufgeben und an Krebs sterben, es ist nicht allein die Medizin, die uns am Leben hält, es sind die Menschen, die uns lieben und uns zeigen, daß sie uns so lange wie möglich bei sich haben wollen, vielen Dank dafür !!! Liebe Grüße und eine liebevolle Umarmung für Dich, ein dickes Kraftpaket und einen großen Sack Zuversicht für Dich, werde morgen an Euch denken ! Jelly
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#8
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Lieber Peter, liebe Eva
ich wünsche euch für morgen alles Gute, für dich Peter und auch für Evas Mann. liebe Grüße silverlady |
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