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  #1  
Alt 14.03.2007, 13:12
Finiboy Finiboy ist offline
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Standard AW: Stadium 4

Hallo hasi,

bei meiner Mum hat der Lungenkrebs nach erfolgreicher OP und durchstandener Chemo erstmal augenscheinlich nirgendwo hin gestreut. Alle (einschließlich ihres Onkologen) dachte sie hats tatsächlich überstanden. Bis dann die Kopfschmerzen einfach nicht mehr aufhörten und auch die üblichen Schmerztabletten nicht mehr halfen. Ihr Hausarzt gab ihr dann erstmal bis zur Klärung (CT) ein sehr starkes Mittel. Ich saß neben ihr und wartete darauf das der Schmerz nachlässt aber es wurde nicht wesentlich besser. Tja und dann (ich dachte es mir bereits) die Diagnose: drei Hirnmetastasen, schnellwachsend. So im Nachhinein gibt es noch weitere und so wurde uns später gesagt sehr typische Anzeichen: Wesensveränderungen, Vergesslichkeit oder sie erzählte mir dauernd irgendwelche Sachen doppelt und immer wieder. Na ja dachte ich mir, sie ist halt im Moment etwas mitgenommen und hat halt andere Sachen im Kopf. Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen.

LG Ulrike
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  #2  
Alt 14.03.2007, 13:59
hasi2002 hasi2002 ist offline
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Standard AW: Stadium 4

Hallo ihr lieben und danke für eure schnellen Antworten. Ich weiß es nicht und ich will meine ma darauf nicht ansprechen, weil ich denke das wenn sie erfährt das sie vielleicht noch hirnmetastasen hat, würde sie aufhören zu kämpfen und sich vielleicht sogar das Leben nehmen. Ich habe seit längerem das Gefühl ihr linkes Augeg sieht irgendwie anders aus (wie bei Karl Dall nur nicht so extrem), sie ist totat vergesslich und erzählt mir viel doppelt. Bis jetzt dachte ich immer es sind die Medikamente aber als ich dann hier im Forum von so vielen Fällen mit Hirnmetastasen las, wurde ich stutzig.
Liebe Grüsse hasi2002
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  #3  
Alt 14.03.2007, 14:29
Finiboy Finiboy ist offline
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Standard AW: Stadium 4

Liebe hasi,

sorry, aber ich will dir keinerlei Hoffnung nehmen. Bitte lasst das von einem Artz per CT oder noch besser Kernspint. abklären. Uns wurde nach der Diagnose leider nicht die Wahrheit gesagt. Ich war einfach nur naiv und habe mich an jeden Strohalm geklammert der mir hingeworfen wurde und so auch meine Mum. Im nachhinein wäre ich froh, wenn ich es vorher gewusst hätte, also bevor der unvermeidbare Krenkeitsverlauf zuschlägt. Ich hätte einfach in dieser Zeit besser damit umgehen können. So war ich wie umgeworfen jeden Tag aufs neue. Als wenn dir jemand jeden Tag immer wieder den Boden unter den Füssen wegreißt mit aller Gewalt. Ich konnte die so intensive Zeit mit meiner Mum nicht richtig genießen.

O. K., dass sind sehr persönliche und individuelle Ansichten, dass muss natürlich jeder für sich entscheiden: will ich Klarheit und alles genau wissen oder lebe ich lieber mit jeder Hoffnung weiter. Oh nein, bitte versteht mich hier nicht falsch. Während der Krankheit meiner Mum war ich bei fast allen Arztterminen dabei (wenn nicht ich, dann mein Bruder) um darauf zu achten, dass ihr durch zu viel Info nicht die Hoffnung genommen wird. Aber nach der Diagnose drei Hirnmetastasen inoperabel gibt es einfach keine Hoffnung mehr auf Heilung, Tatsache, Punkt fertig Aus. So, das ist eine Tatsache, mit der mann sich auseinandersetzten muss. Wir erfuhren dies einfach zu spät. Erst dann fing ich an im Internet zu forschen, was ich vorher immer getan habe.

Gib die Hoffnung nicht auf, solange es Grund zu hoffen gibt. Hört sich blöd an, ist aber wichtig.

Viel Kraft und alles Gute

LG Ulrike
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  #4  
Alt 14.03.2007, 15:02
Andrea K. Andrea K. ist offline
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Standard AW: Stadium 4

Hallo Hasi,

ich kann mich nur anschließen, lasst das untersuchen. Ich kann gar nicht verstehen, dass die Ärzte das nicht sowieso machen. Als meine Mama die Diagnose bekam, wurde sie von Kopf bis zum Fuß durchgecheckt und das war gut.

Zwar haben sie Hirnmethastasen festgestellt, aber nach erfolgreicher Bestrahlung, sind diese sehr klein geworden. Bei meiner Freundin verlief es leider anders. Sie wußten nicht, dass Methastasen im Hirn warun und waren total überfordert, als der Vater plötzlich epileptische Anfälle bekam.

Es ist schrecklich und wir alle hier teilen alle das gleiche Schicksal, entweder sind wir Angehöriger oder Betroffener entweder haben wir unsere Lieben schon verloren, oder werden das vermutlich in kurzer Zeit tun.

Man sucht immer nach einem Strohhalm. Als meine Mama die Diagnose bekam, habe ich so sehr darauf gehofft, dass ein Wunder geschieht. Jedem, der geschrieben hat, "gib die Hoffnung nicht auf" war ich sehr dankbar. ich habe gedacht "Das kann doch alles nicht sein" ganz nach dem Motto WEIL NICHT SEIN KANN WAS NICHT SEIN DARF aber leider gibt es nicht immer ein Happy End.

Was ich aber auf jeden Fall sagen kann, ist, dass es nichts besseres gab, als aufgeklärt und vorbereitet zu sein. So weit man sich auf den Verlust eines Menschen, den man liebt vorbereiten kann. Aber steckt den Kopf nicht in den Sand - damit ist keinem geholfen, und hinterher sagt man sich vielleicht "Hätte ich mal auf eine Untersuchung gedrängt, vielleicht hätte man noch was machen können".

Alles Liebe

Andrea
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  #5  
Alt 14.03.2007, 19:56
Benutzerbild von Tanja7
Tanja7 Tanja7 ist offline
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Hallo Hasi,ich kann es gut verstehen das du deine Mama nicht darauf ansprechen magst.
Aber kannst du das nicht ihrem zuständigen Onkolgen mitteilen was dir aufgefallen ist,dann kann er ja weitere Wege einleiten,sprich ein CT.
Ich drücke euch ganz doll die Daumen das es sich nicht um eine Metastase handelt.
Meine Mama ist auch sehr vergesslich geworden,aber sie hat keine Metastase mehr im Hirn.
LG Tanja
__________________
Man kann nicht nicht kommunizieren
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  #6  
Alt 16.03.2007, 08:21
hasi2002 hasi2002 ist offline
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Standard AW: Stadium 4

Hallo ihr Lieben, ich werden eure Ratschläge an nehmen und versuchen erstmal den Onkologen darauf hinzuweisen. Meine Ma muss ja regelmäßig zu ihm wegen der Blutwerte, da die recht niedrig sind.
Ich wüsste so gern wo wir stehen, wieviel Zeit uns noch bleibt und wünsche mir das doch noch ein Wunder geschieht und meine Ma plötzlich geheilt ist. Das ist alles so ungerecht
Liebe Grüsse an alle
hasi2002
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  #7  
Alt 16.03.2007, 11:39
Benutzerbild von Tanja7
Tanja7 Tanja7 ist offline
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Hallo Hasi ich kann dich sehr gut verstehen,aber eine Zeitgrenze kann leider niemand sagen geniest jeden Tag den ihr zusammen verbringen könnt.
Man darf nie die Hoffnung aufgeben

LG Tanja
__________________
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